Nachwuchswissenschaftlerin Katharina Klioba ist fünfte GAMM-Juniorin der TU Hamburg

30.08.2021

Katharina Klioba wird für zwei Jahre als GAMM-Juniorin gefördert.
Katharina Klioba wird für zwei Jahre als GAMM-Juniorin gefördert. Foto: Eva Häberle/TU Hamburg.

Mit ihrer hervorragenden wissenschaftlichen Arbeit überzeugte Katharina Klioba von der Technischen Universität Hamburg eine Auswahlkommission der Gesellschaft für Angewandte Mathematik und Mechanik e.V. (GAMM). Von 2022 bis 2024 wird die Wissenschaftliche Mitarbeiterin nun als eine von insgesamt zehn neuen GAMM-Junioren gefördert. Damit ist sie die fünfte ausgewählte TU-Wissenschaftlerin seit 2011.

GAMM-Junioren sind junge Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler, die sich durch herausragende Leistungen in Master-, Diplom-, oder Doktorarbeiten auf dem Gebiet der Angewandten Mathematik oder Mechanik auszeichnen. So befasst sich die 24-jährige Katharina Klioba insbesondere mit der numerischen Approximation sogenannter Evolutionsgleichungen. Mit dieser Art von Differentialgleichung lässt sich eine Vielzahl technischer Phänomene beschreiben, wie zum Beispiel die Ausbreitung von Wärme. Darüber hinaus werden diese Gleichungen auch in der Biologie oder im Finanzwesen verwendet. Meist sind sie allerdings so komplex, dass sie mit numerischen Verfahren auf dem Computer gelöst werden müssen. Ihr Ziel ist es, Bedingungen an die Gleichung und an das numerische Verfahren herzuleiten, unter denen diese gute Annäherungen an den exakten Werten liefern. „Wichtig ist mir hierbei, zu beschreiben, um wie viel die Computerlösung von der eigentlichen Lösung abweicht. Erst, wenn diese Garantien vorliegen, können Verfahren in der Praxis sinnvoll angewandt werden.“, erklärt die Wissenschaftlerin ihre Arbeit.

Von 2014 bis 2020 studierte Katharina Klioba Technomathematik an der TU Hamburg und der Universität Hamburg. Seitdem arbeitet sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl Angewandte Analysis des Instituts für Mathematik mit Dr. habil. Christian Seifert und TU-Professor Marko Lindner. Bereits im Studium zeigte sich ihr Interesse an Forschung, weshalb sie Forschungs- und Studienaufenthalte in Frankreich und Italien absolvierte. 2019 wurde ihre Bachelorarbeit zu stochastischen Näherungsverfahren in der Elektrotechnik mit dem Karl H. Ditze-Preis ausgezeichnet.

Die GAMM ist ein Verein zur Förderung der wissenschaftlichen Arbeit. Er wurde 1922 durch den Ingenieur Ludwig Prandtl und den Mathematiker Richard von Mises gegründet. Ziel der GAMM ist die Pflege und Förderung der wissenschaftlichen Arbeit und der internationalen Zusammenarbeit in der Angewandten Mathematik sowie auf allen Teilgebieten der Mechanik und Physik. Schwerpunkte der Arbeit sind unter anderem die numerische Mathematik, die Festkörpermechanik, die Aerodynamik und Strömungsmechanik sowie die Stochastik.

Weitere Informationen unter www.gamm-ev.de


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