Wichtiger Schritt für mehr maritime Cybersicherheit

Die Technische Universität Hamburg vereinbart Zusammenarbeit mit mehreren internationalen und nationalen Partnern

23.04.2026

Prof. Sibylle Fröschle (2.v.l.) und die Vertreter∗innen der anderen beteiligten Partner präsentieren in Singapur das Memorandum of Understanding (
Prof. Sibylle Fröschle (2.v.l.) und die Vertreter*innen der anderen beteiligten Partner präsentieren in Singapur das Memorandum of Understanding (Foto: Maritime and Port Authority of Singapore)

Die Technische Universität Hamburg (TUHH) hat eine Vereinbarung – ein Memorandum of Understanding (MoU) – zur Stärkung der internationalen Zusammenarbeit im Bereich der maritimen Cybersicherheit unterzeichnet. Partner dieses MoU sind die Maritime and Port Authority of Singapore (MPA), die Hamburg Port Authority (HPA), das Singapore Institute of Technology (SIT), die Singapore University of Technology and Design (SUTD) und die Universität Hamburg (UHH).

Im Rahmen des MoU werden die Partner gemeinsam Technologien entwickeln, um die Cyberresilienz in Hafenbetrieben zu stärken. Dazu gehören Systeme zur Häfencybersicherheit, unbemannte Überwasserfahrzeuge, ferngesteuerte Schiffsbetriebe, operative Technologie-Systeme an Bord sowie die Konnektivität zwischen Schiff und Hafen. Die Partnerschaft unterstützt zudem den Austausch bewährter Verfahren im Bereich Cybersicherheit, um die Vorbereitung und Reaktion auf Sicherheitsvorfälle zu verbessern.

Das MoU wurde unterzeichnet von TUHH-Präsident Prof. Andreas Timm-Giel, dem Stellvertretenden Geschäftsführer (Operations and Technology) der MPA David Foo, HPA-Finanzvorstand Tino Klemm, der stellvertretenden Präsidentin (Academic) und Provost des SIT Prof. Susanna Leong, dem stellvertretenden Präsidenten und Chief Innovation & Enterprise Officer der SUTD Prof. Tai Lee Siang sowie dem Dekan der Fakultät für Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften der UHH, Prof. Norbert Ritter.

Lösungen für eine Vielzahl von Cybersicherheitsherausforderungen

Prof. Sibylle Fröschle, Leiterin des Instituts für Secure Cyber-Physical Systems an der TUHH, sagte: „Die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern ist entscheidend, um globale Lösungen zu finden und diese zum Wohle der Allgemeinheit zu nutzen. Diese Kooperation ermöglicht es uns, Forschungsergebnisse beizutragen, zu validieren und weiterzuentwickeln, die grundlegende und zugleich realistische Lösungen für verschiedene Cybersicherheitsherausforderungen eröffnen. Wir sind entschlossen, dadurch eine nachhaltige Sicherheit für die Häfen und Schiffe von heute und morgen mitzugestalten.“

David Foo, stellvertretender Geschäftsführer der MPA, sagte: „Da Häfen zunehmend digitalisiert und miteinander vernetzt sind, ist Cybersicherheit zu einer zentralen operativen Priorität geworden. Diese Partnerschaft stärkt unsere Fähigkeit, zeitnah Informationen zur Cybersicherheit auszutauschen, realistische gemeinsame Übungen durchzuführen und tiefere technische Kompetenzen aufzubauen, um Hafenbetrieb sicher, zuverlässig und zukunftsfähig zu gestalten.“

Tino Klemm, Chief Financial Officer der HPA, sagte: „Die Stärkung unserer Cybersicherheitszusammenarbeit mit der MPA ist ein wichtiger strategischer Schritt für den Hafen Hamburg. Durch den Austausch von Expertise und die Angleichung technischer Ansätze erhöhen wir unsere Widerstandsfähigkeit gegenüber sich entwickelnden digitalen Bedrohungen erheblich. Dieses MoU baut auf fast einem Jahrzehnt vertrauensvoller Partnerschaft auf und stärkt die Sicherheit globaler Lieferketten.“

Prof. Norbert Ritter, Dekan der Fakultät für Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften der UHH, sagte: „Dieses Memorandum of Understanding bekräftigt unser gemeinsames Engagement zur Förderung der Forschung im Bereich maritime Cybersicherheit durch internationale Zusammenarbeit. Indem wir die Stärken Hamburgs und Singapurs in Wissenschaft, Technik und Hafenbetrieb verbinden, wollen wir Forschung auf Spitzenniveau vorantreiben, die die Sicherheit und Widerstandsfähigkeit digitaler maritimer Infrastrukturen weltweit verbessert.“

Prof. Tai Lee Siang, stellvertretender Präsident und Chief Innovation & Enterprise Officer der SUTD, sagte: „Diese internationale Partnerschaft mit MPA, HPA, SIT, UHH und TUHH eröffnet neue Möglichkeiten für Hochschulen, gemeinsam neue Wege in Forschung und Entwicklung zu beschreiten und gemeinsamen Übungen und Trainingsprojekten im Bereich maritime Cybersicherheit durchzuführen. Wir sind überzeugt, dass Design und Künstliche Intelligenz eine zunehmend wichtige Rolle bei der Stärkung der Cyberresilienz in maritimen Operationen spielen werden – durch eine bessere Vorbereitung auf Cyberbedrohungen und den Austausch von Wissen und Best Practices.“

Prof. Susanna Leong, stellvertretende Präsidentin (Academic) und Provost der SIT, sagte: „Cybersicherheit ist zentral für sichere, widerstandsfähige und zukunftsfähige maritime Operationen in einer zunehmend digitalen und vernetzten Welt. Das SIT konzentriert sich darauf, seine Forschung in praktische Lösungen umzusetzen, die die Cybersicherheit für Häfen, Schiffe und ferngesteuerte Operationen stärken. Diese Partnerschaft verbessert die Fähigkeit des SIT, maritime Cybersicherheit durch Ausbildung und angewandte Forschung mit unseren MoU-Partnern voranzutreiben. 

Das MoU folgt auf eine Absichtserklärung, die 2024 zwischen der HPA und der MPA unterzeichnet wurde, um die Zusammenarbeit in den Bereichen Digitalisierung, Dekarbonisierung und Cybersicherheit zu stärken.

Foto: Maritime and Port Authority of Singapore


TUHH - Pressestelle
Michael Tokarski
E-Mail: michael.tokarski@tuhh.de
Tel.: +49 30601 3458

Bildmaterial im Original herunterladen: Prof. Sibylle Fröschle (2.v.l.) und die Vertreter∗innen der anderen beteiligten Partner präsentieren in Singapur das Memorandum of Understanding (