Orden für TUHH-Professor Frerich Keil. Bulgarischer Präsident überreichte die Ehrung in Sofia.

20.06.2013

Feierliche Ehrung: Aus den Händen von Staatspräsident Rossen Plewneliew (l.) erhiehlt Prof. Frerich Keil den Orden Kyrill und Methodius.
Feierliche Ehrung: Aus den Händen von Staatspräsident Rossen Plewneliew (l.) erhiehlt Prof. Frerich Keil den Orden Kyrill und Methodius.
Foto: privat

Für seine Verdienste beim Aufbau des Wissenschaftssystems in Bulgarien, seinen langjährigen erfolgreichen wissenschaftlichen Beziehungen zur UCTM (Universität für Chemische Technologie und Metallurgie) in Sofia sowie zahlreicher erfolgreicher wissenschaftlicher Arbeiten in Kooperation zwischen dem TUHH-Institut für Chemische Reaktionstechnik, erhielt Professor Dr. Dr. h.c. Frerich Keil Anfang des Monats vom bulgarischen Präsidenten Rossen Plewneliew den bulgarischen "Orden der Heiligen Kyrill und Methodius". Bei der Ehrung im Präsidentenpalast in Sofia waren hochrangige bulgarische und deutsche Regierungsvertreter anwesend.

Der Orden ist die hochrangigste Auszeichnung für Verdienste um Wissenschaft, Kultur und Bildung in Bulgarien. Seit seiner neuen Stiftung und Einführung im Jahr 2004 wurde der Orden nur wenige Mal vergeben.

"Wissenschaftliche Kooperationen und der wissenschaftliche Austausch in Europa waren für mich immer von großem Interesse. Wissenschaftlicher Fortschritt gedeiht nur, wenn man offen dafür ist, Anregungen zu geben und Anregungen entgegen zu nehmen, ganz unabhängig von kulturellen Unterschieden. Und gerade diese bereichern zusätzlich den Schatz an Erfahrungen und Ergebnissen, die wir teilen. Insofern blicken wir gemeinsam mit der UCTM in Sofia nicht nur stolz auf das Erreichte zurück, sondern sehen der Zukunft optimistisch entgegen.", kommentierte Professor Keil die Ehrung.

Seit mehr als 20 Jahren kooperieren TUHH und UCTM. Vor allem die Institute des Dekanats Verfahrenstechnik sind dabei mit einer hohen Zahl von Forschungsprojekten beteiligt. Unter anderem wurde auch der inzwischen emeritierte Professor der TUHH, Gerd Brunner, mit dem Ehrendoktor der UCTM in Sofia geehrt. Herr Professor Keil hat nach der politischen Wende in Bulgarien, auf der Basis eines Vertrages zwischen der Universität für Chemische Technologie und Metallurgie (UCTM) und der TUHH, einen Studiengang in deutscher Sprache an der UCTM entworfen und dort über nun 21 Jahre zweimal jährlich dort Vorlesungen gehalten. Der Studiengang wurde nachhaltig vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) finanziert. Die Studierenden konnten ihre Bachelor- und Masterarbeiten an deutschen Universitäten durchführen. Jedes Jahr haben zwischen fünf und zehn Studierende diese Möglichkeit an der TUHH in Anspruch genommen. Mittlerweile haben fast zweihundert Studierende den Studiengang erfolgreich absolviert, an dem sich nun auch andere Universitäten beteiligen. Viele der Absolventinnen und Absolventen haben eine Stellung in deutschen Unternehmen angenommen oder eine Dissertation durchgeführt. Durch die vieljährige Zusammenarbeit mit der UCTM sind enge Freundschaften mit dem Lehrkörper entstanden. Derzeit sind an der TUHH 21 bulgarische Studierende eingeschrieben. So zählt Bulgarien neben dem Nachbarland Polen, Russland und der Ukraine zu den Ländern, aus denen die meisten TUHH-Studierenden Osteuropas stammen. Die TU Hamburg ist nicht nur unter diesen internationalen Studierenden seit Jahren eine empfohlene Ausbildungsstätte.


TUHH - Public Relations Office
Rüdiger Bendlin
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