TUHH ist Gründerhochschule und freut sich über 2,7 Millionen Euro

Hamburgs starke Universität im Süden der Stadt will unternehmerischer, innovativer und flexibler werden

14.01.2013

So sehen Sieger aus: v.l.n.r.: Prof. Christian Lüthje, Dr. Helmut Thamer, Sebastian Rösch, Dr. Ulrike Kirchner, Prof. Thomas Matzen, TU-Präsident Professor Garabed Antranikian, Dr. Ralf Grote
So sehen Sieger aus: v.l.n.r.: Prof. Christian Lüthje, Dr. Helmut Thamer, Sebastian Rösch, Dr. Ulrike Kirchner, Prof. Thomas Matzen, TU-Präsident Professor Garabed Antranikian, Dr. Ralf Grote
Foto: TUHH / Dr. Ralf Grote

Erfolgreich setzte sich die Technische Universität Hamburg (TUHH) im bundesweiten Wettbewerb "EXIST-Gründungskultur - Die Gründerhochschule" durch. Als einer von zwölf Siegern erhält sie zur Umsetzung ihres eingereichten Konzepts auf dem Gebiet des Unternehmertums in Forschung, Lehre und Praxis in den kommenden fünf Jahren 2,7 Millionen Euro aus dem EXIST-Fördertopf des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi). Beworben an dem vom Bundesministerium ausgerichteten Wettbewerb hatten sich 49 Hochschulen.

Ziel der erfolgreichen Universität ist es, noch besser als bisher die Bedingungen für Unternehmensgründungen aus der Wissenschaft zu verbessern und Gründungsvorhaben optimal zu begleiten. Dazu TU-Präsident Professor Garabed Antranikan: "Die TUHH soll in der Metropolregion Hamburg und möglichst auch bundesweit als Gründerhochschule wahrgenommen werden. Sämtliche Neuerungen, die die TUHH mit Hilfe der Fördergelder auf den Weg bringt, werden innovative Gründungen in der Frühphase ihrer Entwicklung optimal fördern und nachhaltig ein positives Gründungsklima auf dem Campus und in der Region schaffen."

Anvisiert sei, so Professor Christian Lüthje, federführender Koordinator des EXIST-Antrags, eine Verdoppelung der Ausgründungen ab 2017 und eine Verdreifachung bis 2022 in den Kompetenzfeldern 'Green Technologies', 'Life Science Technologies' sowie 'Aviation and Maritime Systems'. "Der Fokus liegt auf Firmen mit Wachstumspotential, die sich auf die Schaffung von Arbeitsplätzen ausrichten", so Professor Lüthje. Schließlich ist es formuliertes Ziel der Hamburger Gründerhochschule, dass ein überdurchschnittlicher hoher Anteil ihrer Absolventen - nämlich mindestens 10 Prozent innerhalb der ersten zehn Jahre nach Abschluss des Studiums - ein Unternehmen gründen und Mitarbeiter einstellen.

V.l.n.r.: Prof. Thomas Matzen, Prof. Christian Lüthje, Prof. Sönke Knutzen, Präsident der TU Prof. Garabed Antranikian, Dr. Ralf Grote, Prof. Viktor Sigrist.
V.l.n.r.: Prof. Thomas Matzen, Prof. Christian Lüthje, Prof. Sönke Knutzen, Präsident der TU Prof. Garabed Antranikian, Dr. Ralf Grote, Prof. Viktor Sigrist.
Foto: TUHH / Sarah El Jobeili

Gebündelt werden sämtliche Maßnahmen zur Förderung des Unternehmertums, darunter auch Gründungsberatung und -lehre, unter dem Dach der neuen Marke "Startup Dock". "Neu sein wird die Stärkung der kompetenzorientierten Lehre an der TU im Bereich Entrepreneurship (Unternehmertum)", sagt Professor Sönke Knutzen, Vizepräsident Lehre. Das Lehrprogramm für Ingenieurwissenschaften mit Gründerpotenzial soll möglichst viele Studierende ansprechen. "Langfristig sollen sich Studienbewerber für die TUHH entscheiden, weil dort eine umfassende Entrepreneurship-Ausbildung neben der ingenieurwissenschaftlichen Ausbildung angeboten wird", betont der Vizepräsident Lehre. Die Ausbildung wird alle Fachkompetenzen vermitteln, die angehende Gründer benötigen, um erfolgreich zu sein. Neben den Bereichen Markt- und Wettbewerbsanalyse, Finanzplanung, Steuer-, Handels-, Patent- und Personalrecht werden außerdem soziale Kompetenzen in den Bereichen Verhandlungsführung, Kommunikation, Teamarbeit, Personal und Konfliktlösung vermittelt. Bei der Entwicklung des Programms spielt das Zentrum für Lehre und Lernen (ZLL) eine entscheidende Rolle, vor allem bei den Themen Kompetenzorientierung und Lehrinnovation.

"Die Auszeichnung ist ein großer Erfolg. Sie bestätigt die bisher schon erfolgreiche Arbeit in der Gründerförderung und motiviert uns sehr bei unseren ehrgeizigen Zielen", sagt Dr. Ralf Grote, Leiter des Präsidialbereichs. "Besonders freut mich die Unterstützung durch die Privatwirtschaft aus der Region, die den Aufbau des Startup Docks in den nächsten fünf Jahren mit über 1 Mio. Euro fördern wird. Die zusätzlich eingeworbenen Mittel, u.a. von der Sparkasse Harburg-Buxtehude, waren ein entscheidender Erfolgsfaktor bei der Antragstellung und kommen nun gründungswilligen Absolventen der TUHH zugute", so Dr. Grote.

Sechs Monate hatten das Team unter Leitung von Professor Christian Lüthje vom TU-Institut für Marketing und Innovation den Förderantrag konzipiert und die Maßnahmen zur Schaffung einer Kultur für Unternehmensgründungen an der Universität zusammengestellt. Die Präsentation des Konzepts in Berlin übernahmen TU-Präsident Professor Garabed Antranikian, Professor Sönke Knutzen (Vizepräsident Lehre), Professor Christian Lüthje (Koordinator und Dekan), Dr. Ralf Grote (Leiter des Präsidialbereichs), Sebastian Rösch (Student der TUHH und des NIT) und Thomas Matzen (Honorarprofessor an der TUHH, Unternehmer und Stifter).


TUHH - Pressestelle

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