Hamburger TU-Student ist Träger des Fafnir-Preises 2012

20.03.2012

Der Preisträger Christian Deselaers sowie Dr. Wolfgang Schrittenlacher, die TUHH-Professoren Arne Jacob (von links), Jörg Müller und Annika Liebl, Auszubildende bei Fafnir.
Der Preisträger Christian Deselaers sowie Dr. Wolfgang Schrittenlacher, die TUHH-Professoren Arne Jacob (von links), Jörg Müller und Annika Liebl, Auszubildende bei Fafnir.
Foto: TUHH

Christian Deselaers ist Träger des Fafnir-Preises 2012. Der 24-jährige Diplomingenieur der Technischen Universität Hamburg-Harburg (TUHH) erhielt die mit 1500 Euro dotierte Auszeichnung am Freitag, dem 16. März 2012.

Der Preis wurde von Dr. Wolfgang Schrittenlacher, dem ehemaligen Entwicklungsleiter der Fafnir GmbH, im Beisein von Professor Dr. Arne Jacob, Dekan der Elektrotechnik, Informationstechnik und Mathematik der TUHH, im Rahmen einer Feierstunde überreicht.

Der gebürtige Hamburger Christian Deselaers entwickelte in seiner Studienarbeit ein neuartiges Pulsoximeter zur simultanen Messung sowohl der Sauerstoffkonzentration als auch der Pulsfrequenz von Patienten. Die Studienarbeit wurde am Institut für Mikrosystemtechnik unter Betreuung von Prof. Dr.-Ing. habil. Jörg Müller sowie dem Diplomingenieur Klaus Dembowski erstellt.

Pulsoximeter sind zur nichtinvasiven Überwachung der wichtigsten Parameter – wie der Herz-Kreislauf-Funktion und der Sauerstoffsättigung im Blut – seit vielen Jahren im mobilen und klinischen Einsatz. Besonders in der Rehabilitationsphase sind energiesparsame Messsysteme, die extrem geringe Leistungverbrauchen, wichtig. Dieser Anspruch erfordert in vielen Teilbereichen der Messelektronik und besonders bei der Softeware für die Auswertung eine grundsätzlich andere Herangehensweise.

Der 24-jährige Preisträger Christian Deselaers baute noch während seines Studiums der Elektrotechnik an der TUHH auf der Basis bestehender Systeme ein sowohl in der Hard- als auch Software neues Pulsoximeter auf. Gegenüber herkömmlichen Systemen ist der Energiebedarf deutlich verringert. Deselaers lieferte außerdem den wissenschaftlichen Nachweis für den Erfolg seiner Neukonstruktion mit. Seine Technologie für ein – in einem „Embedded System“ – ist jetzt die Grundlage für die Entwicklung eines Pulsoximeters für den Markt, der über mehrere Tage mobil betrieben werden kann und seine Messdaten über eine Funkschnittstelle zum Beispiel an Smartphones sendet.

Deselears arbeitet seit einem Monat als Entwicklungsingenieur bei der Firma Durag GmbH in Hamburg. Dort ist der gebürtige Hamburger für die Weiterentwicklung von Flammenwächtern zuständig, die die Flammenerkennung in Großkraftwerken übernehmen.

Die Fafnir GmbH mit Sitz in Hamburg-Altona ist ein führendes Unternehmen auf dem Gebiet der Tankstellen- und Umweltschutzsensorik. Fafnir entwickelt und produziert seit mehr als 40 Jahren Abfüll- und Überfüllsicherungen, Grenzsignalsteuerungen, Gasdurchflusssensoren und kontinuierliche Füllstandmessungen für Kunden aus der Mineralöl-, Chemie-, Pharma- und Lebensmittelindustrie weltweit.

Mit dem in 2008 initiierten Preis für hervorragende Abschlussarbeiten im Bereich der Sensortechnik möchte Fafnir talentierten Ingenieurnachwuchs an der TUHH fördern und auf den für beide Seiten, Wissenschaft und Wirtschaft, hohen Stellenwert einer intensiven Zusammenarbeit hinweisen.

http://www.tu-harburg.de/mst

Für Rückfragen:
TU Hamburg-Harburg
Institut für Mikrosystemtechnik
Prof. Dr.-Ing. habil Jörg Müller
Tel. 040 42878 3029
E-Mail: j.mueller@tuhh.de


TUHH - Pressestelle

Fax: +49 40 428 78 2366