Die digitale Infrastruktur sicherstellen

Christian Dietrich ist neuer Professor an der TU Hamburg

14.06.2021

Christian Dietrich ist Juniorprofessor und Leiter des Instituts für Operating Systems an der Technischen Universität Hamburg.
Christian Dietrich ist Juniorprofessor und Leiter des Instituts für Operating Systems an der Technischen Universität Hamburg. Foto: privat

Die Digitalisierung professionell und sicher auszugestalten ist eine Aufgabe, die spätestens seit Corona im beruflichen und privaten Kontext an Dringlichkeit gewonnen hat. Die Menschen arbeiten von zuhause aus, kaufen online ein und chatten über Videos mit ihren Freunden und Familien. Als Experte an der Schnittstelle von Hard- und Software weiß Christian Dietrich, was es braucht, um die digitale Infrastruktur dauerhaft, störungsfrei und über Jahrzehnte hinweg betreiben zu können. Sein Wissen teilt er nun als Juniorprofessor und Leiter des Instituts für Operating Systems an der Technischen Universität Hamburg.

Vermittler zwischen Anwender und Rechner

„Wenn Sie von Ihrem Betriebssystem etwas mitbekommen, dann habe ich etwas falsch gemacht“, sagt Christian Dietrich über seine Forschung. Denn der Wissenschaftler beschäftigt sich mit so genannten Operating Systems. Diese sorgen dafür, dass sich Smartphone und Computer überhaupt erst starten lassen und Anwender Texte schreiben, Apps nutzen oder auch Musik abspielen können. „Mit meiner Forschung vermittle ich zwischen den Bauteilen eines Computers, wie zum Beispiel zwischen Tastatur und Maus und der Software, also vorrangig Computer-Programmen wie „Word“ oder „Powerpoint“, erklärt der Juniorprofessor.

Technik im Hintergrund

An der TU arbeitet Dietrich an einem Projekt, das Softwareupdates reibungsloser und schneller umsetzen soll. „Je besser das funktioniert, desto höher ist die Servicequalität des Systems und ein gefahrloser Betrieb der digitalen Infrastruktur kann sichergestellt werden“, so der Wissenschaftler. Um das zu erreichen, will Dietrich verschiedene Versionen eines Programmes virtuell überlagen. Damit könnten Updates künftig parallel ausgeführt werden, ohne aktuelle Rechenaktivitäten zu stören oder zu unterbrechen. „Mein Ziel ist eine verlässliche Technik, von der der Kunde nichts bemerkt aber profitiert“, sagt der Juniorprofessor.

Dietrichs wissenschaftliche Karriere begann mit einem Studium der Informatik an der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg. Nach der Promotion an der Leibniz Unviversität Hannover im Jahr 2019, zog der gebürtige Franke an die Elbe um das neue TU-Institut für Operating Systems aufzubauen und zu leiten. An Hamburg gefallen ihm besonders die Harburger Berge und Franzbrötchen. Seine Freizeit verbringt er am liebsten auf dem Fahrrad oder beim Brot backen.

Weitere Informationen unter https://osg.tuhh.de/index.html


TUHH - Pressestelle
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