Hamburger Lehrpreis für Professor Gerhard Schmitz

08.07.2010

Professor Gerhard Schmitz von der TU Hamburg-Harburg, hier im TUHH-Labor vor dem Modell einer sorptionsgestützen Klimaanlage, ist Träger des Hamburger Lehrpreises 2010.
Professor Gerhard Schmitz von der TU Hamburg-Harburg, hier im TUHH-Labor vor dem Modell einer sorptionsgestützen Klimaanlage, ist Träger des Hamburger Lehrpreises 2010.

Professor Gerhard Schmitz ist heute für seine innovativen Lehrleistungen mit dem Lehrpreis der Stadt Hamburg ausgezeichnet worden. Im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung hat Hamburgs Wissenschaftssenatorin Dr. Herlind Gundelach den promovierten Maschinenbauer und mit ihm weitere elf Hamburger Professoren, Dozenten und wissenschaftlichen Mitarbeiter geehrt. Der Verleihung des mit jeweils 10 000 Euro dotierten Hamburger Lehrpreises war ein umfassendes Auswahlverfahren vorausgegangen, an dem Studierenden von Beginn an eingebunden waren.

"Mit der von ihm vorgelebten Begeisterung für sein Lehrgebiet und den Ingenieurberuf, der didaktischen Aufbereitung des Lehrstoffs und dem bewussten Praxisbezug motiviert Gerhard Schmitz die Studierenden, den vielfach beschwerlichen Weg des universitären Ingenieurstudiums zu gehen und durchzuhalten", sagte Vizepräsident Professor Garabed Antranikian. Gerhard Schmitz ist seit 1991 als Professor für Technische Thermodynamik, Heizungs- und Klimatechnik am Institut für Thermofluiddynamik tätig. Typisch für seinen Lehrstil ist eine an didaktischen Grundsätzen orientierte Stoffvermittlung. Als Hochschullehrer verstünde es der 55-Jährige erfolgreich in beispielhafter Weise, altbewährte Lehransätze mit neu erprobten zu verknüpfen, heißt es in der Laudatio. Besonders der Einsatz elektronischer Medien sowie die visuelle Aufbereitung des ingenieurwissenschaftlichen Lernstoffs wurde von der TUHH-Jury - bestehend aus jeweils zwei Professoren und Studierenden unter Vorsitz des Vizepräsidenten Lehre - positiv bewertet.

In den regelmäßig an der TUHH durchgeführten Lehr-Evaluationen hat Prof. Dr.-Ing. Gerhard Schmitz stets eine überdurchschnittlich gute Bewertung von den Studierenden erhalten. Von herausragender Bedeutung ist auch die für Schmitz’Lehrstuhl typische Einbindung von Studierenden in Forschungsvorhaben. Ein aktuelles Forschungsprojekt ist zum Beispiel eine sorptionsgestützte Klimaanlage, die unter Nutzung oberflächennaher Geothermie und Sonnenenergie funktioniert und deren Prototyp zurzeit in der Hafencity getestet wird.

Dr. Herlind Gundelach: "Als wir vor zwei Jahren die Einrichtung des Lehrpreises beschlossen haben, verbanden wir damit die Hofffnung, an den Hochschulen eine Diskussion unter den Lehrenden und Studierenden über gute Lehre zu initiieren. Diese Diskussion ist erfolgreich verlaufen: Die Qualität der Lehre ist zum Gesprächsstoff an Hochschulen geworden."

Die Idee zur Einrichtung eines Hamburger Lehrpreises geht zurück auf ein Bürgerschaftliches Ersuchen. Vorschlagsberechtigt sind die Studierenden der staatlichen Hamburger Hochschulen. Eine hochschulinterne Jury unter Beteiligung der Studierenden hat zunächst die Nominierungsvorschläge bewertet. Die beiden erstplatzierten Vorschläge wurden dann an eine hochschulübergreifende Jury weitergeleitet, der außer externen Juroren erstmals auch Studierende angehörten. Die Jury unter Vorsitz der Wissenschaftssenatorin hat schließlich die Entscheidung über die Vergabe der Einzelpreise getroffen.


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