Neue Ringvorlesung: "Klimawandel und Möglichkeiten einer CO2-freien Stromversorgung"

26.10.2008

© RainerSturm / PIXELIO
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29. Oktober, 18 Uhr, Audimax II, Denickestraße 22 I
"Energie 2020": Neue Ringvorlesung an der TU Hamburg-Harburg

Woher kommt in Zukunft unser Strom? Kaum ein Hamburger, der bei dieser Frage nicht an das geplante Kohlekraftwerk Moorburg denkt. Ob eine Stromversorgung in Deutschland ohne Kohle und somit ohne Kraftwerke wie das in Moorburg möglich ist, darüber spricht am Mittwoch, 29. Oktober, 18 Uhr, Prof. Dr.-Ing. Alfons Kather, in der Technischen Universität Hamburg-Harburg (TUHH). Anschließend referiert Dr. Michael Bräuninger vom Hamburgischen WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) über die globale Energiepolitik und Entwicklungstendenzen auf den Rohstoffmärkten. Die Veranstaltung ist Auftakt einer Ringvorlesung unter dem Motto "Energie 2020", die an der TUHH 14-tägig jeweils mittwochs von 18 bis 20 Uhr im Audimax I, Schwarzenbergstr. 95 H, stattfindet.

Am 29. Oktober wird Professor Kather aufzeigen, in welchem Maße der Ausstieg aus der Kernenergie durch Einsatz regenerativer Energien kompensiert werden und außerdem ein verstärkter Einsatz von Erdgas bei der Stromerzeugung die schädlichen CO2-Emissionen mindern kann. Kather ist Fachmann für Strom- und Wärmeerzeugung sowohl aus regenerativen wie fossilen Energieträgern. An der TUHH leitet der Maschinenbauingenieur das Institut für Energietechnik. Sein Forschungschwerpunkt liegt in der Entwicklung von Verfahren zur Reduzierung der CO2-Emissionen aus Kohlekraftwerken. Er ist Experte für die CO2-Abtrennung, die auch für das Kraftwerk Moorburg diskutiert wird. Die Nutzung von Geothermie sowie Biomasse für die Strom -und Wärmeerzeugung sind weitere Forschungsthemen. Als anerkannter Experte ist Kathers Fachwissen in Wirtschaft und Politik gleichermaßen gefragt. Er ist Mitglied in zahlreichen Gremien, unter anderem im Advisory Council der European Technology Platform for Zero Emission Fossil Fuel Power Plants und Sprecher des Beirates COORETEC, einer Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie zur Entwicklung eines zukunftsfähigen Kraftwerks mit fossilen Brennstoffen. Bevor Alfons Kather einem Ruf an die TUHH folgte, war der Ingenieur 18 Jahre in der europäischen Kraftwerkindustrie tätig.

Im Mittelpunkt des Vortrages von Dr. Bräuninger stehen die Entwicklungstendenzen auf den Rohstoffmärkten. Der Referent wird auch eine Bewertung der deutschen Energie- und Klimapolitik vornehmen. Als Experte für Energie- und Klimapolitik wirkt der Leiter des Bereichs "Wirtschaftliche Trends" im HWWI an zahlreichen Studien über Zukunftstrends und deren ökonomische Auswirkungen speziell auch auf die deutsche Volkswirtschaft mit.

Am zweiten Vortragsabend der Ringvorlesung, am 12. November, dreht sich alles um Stromerzeugung und Windenergie. Referenten sind Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Weber, Direktor des Instituts für Elektrische Energietechnik der Universität Rostock, sowie der Windkraftanlagen-Experte Dr.-Ing. Martin Skiba, Direktor der Abteilung Offshore Wind Energy bei REW GmbH Innogy, Essen.

Die Veranstaltung ist öffentlich. Der Eintritt ist frei.

See also: www.wka.tu-harburg.de


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