TUHH-Absolventen gründen 3D.aero im ZAL

15.02.2018

Team 3D.aeoro
Team 3D.aeoro
Foto: 3D.aeoro

Die Lufthansa Technik AG und das Mannheimer Unternehmen Pepperl+Fuchs GmbH haben zu gleichen Anteilen das Joint Venture 3D.aero GmbH gegründet. Ziel ist es, innovative Automatisierungslösungen für die Flugzeugindustrie zu erforschen, zu entwickeln und zu vertreiben. Das junge Team setzt sich vornehmlich aus Mitarbeitern von Pepperl+Fuchs und Absolventen des Instituts für Flugzeug-Produktionstechnik der Technischen Universität Hamburg (TUHH) zusammen.

"Wir freuen uns, mit Pepperl+Fuchs einen führenden Hersteller elektronischer Bausteine und Sensoren für die Fabrik- und Prozessautomatisierung als Partner gewonnen zu haben. Dadurch können wir unsere Strategie im Sinne von Industrie 4.0 weiter konsequent fortsetzen und dieses Knowhow für unsere Prozesse und Produkte nutzen", so Bernhard Krüger-Sprengel, Leiter des Geschäftsbereichs Triebwerksinstandhaltung bei Lufthansa Technik. 3D.aero wurde zwar im Rahmen eines konkreten Projektes aus dem Triebwerksbereich gegründet, dient aber zukünftig allen Bereichen der Lufthansa Technik sowie weiteren Unternehmen in der Luftfahrtbranche.

Für Pepperl+Fuchs ist dies ein weiterer Meilenstein in der Expansionsstrategie. "Durch das Joint Venture können wir unsere langjährige Expertise im Bereich der industriellen Automatisierung nun auch für die Luftfahrtbranche nutzbar machen. Daher freuen wir uns besonders auf die enge Zusammenarbeit mit Lufthansa Technik", so Dr. Gunther Kegel, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Pepperl+Fuchs.

„Die 3D.aero ist inhaltlich aus dem ersten Forschungsprojekt des IFPT hervorgegangen. Es freut mich, dass es hier direkt gelungen ist universitäre Forschung und Technologietransfer zu vereinen. Das Unternehmen ist auch weiterhin eng mit dem Institut verbunden und diese Kooperation wird es uns ermöglichen Themen der Produktions- und MRO-Automatisierung lückenlos von den Grundlagen bis zur Anwendung abzubilden. Ein Highlight der Gründungsgeschichte war, die persönliche Entwicklung vom Studierenden über den Doktoranden bis hin zum Geschäftsführer begleiten zu dürfen“, sagt Professor Schüppstuhl, Leiter des Instituts für Flugzeug-Produktionstechnik sowie Mitgründer und Beirat der 3D.aero.

„In meiner Zeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Flugzeug-Produktionstechnik habe ich erkannt, dass die Luftfahrtindustrie einzigartige Lösungen für ihre speziellen Probleme im Bereich der Automatisierung benötigt. Mit der Gründung der 3D.aero ermöglichen zwei große Unternehmen einem jungen Team von Ingenieuren diese Erkenntnis in ein Geschäftsmodell zu übertragen. Zusammen mit meinen Kollegen möchte ich einen Beitrag dazu leisten die Luftfahrtindustrie für Industrie 4.0 fit zu machen . Eine enge Kooperation mit einem Universitätsinstitut ermöglicht dabei die Betrachtung von grundlegenden Problemen und eröffnet einen einfachen Zugang zu interessierten Studenten und Berufseinsteigern" sagt Tomas Domaschke, Geschäftsführer 3D.aero.

Das junge Unternehmen arbeitet an Lösungen rund um das Thema Digitalisierung der Werkstätten. Firmensitz ist das ZAL TechCenter. Durch den Standort ist die Vernetzung mit anderen Luftfahrtunternehmen gewährleistet. 3D.aero wird neben industriellen Werkstatt- und Betriebsautomationslösungen auch optische Messgeräteapplikationen, digitale Inspektions- und Bildverarbeitungsanwendungen sowie damit verbundene Beratungsleistungen anbieten. Das Unternehmen agiert als modernes Start-up und verfügt über flache Hierarchien.

Text: ZAL

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