TUHH-Präsident Edwin Kreuzer begleitet Hamburgs Bürgermeister Ole von Beust zur Expo 2010 nach Shanghai

31.05.2010

Prof. Dr.-Ing. habil. Edwin Kreuzer
Prof. Dr.-Ing. habil. Edwin Kreuzer
Foto: TUHH/Jupitz

TUHH-Präsident Prof. Dr.-Ing. habil. Edwin Kreuzer ist Teilnehmer einer hochrangigen Delegation, die den Ersten Bürgermeister der Hansestadt Hamburg, Ole von Beust, auf seiner Reise zur Weltausstellung EXPO 2010 in Shanghai begleitet. Bis zum 4. Juni wird der Präsident verschiedene Stationen in der Partnerstadt Shanghai und in der Metropole Chengdu, Hauptstadt der Provinz Sichuan, besuchen. Außer Professor Kreuzer gehören der von Senatorin Dr. Herlind Gundelach angeführten Wissenschaftsdelegation weitere sieben Vertreter der Hamburger Hochschulen an. ""Ich freue mich darauf, in Shanghai und Chengdu alte wissenschaftliche Kontakte aufzufrischen und neue zu knüpfen. Dabei sind mir die Gespräche an der Tongji Universität, eine unserer Partneruniversitäten, besonders wichtig", sagte der Präsident kurz vor seinwer Abreise am 29. Mai.

Hohen Stellenwert nimmt auch das geplante Gespräch mit dem Bürgermeister von Chengdu, Ge Hongling, ein, in dessen Mittelpunkt ebenfalls Kooperationen im Bereich der Wissenschaft stehen. Die Millionenmetropole hat sich mit 29 Universitäten und Hochschulen als Wissenschaftszentrum etabliert.

Darüber hinaus ist Chengdu mit seiner mehr als 2000-jährigen Geschichte, heute einer der wichtigsten chinesischen Verkehrsknotenpunkte, besonders für die Luftfahrt. Die Chengdu Aircraft Industry Corporation produziert als chinaweit bedeutendster Wartungsstandort für Airbus und Boeing. Auch zu diesen Themen ist ein Austausch geplant. Zudem wird die Delegation die "Chengdu Panda Base" besuchen, eine Aufzuchtstation für vom Aussterben bedrohte Riesenpandabären, die von der WWF Deutschland unterstützt wird.

Doch die erste Station der China-Reise 2010 ist die EXPO, wo der Bürgermeister am 31. Mai, dem offiziellen Hamburg-Tag, mit seiner 50-köpfigen Delegation im Hamburg-House sowie Deutschen Pavillon erwartet wird. Weitere Themen der Reise sind der Ausbau der Städtepartnerschaft mit Shanghai, Wirtschaftsbeziehungen und Kooperationen in Bildung, Wissenschaft und Forschung sowie der Katastrophenschutz. Die Wirtschaftsdelegation wird angeführt dem Präses der Handelskammer Hamburg, Frank Horch.

Das Hamburg-House setzt als erstes zertifiziertes Passivhaus in China ganz neue ökologische Standards dank eines extrem niedrigen Energiebedarfes. Während der EXPO wird das Gebäude zugleich als Ausstellungsgegenstand und Ausstellungsraum genutzt. Die Besucher erleben die Vorteile der ökologischen Bauweise und entdecken in der Ausstellung die Stärken der norddeutschen Metropole - von nachhaltiger Stadtentwicklung, Architektur, Umwelt- und Klimaschutz über ihre Wirtschaftskraft als Hafenmetropole und Kreativstandort bis hin zu Elbphilharmonie und HafenCity sowie dem vielfältigen Kulturangebot Hamburgs mit hoher Lebensqualität für Freizeit, Arbeiten und Wohnen.

Umwelt- und Klimaschutz nehmen auf der Reise einen wichtigen Stellenwert ein. Außer dem EXPO-Projekt Hamburg-House gehört dazu auch der Besuch des Sanierungsprojektes am Suzhou Creek, das die Verschmutzung des Flusses durch nachhaltiges Abwassermanagement beseitigen und den Hochwasserschutz verbessern soll.

Bei einem Gespräch mit Shanghais Oberbürgermeister Han Zheng am 1. Juni wird es unter anderem um die Nachnutzung des Hamburg-House sowie um die Vertiefung der Städtepartnerschaft gehen. Dazu soll ein Memorandum für 2011/2012 unterzeichnet werden, das die Fortsetzung bestehender und den Ausbau neuer Kooperationen etwa in Bildung und Sport vorsieht. Bürgermeister Ole von Beust wird Oberbürgermeister Han Zheng außerdem eine Einladung nach Hamburg zum 25. Jubiläum der Städtepartnerschaft im Jahr 2011 überbringen.

In der Provinz Sichuan kamen 2008 bei einem Erdbeben über 80 000 Menschen ums Leben. Auch Hamburg hat seinerzeit beim Wiederaufbau geholfen. Die Delegation wird sich vor Ort über den Stand der Aufbauarbeiten informieren. Bürgermeister Ole von Beust bekommt hier Besuch von Kindern der Guangping Grundschule. Beim Erdbeben stark zerstört, hat die Hamburger China-Gesellschaft e.V. mit einer Spende dafür gesorgt, dass Mensa und Mehrzweckhalle wieder aufgebaut werden konnten. Auf Wunsch der Schule trägt die Halle den Namen "Hanbao Guan" (Hamburg Halle). Die Kinder und Lehrer kommen nach Chengdu, um sich zu bedanken.

Chengdu - das Wissenschaftszentrum Chinas

Die Hauptstadt der Provinz Sichuan ist eine der bekanntesten historischen Kulturstädte Chinas. Chengdu liegt im Landesinneren im westlichen Teil des Sichuan-Beckens und in der Mitte der Chengdu-Ebene. Weil Chengdu in der Tang-Dynastie bekannt war für Brokat, heißt die Stadt auch "Jincheng (Brokat-Stadt)". Ein weiterer Name ist "Tianfu (Land des Reichtums und der Fülle)". Heute besteht Chengdu mit einer Fläche von 12 300 qkm, auf der rund zehn Millionen Menschen leben, aus sieben Bezirken, vier Trabantenstädten und acht Kreisen. Chengdu war für über 2.000 Jahre eines der kulturellen Zentren in West- und Südwestchina.


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