Mit flüssiger Klinge: TUHH-Forschungswerkstatt bietet hochpräzises Wasserstrahl-Schneidsystem

03.08.2018

(v.l.n.r.) Robert Plötz und Ralf Siemsglüß vor dem Wasserstrahl-Schneidsystem.
(v.l.n.r.) Robert Plötz und Ralf Siemsglüß vor dem Wasserstrahl-Schneidsystem. Foto: TUHH/Schmied

Stahl, Titan, Aluminium, Verbund- oder Schaumstoffe: Das Wasserstrahl-Schneidesystem kann nahezu jedes Material mit absoluter Präzision und sauberen Schnittkanten schneiden. Diese Anlage gehört nun zur Ausstattung der Forschungswerkstatt Maschinenbau der Technischen Universität Hamburg (TUHH) und bietet den TUHH-Instituten wie auch externen Firmen ein Hochleistungsgerät.

Das Verfahren ist effizient und genau: Beim Wasserstrahlschneiden wird das Material durch einen Hochdruckwasserstrahl und mit Beimischung von scharfkantigem Schneidsand getrennt. Dieser Strahl erzeugt auf der Werkstückoberfläche einen Druck von ungefähr 4000 bar, dabei werden Austrittsgeschwindigkeiten von bis zu 1000 m/s erreicht. Das entspricht fast der dreifachen Schallgeschwindigkeit. Und das passiert in absoluter Exaktheit. Die Anlage ist mit einem 3D Schneidkopf ausgestattet, der einen Schnittwinkel von 68 Grad hat und es so ermöglicht Werkstoffe wie Stahl bis zu einer Stärke von 60 Millimeter zu schneiden. „Wir sind sehr froh, dass wir dieses Wasserstrahlverfahren nun für unsere Kunden einsetzen können. Der Vorteil gegenüber anderen Trennverfahren liegt in der Kaltschneidetechnik. So können sehr schwierige Werkstoffe bearbeitet werden, ohne dass Material oder Oberflächen zerstört werden“ sagt Ralf Siemsglüß, Leiter der Forschungswerkstatt. „Zudem ist das Wasserstrahlschneiden auch nachhaltig, da sich das Schneidwasser im stetigen Kreislauf befindet und nur selten ausgetauscht werden muss“, so Siemsglüß weiter.

Das Wasserstrahl-Schneidsystem beim Schneidevorgang.
Das Wasserstrahl-Schneidsystem beim Schneidevorgang. Foto: TUHH/Schmied

Das Wasserstrahl-Schneidsystem komplettiert den modernen Maschinenpark mit CNC Fräs-, Dreh- und Erodiermaschinen, aber auch konventionellen Werkzeugmaschinen, sowie Schweißtechnik und Blechbearbeitung. Ralf Siemsglüß und sein 25-köpfiges Team bieten in drei Werkstätten für Maschinenbau und Elektrotechnik ein umfassendes Leistungsangebot sowie Beratung für alle Institute der TUHH.

Weitere Informationen: https://www.tuhh.de/zfd/maschinenbau.html


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