Berufsorientierung goes digital: Berufe erleben beim NachwuchsCampus

22.07.2021

Schülerinnen und Schüler lernen im Projekt NachwuchsCampus den Prozess der Lackherstellung kennen.
Schülerinnen und Schüler lernen im Projekt NachwuchsCampus den Prozess der Lackherstellung kennen. Foto: Mankiewicz

Wie soll es nach der Schule weitergehen? Das fragen sich viele Jugendliche, wenn der Abschluss naht. Die Suche nach dem Traumberuf ist eine zentrale Entscheidung in ihrem Leben, viele spannende Berufe und mögliche Karrierewege bleiben oft unentdeckt. In Zeiten der anhaltenden Corona-Pandemie und der mit ihr verbundenen Unsicherheit gilt das umso mehr. Gut, dass es Initiativen wie den NachwuchsCampus gibt, die die Schülerinnen und Schüler durch Praxisprojekte bei ihrer Berufsorientierung unterstützen.

Das Projekt NachwuchsCampus wurde an der Technischen Universität Hamburg von KINDERFORSCHER AN DER TUHH und dem Wirtschaftsverein für den Hamburger Süden e.V. 2013 ins Leben gerufen und wird seit 2016 von der Behörde für Wirtschaft und Innovation der Stadt Hamburg gefördert. Es hat das Ziel, Jugendliche für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (kurz MINT) zu begeistern und hilft, Berufe kennenzulernen, in denen diese Interessengebiete konkret angewendet werden – auch in Corona-Zeiten. In dem stark praxisorientierten Leuchtturmprojekt erhalten die Jugendlichen durch eine Kombination aus Experimenten in der Schule und (digitalen) Besuchen bei Unternehmen einen umfassenden Einblick in einzelne Berufsbilder.

Auch in diesem Jahr haben die Schülerinnen und Schüler im Rahmen von Kooperationsprojekten verschiedene Unternehmen aus den Bereichen Technik und Naturwissenschaften kennengelernt. Um den aktuellen Herausforderungen zu begegnen, hat der Nachwuchscampus dabei neue Wege eingeschlagen und die vielfältigen digitalen Möglichkeiten genutzt. In der MINT-Berufsorientierungs-Reihe konnten Schülerinnen und Schüler zudem über eine digitale Veranstaltungsreihe direkt mit Azubis und Studierenden in Kontakt treten. Auf dem Instagram-Kanal @mint_nachwuchscampus und auf www.nachwuchscampus.de werden zusätzlich regelmäßig Berufsbilder passend zu MINT-Unterrichtsfächern vorgestellt. Der Kerngedanke des Projekts blieb also unverändert: Die Berufsorientierung von Jugendlichen soll mit der Nachwuchsförderung von Unternehmen verbunden werden.

Als langjähriger Partner war in diesem Jahr der Hamburger Lackhersteller Mankiewicz Gebr. & Co (GmbH & Co.KG) erneut Teil des NachwuchsCampus-Projekts. Den Schülerinnen und Schülern des Heilwig-Gymnasiums in Hamburg-Alsterdorf bot sich die Möglichkeit, verschiedene Ausbildungsberufe und Berufsperspektiven in der Chemischen Industrie kennenzulernen. In ihrem Unterricht recherchierten die Jugendlichen Informationen zum kooperierenden Betrieb und den vielfältigen Einsatzgebieten von Lack speziell in den Branchen Automobil, Luftfahrt und Allgemeine Industrie. Ihre Ergebnisse präsentierten sie in einem digitalen Treffen den Auszubildenden und Mitarbeitenden des weltweit agierenden Familienunternehmens. „Ich persönlich hatte bisher nie die Möglichkeit, Mitarbeitern oder Azubis direkt Fragen zu stellen. Wie ist es überhaupt, in so einem Betrieb zu arbeiten? Genau dazu konnte ich in diesem Projekt viel erfahren, da die Azubis bei Mankiewicz sich Zeit für uns genommen haben. Ich hatte irgendwie eine direkte Identifikation mit dem Berufsfeld, das war toll.“, so die Teilnehmerin Liv (17 Jahre). Ergänzt wurde das Projekt durch anschauliche und alltagsbezogene Experimente, die mit dem Berufsbild verbunden sind und an den Schulen vor Ort durchgeführt wurden. Nicht nur die Gymnasiasten zeigen sich begeistert vom NachwuchsCampus, sondern ebenso das Unternehmen Mankiewicz. „Es ist immer wieder spannend, jungen Talenten vielseitige Ausbildungsberufe vorzustellen und sie für die Perspektiven in der innovativen Lackwelt zu begeistern.“, so Carola Schilling aus der Personalabteilung bei Mankiewicz.

Informationen zum NachwuchsCampus: Ina Klose, Projektkoordination NachwuchsCampus, ina.klose@tuhh.de, 040 428784082, www.nachwuchscampus.de

Text: Mankiewicz, Stefan Collet, stefan.collet@collet-cc.de


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