Das Präsidium der Technischen Universität Hamburg-Harburg verfolgt die aktuelle Diskussion um Kürzungen an Hamburgs Hochschulen mit großer Sorge

07.06.2011

Lehre, Forschung und Entwicklung sind von zentraler Bedeutung für wirtschaftliches Wachstum. Die qualifizierte Ausbildung von Ingenieurinnen und Ingenieuren ist daher auch ein wirtschaftspolitisches Gebot. Heute erhalten an der TU der Hansestadt Hamburg 5700 junge Menschen eine ingenieurwissenschaftliche Ausbildung. Die Räume der TUHH wurden für etwa 3000 Studierende geplant. Der Mangel an Räumen zur Durchführung einer modernen Lehre ist ein Wettbewerbsnachteil und wird sich durch die geplanten Sparmaßnahmen weiter verschärfen. Auch für notwendige Sanierungsmaßnahmen, beispielsweise am Technikum der TUHH stehen praktisch keine Mittel zur Verfügung.

Die Wissenschaft steht im nationalen sowie internationalen Wettbewerb. Mit jeder weiteren Kürzung, die sich die Hansestadt Hamburg leistet, wird der von der Politik beklagte Abstand zu den in Wissenschaft und Wirtschaft erfolgreicheren Ländern im Süden der Republik noch größer. Mehr als in Hamburg investieren sowohl der Staat als auch die Wirtschaft in Bayern und Baden-Württemberg seit Jahrzehnten in ihre Forschung. Das Ergebnis sind Innovationen, wirtschaftliches Wachstum und geringere Arbeitslosenquoten.

Bei dem vom Hamburger Senat beschlossenen Strukturwandel hin zu „grünen“ Technologien wird der Kooperation zwischen ingenieurwissenschaftlichen Forschung und der Wirtschaft eine zentrale Rolle beigemessen. Die TUHH wird diesen Prozess konstruktiv und mit großem Engagement begleiten. Doch die gesteckten Ziele können nur erreicht werden, wenn die Politik der Wissenschaft stärker als in der Vergangenheit hohe Priorität einräumt und eine angemessene, verlässliche staatliche Förderung sicherstellt.

Die TUHH fordert deshalb Senat und Bürgerschaft auf, an den Universitäten nicht zu sparen und stattdessen die Rolle der Wissenschaft als zentralen Motor für eine florierende Wirtschaft zu stärken.


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