Millenniumsziele für die Ärmsten der Armen

12.06.2008

Slum in Dakar, © Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR)
Slum in Dakar, © Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR)

TUHH-Ringvorlesung befasst sich mit Problemen um Wasser und Abwasser in Entwicklungsländern

Am neunten Vortragsabend innerhalb der zwölfteiligen TU-Ringvorlesung "Wasserversorgung vor neuen Herausforderungen" stehen die Probleme um Wasser und Abwasser in den Entwicklungsländern im Vordergrund. Die Veranstaltung beginnt Dienstag, 17. Juni, um 18.30 Uhr. Veranstaltungsort ist Raum 016 im Audimaxgebäude in der Schwarzenbergstraße 95H.

Christoph Merdes vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit aus dem Referat "Wasser, Energie, Stadtentwicklung" spricht über "Die Millenniumsziele für Wasser und Abwasser sowie die staatlichen Handlungsansätze, sie zu erreichen". Da 2008 durch die Vereinten Nationen zum "Internationalen Jahr der Hygiene" ausgerufen wurde, legt Christoph Merdes einen besonderen Schwerpunkt seines Vortrags auf dieses Thema. Derzeit leben 2,6 Milliarden Menschen ohne grundlegende Sanitärversorgung. Ein gute sanitäre Versorgung, der Zugang zu Toiletten und die Kanalisation von Hygieneabfällen sind nicht nur wichtig für die menschliche Gesundheit, sondern auch eine entscheidende Voraussetzung für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung einer Gesellschaft.
Merdes gibt ebenfalls einen Einblick in die deutsche Entwicklungshilfe im Wassersektor und beleuchtet kritisch die Initiativen der Europäischen Union und reicher Industrieländer.

"Wasserversorgung und sanitäre Einrichtungen für die Ärmsten der Armen im Süden" - darüber referiert Dipl.-Ing. Jean-Gerard Pankert, Fachreferent für Wasser, Sanitärversorgung und Infrastruktur bei MISEREOR e.V. - Aktion gegen Hunger und Krankheit der Welt. Das Bischöfliche Hilfswerk MISEREOR ist eines der größten Hilfswerke der Katholischen Kirche in Deutschland. Falsche entwicklungspolitische Entscheidungen sind nach Meinung des Hilfswerks dafür verantwortlich, dass noch immer vier von zehn Afrikanern südlich der Sahara keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. Der Ingenieur Pankert betrachtet die Problematik aus sozialer und wirtschaftlicher, kultureller, technischer und ökologischer Sicht. MISEREOR engagiert sich seit jeher für das Menschenrecht auf Wasser und investiert bevorzugt in Projekte zur Wasserversorgung, die den Ärmsten zugute kommt.

Die nächste Veranstaltung findet Dienstag, 24. Juni, statt. Dabei dreht sich das Thema um die Hamburger Wasserwirtschaft. Es sprechen Wolfgang Meier von der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt über "Die Hamburger Wasserwirtschaft im Umbruch - Risiken und Chancen der Neuorganisation" sowie Dr. Jörg Großmann von Hamburg Wasser zur "Rolle von ´Hamburg Wasser´ als kommunaler Versorger und Marktteilnehmer
Die insgesamt zwölfteilige Ringvorlesung findet jeweils dienstags um 18.30 Uhr, in Raum 016 des Audimax-Gebäudes, Schwarzenbergstraße 95 H, statt. Sie endet am 9. Juli.

Die Öffentlichkeit ist eingeladen - der Eintritt frei.


TUHH - Public Relations Office

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