IT-Fachkräfte von morgen dringend gesucht: Nachwuchscampus bringt Schüler mit Top-Unternehmen zusammen – Bunter Abschluss am 29.2. an der TUHH

29.02.2016

MINT-interessierter Nachwuchs an der TUHH.
MINT-interessierter Nachwuchs an der TUHH. Foto: Gabi Geringer / TUHH

Eine Technische Universität, der Elbcampus der Handwerkskammer, dazu zahlreiche, hochtechnisierte Unternehmen: In punkto MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) hat Hamburgs Süden viel zu bieten. Doch auch hier mangelt es an Fachkräften. Da setzen der Wirtschaftsverein für den Hamburger Süden e.V. und die Technische Universität Hamburg (TUHH) mit dem Nachwuchscampus an. Das Pilotprojekt unter Leitung der Kinderforscher an der TUHH ermöglicht eine frühe praktische Berufsorientierung an einem konkreten Unternehmensbeispiel.

Beim Nachwuchscampus geht es jedoch längst nicht nur darum, dass sich Unternehmen einem MINT-interessierten Nachwuchs präsentieren. Es geht um die vielseitigen praktischen Erfahrungen, die gesammelt werden: In den vergangenen Monaten haben sich insgesamt 211 Mittelstufenschüler intensiv mit ihrem Kooperationsunternehmen auseinandergesetzt. Sie lernten, wie man sich auf einen Unternehmenskontakt wie beispielweise ein Vorstellungsgespräch vorbereitet, beschäftigten sich hautnah mit den Möglichkeiten, die ihnen das Unternehmen bietet und entdeckten Berufe, von denen sie vorher nicht einmal wussten, dass es sie überhaupt gibt.

Diese intensiven Orientierungsmöglichkeiten überzeugten Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen. „Die schnell wachsende IT-Branche benötigt Jugendliche, die sich sowohl für Informatik interessieren, sich jedoch ebenso durch eigene Versuche, zum Beispiel in der IT- Entwicklung, durch gute Englisch-Kenntnisse und große Teamfähigkeit auszeichnen“, sagt Petra Vorsteher. Die TUHH-Botschafterin ist mit ihrem IT-Mobile-Unternehmen Smaato als Kooperationspartner dabei: „Ich bin überzeugt, der Nachwuchscampus ist ein Best-Practice-Modell, um die Jugendlichen von heute als IT-Mitarbeiter von morgen zu begeistern und zu qualifizieren.“

Foto: Gabi Geringer / TUHH

Franziska Wedemann, Geschäftsführerin des Back-Haus Wedemann, nennt einen weiteren Vorteil: „Die Präsentationen durch die Schülergruppen zu Beginn des Unternehmensbesuchs sind ein ideales Instrument, um die Diskussion auf Augenhöhe mit den Schülern zu vertiefen. Hier lernen beide Seiten viel von – und übereinander.“

Abgerundet wird auch der 3. Nachwuchscampus durch eine große Abschlussfeier am 29. Februar (16 bis 18 Uhr, Audimax I, TUHH), bei der die Schüler einer Schule ihr Wissen an die Schüler anderer am Projekt teilnehmender Schulen weitergeben sowie die Kooperationsunternehmen der anderen Schulen kennen lernen.

Über den Nachwuchscampus

Der Nachwuchscampus dient dazu, die Kooperation zwischen Schulen und Unternehmen für beide Seiten erfolgreich zu gestalten. Den Schulen wird durch den Nachwuchscampus ermöglicht, die Praxiserfahrung ihrer Mittelstufenschüler zu vertiefen, welches deutlich darüber hinaus geht, was die Schulen selbst leisten können. Schüler lernen, sich durch Recherche auf einen Unternehmensbesuch vorzubereiten und ihr Wissen zu präsentieren. Zusätzlich geben Experimente vor und nach dem Besuch einen handlungsorientierten Einblick in einen technisch-naturwissenschaftlichen Teilbereich des Unternehmens.

www.nachwuchscampus.de

Das sagen beteiligte Unternehmen

Petra Vorsteher, Chief Alliances Officer und Mitgründer von Smaato:

„Die schnell wachsende IT-Branche benötigt Jugendliche, die sich sowohl für Informatik interessieren, sich jedoch ebenso durch eigene Versuche, zum Beispiel in der IT-Entwicklung, durch gute Englisch-Kenntnisse und große Teamfähigkeit auszeichnen. Der Nachwuchscampus motiviert Jugendliche, sich frühzeitig über Berufe in der IT-Branche zu informieren und rechtzeitig die benötigten Kompetenzen zu erlernen. Die intensive Vorbereitung auf den Unternehmensbesuch und die hervorragenden Schülerpräsentationen in unserem Unternehmen haben uns als Firmenleitung begeistert. Gerne haben wir anschließend unser Unternehmen solch interessierten Jugendlichen gezeigt. Ich bin überzeugt der Nachwuchscampus ist ein Best-Practice-Modell, um die Jugendlichen von heute als IT-Mitarbeiter von morgen zu begeistern und zu qualifizieren."

Arnold G. Mergell, Geschäftsführer HOBUM Oleochemicals:

"Wir sind als Mittelständler seit Jahren vom Nachwuchscampus begeistert, weil er jungen Menschen bereits früh unterschiedliche, technische Berufe nahebringt. Neben der praktischen Vorbereitung in der Schule bietet der Besuch im Unternehmen darüber hinaus die Möglichkeit den Schüler zu zeigen, worauf es uns zum Beispiel bei Bewerbungen oder Praktika ankommt. Wir sind uns sicher, dass einige Jugendliche nach dem Nachwuchscampus ihren Weg in die Chemie finden werden."

Franziska Wedemann, Geschäftsführerin Back-Haus Wedemann:

„Die Teilnahme am Nachwuchscampus bringt unser Handwerksunternehmen mit Schülerinnen und Schülern in Kontakt, die sich sonst möglicherweise nicht mit einer Großbäckerei beschäftigt hätten. Unsere Branche ist um gute Nachwuchskräfte sehr verlegen. Wir können über den Nachwuchscampus Berufsbilder darstellen und das Interesse an einer technisch-gewerblichen Ausbildung wecken. Die Präsentationen durch die Schülergruppen zu Beginn des Unternehmensbesuchs sind ein ideales Instrument, um die Diskussion auf Augenhöhe mit den Schülern zu vertiefen. Hier lernen beide Seiten viel von – und übereinander.“


TUHH - Pressestelle
Jasmine Ait-Djoudi
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