Elite-Nachwuchs in Handwerk und Wissenschaft

05.11.2007

"ALUMNI"
"ALUMNI"Foto: Jupitz/TUHH 

Meisterfeier im Michel: 236 neue Meister und 235 Ingenieure

 

Die Handwerkskammer Hamburg und die Technische Universität Hamburg Harburg (TUHH) gratulierten beim traditionellen Festakt in Hamburgs schönster Kirche, dem „Michel“, ihrem Elite-Nachwuchs zur bestandenen Prüfung.

 

236 neue Meisterinnen und Meister aus 20 Gewerken erhielten ihren Meisterbrief. Die meisten Meisterprüfungen wurden im Installateur- und Heizungsbauerhandwerk (43) abgelegt, auf den weiteren Plätzen liegen die Gewerke Friseur (41), Elektrotechniker (21), Kraftfahrzeugtechniker sowie Maler- und Lackierer (17) und Zimmerer (16). Der Frauenanteil unter den Meistern liegt in diesem Jahr wieder bei einem Fünftel (45), davon erwerben nach wie vor am häufigsten Frauen ihren Meistertitel im Friseur-Handwerk (41).

 

Wie erfolgreich Frauen aber auch in typisch männlichen Handwerksberufen sind, beweist Sarah Körner. Mit 22 Jahren hat sie ihre Meisterprüfung im Installateur- und Heizungsbauerhandwerk als eine der Besten abgeschlossen und macht nun die Weiterbildung zur Betriebswirtin des Handwerks, um in drei Jahren den Betrieb ihres Vaters zu übernehmen.

 

Auch für Wolfgang Schuhmann ist der Meistertitel ein Sprungbrett zum Erfolg. Der 50-jährige ist der Älteste seines Prüfungszeitraums. Durch die Meisterausbildung zum Klempner ist er nun selbständiger Unternehmer und kann den kürzlich übernommenen Sanitärbetrieb auch ohne angestellten Betriebsleiter führen. Wolfgang Schuhmann beweist damit, dass man auch als „Generation 50“ mit Willen und Disziplin alles erreichen kann.

 

Handwerkskammer-Präsident Peter Becker lobte den Ehrgeiz und die Leistungsbereitschaft des Elite-Nachwuchses: „Sie haben für ein Ziel hart gearbeitet und sind der Beweis, dass es in unserem Land tolle Leute gibt, die Herausforderungen nicht nur suchen, sondern glänzend meistern.“ Becker begrüßte die Entscheidung der EU die Meisterausbildung auf Diplomniveau anzuerkennen: „Der Meisterbrief ist eine personenbezogene Spitzenqualifikation und deshalb Vorbild auch für andere Länder. Er garantiert stabile Betriebe und damit einen stabilen Mittelstand. Der Meisterbrief – das ist Best Practice in Europa.“

 

 

Die Technische Universität Hamburg-Harburg (TUHH) gratulierte 235 Diplomingenieurinnen und Diplomingenieuren, Bachelor und Master, die im Laufe des Halbjahres ihr Studium erfolgreich abgeschlossen haben, davon 41 Frauen sowie 57 junge Leute aus anderen Ländern der Welt.

 

TU-Präsident Professor Dr.-Ing. Edwin Kreuzer gratulierte den Absolventen zu ihrem erfolgreichen Start in das Berufsleben. „Die TUHH stellt Jahr für Jahr qualifizierte, innovative, vor allem junge Ingenieurinnen und Ingenieure bereit, deren Berufsaussichten hervorragend sind, und die den guten Ruf der TUHH weiter tragen. Der Bedarf an frischen Kräften in den Unternehmen ist auch in Zukunft hoch, Studieninteressierte werden bei uns auch in den kommenden Jahren beste Studienbedingungen und günstigste Berufsaussichten haben.“

Vor 1.500 Gästen betonte Kreuzer auch die enge Verbundenheit von Handwerk und Ingenieurwissenschaften in Hamburg: „Die TU Hamburg Harburg und die Handwerkskammer stehen in einer Allianz bei der künftigen Entwicklung der Metropolregion. Die gemeinsame Meister- und Diplomfeier bekräftigt unser Engagement in der Gesellschaft und in der wachsenden Stadt Hamburg“.

 

Auch Festredner Heiner Kamps, CEO der International Food Retail Capital (IFRC), lobte in seiner Ansprache die Leistung und den Erfolg der jungen Meister und Ingenieure. „Drei Dinge machen einen guten Meister: Wissen, Können und Wollen.“

 

 

 

 

Informationen zu Absoventen der TUHH:

http://www.tuhh.de/service/spektrum/

 

 


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