Neues DFG-Schwerpunktprogramm an der TU Hamburg bewilligt

Prof. Bodo Fiedler koordiniert Arbeit zu „Neuen recyclinggerechten Verbundwerkstoffen“

02.04.2025

Die TU Hamburg koordiniert eines von insgesamt acht neuen DFG-Schwerpunktprogrammen. (
Die TU Hamburg koordiniert eines von insgesamt acht neuen DFG-Schwerpunktprogrammen. (Foto: TU Hamburg)

Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung stehen im Zentrum des Programms „Neue recyclinggerechte Verbundwerkstoffe“. Koordiniert von Professor Bodo Fiedler an der Technischen Universität Hamburg ist es eins von insgesamt acht neuen Schwerpunktprogrammen (SPP), die ab 2026 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert werden. Wie die DFG bekanntgab, sollen die acht neuen Verbünde, die aus 53 eingereichten Initiativen ausgewählt wurden, für zunächst drei Jahre insgesamt rund 55 Millionen Euro erhalten. Hinzu kommt eine Programmpauschale in Höhe von 22 Prozent für indirekte Projektausgaben.

Diese nun neu geförderten Forschungsarbeiten tragen entscheidend dazu bei, Verbundwerkstoffe umweltfreundlicher zu gestalten und eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft zu ermöglichen. Besonders vielversprechend sind dabei biobasierte Materialien, die zur Reduzierung von Abfällen und zur Schonung natürlicher Ressourcen beitragen. „Unser Ziel ist es, eine möglichst hohe Werterhaltung im Kreislaufprozess zu gewährleisten“, erklärt Fiedler. „Nach dem ersten Recyclingdurchlauf sollen mindestens 80 Prozent der ursprünglichen Eigenschaften erhalten bleiben.“

Dazu sagt Irina Smirnova, Vizepräsidentin Forschung der TU Hamburg: „Das neu bewilligte Schwerpunktprogramm vereint zwei zentrale Stärken unserer Universität: Unser Leitbild Engineering to Face Climate Change und unsere herausragende Expertise im Bereich neuer Materialien – insbesondere Verbundwerkstoffe. Umso mehr freut es uns, dass sich Prof. Fiedler und die TU Hamburg in einem starken Wettbewerbsumfeld durchsetzen und das SPP an unsere Universität holen konnten.“

Über die Förderung
In Schwerpunktprogrammen sollen Themen bearbeitet werden, von denen eine prägende Wirkung auf ein wissenschaftliches Feld zu erwarten ist. Das kann laut DFG zum einen durch die Entdeckung neuer Forschungsgebiete erfolgen, zum anderen dadurch, dass bekannte Gebiete aus einer anderen Perspektive oder über einen neuen Zugang erforscht werden. Darüber hinaus sollen sich Schwerpunktprogramme durch eine interdisziplinäre und ortsübergreifende Zusammenarbeit von Wissenschaftler∗innen auszeichnen. Bereits in diesem Jahr soll unter Leitung der TU Hamburg das schon 2024 bewilligte Schwerpunktprogramm „Produktive Biofilmsysteme“ starten.

In den kommenden Monaten werden die neuen Schwerpunktprogramme einzeln von der DFG ausgeschrieben, um interessierte Wissenschaftler∗innen aufzufordern, in den Verbünden mitzuarbeiten. Die eingehenden Förderanträge prüft die DFG auf ihre wissenschaftliche Qualität und ihren Beitrag zum jeweiligen Hauptthema. Insgesamt werden Schwerpunktprogramme sechs Jahre lang gefördert.


TUHH - Public Relations Office
Kaja Weber
E-Mail: kaja.weber@tuhh.de

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