TUHH-Studierende erhalten Karl H. Ditze Preis für innovative Arbeiten und soziales Engagement

18.07.2019

Der Karl H. Ditze Preis 2019.
Der Karl H. Ditze Preis 2019. Foto: TUHH/C. Bittcher

Innovativ, motiviert und wissenschaftlich fundiert: Am 17. Juli zeichnete die Karl H. Ditze Stiftung zum 20. Mal Absolventinnen und Absolventen der Technischen Universität Hamburg (TUHH) für ihre ausgezeichneten wissenschaftlichen und sozialen Leistungen aus. Übergeben wurden die mit insgesamt 6.000 Euro dotierten Preise von Rüdiger Schramm, Vorsitzender des Vorstandes der Karl H. Ditze Stiftung, und TUHH-Präsident Ed Brinksma. Ausgezeichnet worden sind die Bachelorarbeit von Katharina Klioba, die Masterarbeit von Christian Tewinkel, die Dissertation von Dr. Arne Speerforck und die studentische Arbeitsgemeinschaft der Indian Student Association (ISA).

Die Preisträgerinnen und Preisträger des Karl H. Ditze-Preises 2019

Katharina Klioba für ihre Bachelorarbeit „Polynomielles Chaos: Abschätzungen und Anwendungen in der Elektrotechnik“ (1.000 Euro).
Klioba untersuchte in ihrer Arbeit Abweichungen von elektromagnetischen Wellen in Leiterplatten. In analytischen und technisch sehr anspruchsvollen Berechnungen gelang es der Studentin angemessene Toleranzen für die Fertigung zweidimensionaler elektromagnetischer Strukturen zu quantifizieren. Dieses Wissen dient dazu bei wachsender Baudichte ungewollte Übertragungen auf benachbarte Leiter oder Bauelemente abschätzen und kontrollieren zu können.

Christian Tewinkel für seine Masterarbeit „Modellbasierte Analyse des Einflusses thermophysikalischer Stoffeigenschaften auf die energieminimale Auslegung integrierter Reaktions- und Rektifikationsprozesse“ (1.500 Euro).
In seiner Masterarbeit forschte Tewinkel über rationelle Energieverwendung für reaktive Trennwandkolonnen (RWTK), also über das Einsparen von Energie in der Prozessindustrie. Die Hälfte des weltweiten Energieverbrauchs in der chemischen und petrochemischen Industrie entsteht bei der Rektifikation, also beim Trennen von homogenen Lösungen in einzelne Stoffe. Um bei diesem Prozess Energie zu sparen, entwickelte Tewinkel ein Konzept um Stoffsysteme hinsichtlich ihres energetischen Einsparungspotenzials zu bewerten. Seine Forschungsergebnisse führen nicht nur zu einer Reduzierung des Energiebedarfs und zu weniger CO2, sondern begünstigen auch den Umweltschutz und die Senkung der Herstellerkosten.

Die Preisträger∗innen des Karl H. Ditze Preis 2019: Christian Tewinkel, Katharina Klioba, Indian Student Association, Dr. Arne Speerforck.
Die Preisträger*innen des Karl H. Ditze Preis 2019: Christian Tewinkel, Katharina Klioba, Indian Student Association, Dr. Arne Speerforck. Foto: TUHH/C. Bittcher

Dr. Arne Speerforck für seine Dissertation „Investigation of a Desiccant Assisted Geothermal Air Conditioning System“ (2.000 Euro).
In seiner Arbeit beschäftigte sich Speerforck mit alternativen Klimatisierungssystemen. Um den steigenden Bedarf an Kühlleistungen zu decken und gleichzeitig das Klima zu schonen und Kohlendioxidemissionen zu reduzieren, erarbeitete Speerforck einen weitreichenden Datenpool. Anhand dieser Daten konnte er ein neues Modell entwickeln, das innovative Klimatisierungssysteme für verschiedene Einsatzbereiche und klimatische Zonen bewertet. So könnten Energieeinsparungen von über 70 Prozent realisiert werden.

Die studentische Arbeitsgemeinschaft (AG) Indian Student Association (ISA) wurde in der Kategorie „Innovative studentische Projekte und Initiativen“ geehrt und erhielt 1.500 Euro. Die ISA AG setzt sich seit 2002 für die Integration von indischen Studierenden an der TUHH ein und erleichtert mit Hilfe von Informationsveranstaltungen deren Studieneinstieg. Über kulturelle Veranstaltungen, Exkursionen und Events trägt die AG zudem zu einem interkulturellen Austausch und Dialog auf dem TUHH-Campus bei.

Karl H. Ditze (1906 – 1993) war persönlich haftender Gesellschafter der Hamburger rotring-Werke Riepe KG. Als erfolgreicher Unternehmer und Hamburger Bürger gründete er mit 73 Jahren die Karl H. Ditze Stiftung, um sozialen und gemeinnützigen Zwecken Hilfe zu leisten. Besondere Herzensangelegenheit war ihm die Förderung von vier Hamburger Hochschulen, mit besonderem Augenmerk auf das Ingenieurwesen. So werden in seinem Sinne an der TUHH aus Mitteln der Ditze Stiftung Stipendien, Integrationsmaßnahmen für ausländische Studierende, Veranstaltungen zur Sicherung des Ingenieurnachwuchses sowie studentische Projekte unterstützt.


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