Von Supercomputern und Quantentechnologie

Future Lecture an der TU Hamburg

12.04.2023

Rund 150 Interessierte besuchten die Future Lecture an der TU Hamburg am 12. April 2023.
Rund 150 Interessierte besuchten die Future Lecture an der TU Hamburg am 12. April 2023. Foto: TU Hamburg

Die Erwartungen an Quantencomputer sind hoch: sie sollen in Minuten Berechnungen und Simulationen durchführen, für die herkömmliche Computer Monate bis Jahre benötigen. Potentielle Anwendungsbereiche sind vielfältig und reichen von der Entwicklung von neuen Materialien bis zur Optimierung von logistischen Prozessen. Welche Ziele mit dem Thema Quantencomputing verbunden sind, stellte Professor Martin Kliesch in der Future Lecture "Quantum Computing – Ziele und Fakten" an der Technischen Universität Hamburg vor. Die Veranstaltung am 12. April 2023 lockte etwa 150 Interessierte in den Hörsaal im Audimax II.

Mit der Future Lecture hielt Kliesch auch gleichzeitig seine Eintrittsvorlesung als Neuberufener für die Fujitsu-Stiftungsprofessur "Quantum Inspired and Quantum Optimization". Er stellte die Grundidee des Quantencomputings vor, gab einen Einblick in den aktuellen Status der Forschung und sprach über Ziele und Hoffnungen für die Zukunft des Quantum Computing. Kliesch berichtete beispielsweise, man gehe stark davon aus, dass Quantenalgorithmen exponentiell schneller sein können als klassische Algorithmen. Das Internet besonders schnell durchsuchen könne man mit einem High-End-Quantencomputer hingegen etwa nicht. Simulationen der Natur wiederum nannte er als sehr wahrscheinliches mögliches Feld des Quantencomputings. Außerdem wurde das Feld aus Sicht der Industrie beleuchtet. Frank Fehlau, Strategic Account Director bei Fujitsu und Christian Wiebus, Senior Director New Business and Innovation bei NXP Semiconductors, gaben Einblicke in die Potenziale des Quantum Computing und zeigten auf, welche Rolle Hamburg als Standort dieser Zukunftstechnologie spielt. Fujitsu-Vertreter Fehlau betonte am Mittwoch, dass die Stiftungsprofessur ein hohes Maß an Industrierelevanz habe. „Gerade für Forschungs- und Entwicklungsvorhaben ist es notwendig, starke wissenschaftliche Partner an der Seite zu haben“, sagte Fehlau. Wiebus sprach Ionenfallen als ein Entwicklungsgebiet von NXP an.

Prof. Martin Kliesch, Frank Fehlau (Fujitsu), Prof. Irina Smirnova (TU-Vizepräsidentin Forschung) und Christian Wiebus (NXP) bei der Future Lecture. (v.l.n.r.)
Prof. Martin Kliesch, Frank Fehlau (Fujitsu), Prof. Irina Smirnova (TU-Vizepräsidentin Forschung) und Christian Wiebus (NXP) bei der Future Lecture. (v.l.n.r.) Foto: TU Hamburg

Beim anschließenden Get-together gab es außerdem eine Posterausstellung von thematisch relevanten Forschungsarbeiten an der TU Hamburg.

Weitere Informationen unter https://www.tuhh.de/quantum/welcome


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