1700 Schüler besuchen die TUHH auf der Nortec - Informationen, Gespräche - Roboter als Barkeeper

24.01.2006

Schulsenatorin Dinges-Dierig und interessierte Schüler/innen,
Schulsenatorin Dinges-Dierig und interessierte Schüler/innen, Foto: H. Gilbert

Mehr als 1700 Schülerinnen und Schüler erwartet die Technische Universität Hamburg-Harburg (TUHH) auf der morgen beginnenden dreitägigen Fachmesse für Produktionstechnik Nortec auf dem Hamburger Messegelände. Auf dem Technikforum für Jugend, Ausbildung und Wirtschaft in Halle 9 werden sich Schülerinnen und Schüler ab Klasse 10 und deren Eltern sowie Lehrerinnen und Lehrer über die Aktivitäten der TUHH für Gymnasien und Gesamtschulen - vom Roboterbau-Kursus über das Schülerlabor bis zum Juniorstudium - informieren.



Mit Exponaten und vor allem Gesprächen sowie Rundgängen auf der Messe will die TUHH beim Nachwuchs das Interesse an einem ingenieurwissenschaftlichen Studium stärken beziehungsweise die Neugierde für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik wecken. "Auf diesen Gebieten bestehen beste berufliche Perspektiven", sagt Prof. rer. nat. Wolfgang Mackens. Der Leiter des Instituts für "Numerische Simulation" hat an der TUHH die heute mehr als 30 Schulkooperationen initiiert und mitgestaltet. Auch darüber werden geschulte Teams aus Mitarbeitern und Studierenden auf der Messe Auskunft geben. Auf die Fülle beruflicher Perspektiven für Ingenieurinnen und Ingenieure weisen nicht zuletzt die gleichfalls auf dem Technikforum vertretenen Firmen ThyssenKrupp Marine Systems und die Airbus Deutschland GmbH sowie der Arbeitgeberverband Nordmetall und die Lufthansa-Technik Hamburg hin.



Das DLR School_Lab an der TUHH ist auf der Messe mit gleich zwei Exponaten vertreten: Am Seifenfilm-Kanal werden die durch Lichtinterferenzen ausgelösten Strömungen - relevant für die Konstruktion von Schiffen, Flugzeugen und Autos - sichtbar gemacht.

Sven-Ole Voigt und Robert Rasenack,
Sven-Ole Voigt und Robert Rasenack, Foto: H. Gilbert

Und am Prandtl-Kanal wird demonstriert, welche Kräfte ein Flugzeug in der Luft halten. Im Schüler-Labor haben Schülerinnen und Schüler der Mittel- und Oberstufe die Möglichkeit, eigenständig wissenschaftliche Versuche durchzuführen.



Die besten Chancen, zum Publikumsmagneten der Nortec 2006 zu avancieren, hat ein Barkeeper der besonderen Art: Es ist ein Roboter, der auf der Messe Softgetränke nach Wahl serviert und nur eine von vielen Attraktionen des Instituts für "Lasertechnik und Anlagensystemtechnik" der TUHH. Das 14-köpfige Team präsentiert sich auf einem mehr als 100 Quadratmeter großen Stand direkt im Eingangsbereich der Halle 11. Dort stehen auch Teile einer Auto-Karosserie (Audi A 3 Sportsbag), die vor den Augen des Publikums mit einer neuen Lasertechnik, dem so genannten Remote- und Hybridlaserverfahren, zusammengefügt werden. Demonstriert werden ferner die Techniken der Lasergenerier-, Abtrag- und Reparaturbehandlungen, die in der Produktion- und Fertigungstechnik neue technische Wege eröffnen. Eine herausragende innovative Technologie ist die "Parallelkühlung" von Werkzeugformen, die gleichfalls auf der Messe vorgeführt wird und eine um 70 Prozent schnellere Produktion erlaubt.



Unterwegs auf der Messe in eigener Sache werben die Laserexperten zugleich für den Ingenieurberuf und das entsprechende Studium an der TUHH. Auf hohem Niveau ausgebildet, verlassen jährlich rund 500 Absolventinnen und Absolventen mit besten Karriereaussichten in Wissenschaft und Wirtschaft die Ingenieurschmiede im Norden. Als Erinnerung an die auf der Nordtec 2006 geknüpften Kontakte zur TUHH beschriftet das Laserteam nach Wunsch Kugelschreiber und andere mitgebrachte Schreibgeräte selbstverständlich mit der konzentrierten Kraft gebündelten Lichts.



An allen drei Tagen findet auf der Nordtec ferner das Laser-Forum zu unterschiedlichen Themen statt. Am Eröffnungstag der Messe treffen sich Mitglieder der optischen Technologie Norddeutschlands zum "Laser-Stammtisch" und informieren über Tendenzen und Strukturen der Branche in Deutschland, Estland, Lettland, Littauen und Polen. Am zweiten Tag werden Hersteller und Dienstleister aus dem Norden Innovationen vorstellen. Und der dritte Tag ist dem so genannten Laser Rapid Manufacturing gewidmet: eine besonders schnelle und flexible Form der Herstellung von Produkten zum Beispiel von medizinischen Geräten und Werkzeugformen. "Wir zeigen auf der Messe, wie im Institut für Lasertechnik der TUHH der Wissenstransfer zwischen Universität und Industrie funktioniert", sagt Institutsleiter Prof. Dr.-Ing. Claus Emmelmann.



Weitere Informationen über das Technikforum: http://www.technikforum-nortec.de/



Weitere Informationen über das Institut für Lasertechnik-Stand: http://www.tuhh.de/iLAS



Für Rückfragen:

Prof. Dr.-Ing. Claus Emmelmann

040 / 42878-34 55


TUHH - Public Relations Office

Fax: +49 40 428 78 2366