Forschungskooperation mit St. Petersburg

09.03.2011

Wollenüber die Ländergrenzen hinweg gemeinsam über Schüttgüterforschen: die Professoren Stefan Heinrich (rechts) und Anton Krivtsovvor einer Wirbelschicht­granulationsanlage des Instituts fürFeststoffverfahrenstechnik und Partikeltechnologie der TUHH.
Wollen über die Ländergrenzen hinweg gemeinsam über Schüttgüter forschen: die Professoren Stefan Heinrich (rechts) und Anton Krivtsov vor einer Wirbelschicht­granulationsanlage des Instituts für Feststoffverfahrenstechnik und Partikeltechnologie der TUHH.
Foto: TUHH

Die Entwicklung neuartiger Pulver für die Pharma-und die Lebensmittelindustrie stehen im Mittelpunkt einer Forschungkooperation zwischen der TU Hamburg-Harburg und der Polytechnischen Universität St. Petersburg. Der Vertrag ist im Rahmen eines dreitägigen Besuchs am Institut für Feststoffverfahrenstechnik und Partikeltechnologie der TU Hamburg-Harburg von Professor Anton Krivtsov, Lehrstuhlleiter für Theoretische Mechanik und Leiter der Abteilung „Diskrete Modelle in der Mechanik“ des Institutes für Probleme des Maschinenwesen der Russischen Akademie der Wissenschaften, und Professor Stefan Heinrich, Leiter des Instituts für Feststoffverfahrenstechnik und Partikeltechnologie, unterzeichnet worden. Beide Partner werden in den kommenden drei Jahren ein gemeinsames Projekt zum Thema „Entwicklung mechanischer Modelle zur Simulation von Prozessen der Herstellung und Bearbeitung von Schüttgütern" bearbeiten. Dabei geht es um molekulardynamische Methoden zur Berechnung von Partikelbildungsmechanismen.

Professor Krivtsov ist Co-Chairman der internationalen Konferenz „Advanced Problems in Mechanics” in St. Petersburg und ein renommierter Experte auf den Gebieten der Molekulardynamik sowie der Nano- und Bruchmechanik. „Unsere Aufgabe wird es sein, optimale Gebrauchseigenschaften von Schüttgütern herauszufinden, und dies setzt zunächst eine genaue Kenntnis von deren Struktur und Eigenschaften voraus“, sagte Professor Heinrich. Die Kooperation beinhaltet auch einen Studierendenaustausch zwischen den Hochschulen beider Partnerstädte: So schreiben Marta Korobeynikova und Oleg Kromov aus St.-Petersburg zurzeit an der TUHH am Institut für Feststoffverfahrenstechnik und Partikeltechnologie ihre Masterarbeit. Der Austausch erfolgt im Rahmen des DAAD-Leonhard-Euler-Projektes „Experimentell unterstützte Diskrete-Elemente-Modellierung von Partikelsystemen." Und von März an werden zwei deutsche Master-Studierende der TUHH in St. Petersburg ihre Arbeiten am Lehrstuhl für Theoretische Mechanik anfertigen. Des Weiteren ist ab Oktober der Aufenthalt zweier Doktoranden aus St. Petersburg an der TUHH im Rahmen des DAAD-„Mikhail Lomonosov"-Programms geplant.

Die 1899 gegründete Staatliche Polytechnische Universität St. Petersburg gehört mit etwa 20 000 Studierenden zu den renommiertesten und größten Hochschulen Russlands. Mehrere weltbekannte Wissenschaftler, zum Beispiel B. D.I. Mendeleyev, V.I. Kovalevsky, V.I. Kipichev, A.S.Popov, A. F. Ioffe, haben dort geforscht, und auch die Nobelpreisträger N.N. Semyonov (Chemie, 1956), P.L. Kapitsa (Physik, 1978) und Zh.I. Alferov (Physik, 2000) sind Wissenschaftler dieser Universität.


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