Auszeichnung für TUHH-Wissenschaftler

22.02.2008

Auszeichnung für Dipl.-Ing. Stephan Fandrey; v.l.n.r.: Dr. Wolfgang Schrittenlacher, Dipl.-Ing. Stefan Fandrey, Prof. Dr. Hermann Rohling (Vizepräsident TUHH)
Auszeichnung für Dipl.-Ing. Stephan Fandrey; v.l.n.r.: Dr. Wolfgang Schrittenlacher, Dipl.-Ing. Stefan Fandrey, Prof. Dr. Hermann Rohling (Vizepräsident TUHH)
Foto: Jupitz/TUHH
Mit einem Preis für Studien-, Diplom- und Masterarbeiten und Dissertationen der Firma FAFNIR GmbH aus Hamburg wurde jetzt Stephan Fandrey (27) für seine herausragende und praxisorientierte Diplomarbeit ausgezeichnet. Der Preis wurde erstmals verliehen und ist mit 2.500 Euro dotiert.

Der Preis wurde von Dr. Wolfgang Schrittenlacher, Entwicklungsleiter der FAFNIR GmbH, im Beisein von Professor Dr. Herman Rohling, Vizepräsident der TUHH, im Rahmen einer Feierstunde im Institut für Mikrosystemtechnik der TUHH überreicht.

Die Diplomarbeit von Dipl.-Ing. Stephan Fandrey mit dem Titel "Optische Signalübertragung für eine intravaskuläre minimal-invasive hochauflösende Magnetresonanz-Sonde" wurde im Institut für Mikrosystemtechnik unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Jörg Müller durchgeführt. In der Arbeit wird ein patientensicheres Ortungs- und Diagnosesystem für die Bildgebung in der Magnetresonanztomographie (MRT) für eine minimal-invasive Therapie von Blutgefäßen entwickelt. Diese müssen derzeit noch mit Röntgenverfahren durchgeführt werden, die Patienten und Arzt mit Strahlung belasten. Das neue System ist nur wenige Kubikmillimeter klein und lässt sich in einen Katheter mit wenig mehr als einem Millimeter Durchmesser integrieren. Es erlaubt, Magnetresonanzsignale aus der unmittelbaren Umgebung der Katheterspitze aufzunehmen und so die Position der Spitze und das Gewebe dort genau zu analysieren. Da aufgrund der in der Magnetresonanztomographie erforderlichen Hochfrequenzfelder die Signalübertragung über metallische Leiter nicht möglich ist - sie würden sich im Hochfrequenzfeld unzulässig erwärmen - werden die MR-Signale optisch aus dem Körperinneren herausgeführt. In der Diplomarbeit wird gezeigt, dass sich mit dieser Mikrosystemtechnik solche Daten auf kleinstem Raum in nahezu gleicher Qualität gewinnen und übertragen lassen, ohne den Patienten zu gefährden.

Die FAFNIR GmbH mit Sitz in Hamburg-Altona ist ein führendes Unternehmen auf dem Gebiet der Tankstellen- und Umweltschutzsensorik. FAFNIR entwickelt und produziert seit mehr als 40 Jahren Abfüll- und Überfüllsicherungen, Grenzsignalsteuerungen, Gasdurchflusssensoren und kontinuierliche Füllstandmessungen für Kunden aus der Mineralöl-, Chemie-, Pharma- und Lebensmittelindustrie weltweit.

Mit dem in diesem Jahr initiierten Preis für hervorragende Abschlussarbeiten im Bereich der Sensortechnik möchte FAFNIR Nachwuchswissenschaftler an der TUHH fördern und darauf aufmerksam machen, dass von einer intensiven Zusammenarbeit beide Seiten - sowohl Forschung und Lehre als auch die Industrie - profitieren.



TUHH - Public Relations Office
Ingrid Holst
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