20 Jahre TUHH - Eine Erfolgsgeschichte für Hamburg-Harburg

26.05.1998

 

Mit einer akademischen Festveranstaltung feiert die Technische Universität
Hamburg-Harburg (TUHH) am Mittwoch, 27. Mai 1998, ihren 20. Geburtstag.
Die Zweite Bürger-meisterin und Wissenschaftssenatorin Krista Sager
wird an der hochschulöffentlichen Senatssitzung teilnehmen. Der langjährige
Gründungspräsident Prof. Dr. Hans Günter Danielmeyer wird
die Festansprache halten.

Die TUHH wurde 1978 mit dem Ziel gegründet, die technisch-wissenschaftliche
Kompe-tenz der Region zu stärken. Forschungspriorität, Interdisziplinarität,
Innovation und Regionalität sind ihr Gründungsauftrag. War die
TUHH zunächst nur als Forschungs-universität konzipiert, wurde
auf Betreiben der Professorenschaft 1982 der Lehrbetrieb aufgenommen und
seitdem systematisch auf- und ausgebaut.

In enger Abstimmung mit den wachsenden Forschungsaktivitäten erfolgte
der Aufbau einer Reihe ingenieurwissenchaftlicher Studiengänge. Die
TUHH bietet an in den Be-reichen Maschinenbau, Elektrotechnik, Verfahrenstechnik,
Städtebau/Stadtplanung (ab 5. Semester), Bauingenieurwesen und Allgemeine
Ingenieurwissenchaften. Neu sind die Studienrichtungen Materialwissenschaft
und Informatik-Ingenieurwesen. Außerdem beteiligt sich die TUHH an
den hochschulübergreifenden Studiengängen Wirtschaftsin-genieur
und Schiffbau mit der Universität und der Fachhochschule Hamburg.
Ebenso findet die Ausbildung angehender Gewerbelehrer und -innen in den
technischen Fä-chern an der TUHH statt.

Die TUHH ist aber nach wie vor in erster Linie eine Forschungsuniversität
mit nationa-lem und internationalem Renommee. Nach dem Ranking der Deutschen
Forschungs-gemeinschaft (DFG) steht die TUHH bei der Einwerbung von Drittmitteln
pro Wissen-schaftler auf dem 4. Platz. Als erfolgreich erwiesen hat sich
in diesem Zusammenhang die ungewöhnliche Gliederung der TUHH nicht
in enge Fakultäten, sondern in sechs interdisziplinäre (fächerübergreifende)
Forschungsschwerpunkte: Stadt, Umwelt und Technik, Systemtechnik, Bautechnik
und Meerestechnik, Informations- und Kommuni-kationstechnik, Werkstoffe-Konstruktion-Fertigung
sowie Verfahrenstechnik und Ener-gieanlagen. Um die wirtschaftlich nutzbaren
Technologien besser in die Region zu transferieren, wurden die vielfäligen
Kooperationen bereits 1992 in eine TUHH-eigene Technologie GmbH konzentriert.
 

Aktuell
1.200 Wissenschaftlerinnen, Wissenschaftler, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
darun-ter rund 100 Professorinnen und Professoren, lehren und forschen
zur Zeit an der TUHH. Sie betreuen in sechs Forschungsschwerpunkten rund
3.800 Studierende. Die Professorinnen und Professoren werben jährlich
rund 40 Mio DM an Forschungsmitteln ein. Auch in dieser Zahl zeigt sich
die innovative Kraft der TUHH. In der Lehre geht die TUHH ebenfalls neue
Wege. So hat sie modularisierte Studiengänge (u.a. "Allgemeine Ingenieurwissenschaften")
geschaffen, die nach sechs Semestern mit einem dem an-gelsächsischen
Standard entsprechenden Abschluß (Bachelor) beendet werden kön-nen.
Dieser Abschluß eröffnet einen ersten Einstieg ins Arbeitsleben.
Mit der Einfüh-rung von gestuften Studienabschlüssen und konsequent
studienbegleitenden Prüfun-gen macht die TUHH einen weiteren wichtigen
Schritt einer zukunftsweisenden Studi-enreform, ebenso mit der konsequenten
Internationalisierung ihrer Studiengänge.

Vorgeschichte der TUHH:
1767 Gründung der ersten Hochschule in Hamburg, der heutigen Hochschule
für bildende Künste
1875 Gründung der ersten Technischen Hochschule Deutschlands in
Berlin
1919 Gründung der Universität Hamburg
1928 Altonas Oberbürgermeister Max Brauer veröffentlicht
die Denkschrift "Die Technische Hochschu-le an der Niederelbe"
1971 Einsetzung der Enquete-Kommission der Bürgerschaft zur Vorbereitung
der Gründung einer zweiten wissenschaftlichen Hochschule in Hamburg
1974 der Hamburger Senat beruft eine interdisziplinär zusammengesetztes
Sachverständigengremium zur Vorbereitung der Fächer-Grobstruktur
von Hochschuleinrichtungen in Hamburg-Harburg
1978 am 12. Mai 1978 einstimmiger Beschluß der Bürgerschaft
für das Gesetz über die Errichtung der Technischen Universität
Hamburg-Harburg (verkündet am 22.05.78)

Aktuelle Merkmale:
· Der "Deutsche-Akademische Austauschdienst (DAAD) hat 2,4 Mio.
DM über drei Jahre für den Aufbau auslandsorientierter Studiengänge
bewilligt. Die TUHH setzte sich mit sechs anderen Hochschulen aus 200 Bewerbungen
durch
· Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft beurteilt
die TUHH als Reformuni-versität und honorierte die modellhaften Lösungen
mit 600.000 Mark für die Verstär-kung der Öffentlichkeitsarbeit
und des Marketings
· Im Hochschul-Ranking des Wochenmagazins FOCUS wurde die TUHH
1997 als ei-ne der bedeutendsten Reformhochschulen der Bundesrepublik gewürdigt.
· Die TUHH ist Sprecherin von drei Sonderforschungsbereichen,
zwei Forschergrup-pen, zwei Graduiertenkollegs
· Zukunftsorientierte Forschungsarbeit durch enge Kooperation
mit der Wirtschaft: Die von der TUHH eingeworbenen Drittmittel für
Forschung und Entwicklung betragen mehr als 40 Mio DM bei einem Landeszuschuß
von ca. 90 Mio. DM (Haushalt 1997)
· Schaffung eines Gründerrats, der mutige Absolventinnen,
Absolventen, Mitarbeite-rinnen und Mitarbeiter bei Existenz- und Firmengründungen
unterstützt (bisher rund 10 Gründungen pro Jahr)
· Initiative zur Gründung eines privat organisierten Northern
Institute of Technology, daß u.a. Träger einer besonderen Form
der Studienförderung ausländischer Studie-render werden soll.


TUHH - Pressestelle
Ingrid Holst
E-Mail: pressestelle@tuhh.de
Fax: +49 40 428 78 2366