Hamburger Lehrpreis für Professor Volker Turau von der TU Hamburg-Harburg

28.06.2011

Professor Volker Turau
Professor Volker Turau

Professor Volker Turau ist heute für seine innovativen Lehrleistungen mit dem Lehrpreis der Stadt Hamburg ausgezeichnet worden. Im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung hat Hamburgs Wissenschaftssenatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt den promovierten Mathematiker und mit ihm elf weitere Hamburger Professoren, Dozenten und wissenschaftlichen Mitarbeiter geehrt. Der Verleihung des mit jeweils 10. 000 Euro dotierten Hamburger Lehrpreises war ein umfassendes Auswahlverfahren vorausgegangen, an dem Studierende von Beginn an eingebunden waren.

„Professor Turau hat maßgeblich dazu beigetragen, dass das E-Learning heute flächendeckend an der TUHH angeboten werden kann“, sagt Prof. Dr.-Ing. Dieter Krause, Vizepräsident für die Lehre an der TUHH. Der Hochschullehrer habe beispielgebend elektronische Medien in das Studium integriert und dadurch maßgeblich zur Modernisierung der Lehre an der TUHH beigetragen. Zu diesen Maßnahmen gehöre außer dem E-Learning – das heißt der Möglichkeit, den Vorlesungsstoff zu erweitern und zeit-und ortsunabhängig zu lernen – auch Formen elektronisch gestützter Lehr-und Lernmethoden beispielsweise das Studi.IP. Als zentrale Lernplattform für Dozenten und Studenten ist diese virtuelle Form des Austauschs inzwischen fest in den Studienalltag der angehenden Ingenieure an der TUHH integriert. Dazu gehört auch die – im Rahmen von „studiPort 2.0.“ entwickelte ePortfolio-Lösung, eine elektronische Sammelmappe, mit deren Hilfe jeder Studierende der TUHH seine Kompetenzen als angehender Ingenieur systematisch entwickeln und dokumentieren kann.

Typisch für Turaus Lehre ist die Vermittlung von Methodenkompetenz statt reinem Spezialwissen. Groß geschrieben wird der Praxisbezug. Seine Studierenden lernen früh, ihre theoretischen Kenntnisse anzuwenden. Diese Form universitären Lernens ist sehr erfolgreich. Hierzu gehört auch die Arbeit in Kleingruppen in Vorbereitung der angehenden Ingenieure auf die Teamarbeit später im Beruf. Damit gehört Turau zu den Vorreitern des vom damaligen Vizepräsidenten und heutigen Präsidenten Garabed Antranikian eingeführten Project Based-Learning, in dem beispielhaft an einem Projekt aus der Praxis das im Studium Erlernte angewendet und zugleich neues Wissen erworben wird.

Als Hochschullehrer verstünde es der 53-Jährige in beispielhafter Weise, Studierende zu motivieren, heißt es in der Laudatio. Besonders der Einsatz elektronischer Medien sowie die Betreuung der Studierenden im Rahmen eines Mentoren-Programms wurde von der TUHH-Jury – bestehend aus jeweils zwei Professoren und Studierenden unter Vorsitz des Vizepräsidenten Lehre – positiv bewertet.

In den regelmäßig an der TUHH durchgeführten Lehr-Evaluationen hat Prof. Dr. rer. nat. Volker Turau stets eine herausragend gute Bewertung von den Studierenden erhalten.

Volker Turau ist Leiter des Instituts Telematik. Der Mathematiker aus Mainz lehrt und forscht seit 2002 an der TUHH.

Die Idee zur Einrichtung eines Hamburger Lehrpreises geht zurück auf ein Bürgerschaftliches Ersuchen. Vorschlagsberechtigt sind die Studierenden der staatlichen Hamburger Hochschulen. Eine hochschulinterne Jury unter Beteiligung der Studierenden hat zunächst die Nominierungsvorschläge bewertet. Die beiden erst Platzierten Vorschläge wurden dann an eine hochschulübergreifende Jury weitergeleitet, der außer externen Juroren erstmals auch Studierende angehörten. Die Jury unter Vorsitz der Wissenschaftssenatorin hat schließlich die Entscheidung über die Vergabe der Einzelpreise getroffen.

TU Hamburg-Harburg
Institut für Telematik
Prof. Dr. Volker Turau
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