„Maritim | Wissenschaft trifft Wirtschaft“

TUHH-Wissenschaftler tauschen sich mit Unternehmern der maritimen Branche aus

11.05.2015

Den Austausch zwischen Wissenschaft und maritimer Branche fördert eine neue Diskussionsveranstaltung an der TUHH
Den Austausch zwischen Wissenschaft und maritimer Branche fördert eine neue Diskussionsveranstaltung an der TUHH Foto: MCN

Zur Intensivierung des Austauschs zwischen Wissenschaft und Wirtschaft haben die Technische Universität Hamburg (TUHH) und das Maritime Cluster Norddeutschland die Vortrags- und Diskussionsveranstaltung „Maritim | Wissenschaft trifft Wirtschaft“ ins Leben gerufen. Die Veranstaltungsreihe richtet sich an Wissenschaftler von Hochschulen und Unternehmensvertreter mit dem Ziel, ein Forum zum Informationsaustausch über aktuelle maritime Themen zu bieten.
65 Teilnehmende aus der Schifffahrtsbranche zählte das erste Treffen an der TUHH. Es referierten die TUHH-Professoren Stefan Krüger (Leiter des Instituts Entwerfen von Schiffen und Schiffssicherheit) und Moustafa Abdel-Maksoud (Leiter des Instituts Fluiddynamik und Schiffstheorie) zu dem Thema Schiffssicherheit im Schiffsentwurf. An der TUHH beschäftigen sich Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen an zwölf Instituten mit dem Forschungsschwerpunkt „Maritime Systeme“. In der Sparte „Effizientere und sicherere Schiffe“ forscht die TUHH in Themengebieten wie Produktionsverfahren, optimale Rumpfform oder der Energieeffizienz von Schiffen. Auf Unternehmensseite stellten Oliver Lorkowski von der Flensburger Schiffbau-Gesellschaft und Henning Luhmann von der Meyer Werft ihre jeweiligen Projekte u.a. aus der Fähr- und Kreuzschifffahrt vor.

Grafik: Maritimes Cluster Norddeutschland/MCM

Organisiert hatten die Veranstaltung Jessica Werner, Leiterin der Geschäftsstelle Hamburg des Maritimen Cluster Norddeutschland (MCN), und Dr. Sven-Brian Müller (TUHH). Das MCN agiert als Branchennetzwerk der maritimen Wirtschaft der Länder Hamburg, Bremen, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Jessica Werner: „Durch den direkten Kontakt zu den Unternehmen und durch Veranstaltungen zu bestimmten Themen erhält die Wissenschaft Kenntnis über die Entwicklungsbedarfe der Unternehmen. Die Unternehmen ihrerseits sichern sich die neusten Erkenntnisse und Technologieansätze der Wissenschaft. So werden Voraussetzungen für Wissenschaft und Wirtschaft geschaffen, im engen Schulterschluss produkt- und marktgerechte Projekte zu entwickeln.“
Das es nicht immer leicht ist, einen gemeinsamen Weg zu finden, bestätigte Professor Krüger, Sprecher des TUHH Forschungsschwerpunkts Maritime Systeme. Er sprach zu Fragen der aktuellen Schiffssicherheit: „Wir als Universität finden nicht immer die Themen wichtig, die für sie als Unternehmer wichtig sind. Doch die wesentlichen Aufgaben müssen wir gemeinsam anfassen. Dazu zählt auch die Sicherheit von Schiffen, für die es oftmals Regelungen gibt, die völlig kontraproduktiv für die Industrie sind und das Gegenteil vom Gewollten erreichen.“ Sein Fazit zur Veranstaltung: „Die von den Teilnehmern im Anschluss an die Vorträge zahlreich gestellten Fragen, zeugten einerseits von großer Fachkenntnis des Auditoriums und andererseits von dem Bedürfnis den aktuellen Entwicklungen in diesem Forschungsbereich noch näher zu kommen.“ Im Anschluss an das erste Treffen nutzten die Vertreter aus Wissenschaft und Wirtschaft intensiv die Gelegenheit des Erfahrungsaustauschs.

See also: www.maritimes-cluster-nord.de


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