Doktoranden Workshop "Bauwerke im und am Wasser"

27.02.2014

Teilnehmer und Teilnehmerinnen des Doktorandenworkshops "Bauwerke im und am Wasser"  
Teilnehmer und Teilnehmerinnen des Doktorandenworkshops "Bauwerke im und am Wasser"  Foto: TUHH/Brinkmann

Groß ist die Diversität in der „Bauwerkforschung“ der Technischen Universität Hamburg. Hafenanlagen, Brücken, Wohnhäuser am Wasser und Windkraftanlagen im Meer - damit solche Bauwerke im und am Wasser den Elementen dauerhaft trotzen können, ist innovative Forschung unentbehrlich. Der TUHH-Forschungsschwerpunkt „Bauwerke im und am Wasser” wird daher über viele Jahre mit anspruchsvollen und komplexen Fragestellungen eingedeckt sein.
Einen Einblick in die Vielfalt der Themen und Disziplinen in diesem Bereich gibt der Doktoranden-Workshop, der heute, 27. Februar 2014, an der TUHH stattfindet. Zur Eröffnung des Workshops sprechen Prof. Dr.-Ing. Frank Schmidt-Döhl (Sprecher des FSP), Dipl.-Ing. Sven-Brian Müller (Forschungskoordinator) und Dr. Krista Schölzig (Koordinatorin Graduiertenakademie für Technologie und Innovation). Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops sind Doktoranden und Doktorandinnen aus den TUHH-Instituten für Wasserbau, Massivbau, Geotechnik und Baubetrieb sowie dem Institut für Baustoffe, Bauphysik und Bauchemie und dem Institut für Technik, Arbeitsprozesse und Berufliche Bildung. Insgesamt gehören acht Institute dem Forschungsschwerpunkt an.

Die Vielseitigkeit des Forschungsschwerpunkts spiegelt sich in der Themenbreite der Promotionsarbeiten. Neun Doktoranden kommen auf dem Campus zusammen und stellen während des eintägigen Workshops ihre Forschungsarbeiten vor und zur Diskussion. Es ist die Gelegenheit, sich institutsübergreifend mit Kollegen und Kolleginnen auszutauschen und ein Netzwerk aufzubauen.
Unter anderem stellt Lina Nguyen, Doktorandin am Institut für Baustoffe und Bauchemie, ihre Arbeit zum Thema "Betoninstandsetzung unter Wasser - Mörtelentwicklung und Applikationstechniken" vor. Betonbauteile unter Wasser wurden und werden in großer Anzahl hergestellt und nehmen durch die Offshore-Bautätigkeit weiter zu. Dadurch steigt der Instandsetzungsbedarf. Doch sind die aktuellen Instandsetzungsverfahren mit erheblichen Nutzungseinschränkungen und hohen Kosten verbunden. "Ziel des Projektes ist es, die wissenschaftlichen Grundlagen für eine Betoninstandsetzung durch Mörtelauftrag unter Wasser ohne die Notwendigkeit einer Schalung und einer Trockenlegung des Bauteils zu erarbeiten. Die wichtigsten Arbeitsschritte dazu sind die Entwicklung eines Applikationsverfahrens und die darauf abgestimmte Mörteloptimierung. Dazu sollen neue Applikationstechniken sowie Mörtelrezepturen und –herstellungsverfahren erprobt und optimale Verfahrensparameter und Randbedingungen ermittelt werden", so Nguyen.

Kristof Heitmann promoviert am TUHH-Institut für Modellierung und Berechnung. Er stellt die Arbeit "Vorhersage des Unterwasserschalls bei Offshore-Rammarbeiten unter Berücksichtigung von Schallminderungsmaßnahmen" zur Diskussion. "Im Rahmen des massiven Ausbaus der Offshore-Windenergie gewinnt der Schutz der Meeresumwelt vor anthropogenem Lärm immer mehr an Bedeutung. Um speziell Meeressäuger, wie den Schweinswal, schon während der Errichtung von Windenergieanlagen zu schützen, wurden vom Umweltbundesamt maximal zulässige Werte sowohl für den Einzelereignispegel (SEL) als auch für den Spitzenpegel (SPLpeak) erlassen. Ein präzises numerisches Berechnungsmodell für Offshore-Rammschallemissionen ist hierbei aus zwei Gründen von besonderer Bedeutung: Zum einen für die Abschätzung der zu erwartenden Pegel geplanter Windparks durch die Zulassungsbehörden, zum anderen zur Optimierung von Schallschutzsystemen, um kostenintensive Offshore-Tests zu vermeiden."

Das Programm des Workshops sowie die Titel der Promotionsarbeiten sind einzusehen unter: http://www.tuhh.de/fspbau/termine.html


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