TUHH wächst

Technische Universität Hamburg bezieht Räume im Hamburg Innovation Port

31.07.2019

Hamburg Innovation Port
Hamburg Innovation Port
Foto: MVRDV

Der Senat hat beschlossen, dass die Technische Universität Hamburg (TUHH) ab Oktober 2019 in den derzeit noch im Ausbau befindlichen ersten Bauabschnitt HIP ONE des Hamburg Innovation Port (HIP) ziehen soll. Der Mietvertrag für insgesamt 4.000 der 6.000 Quadratmeter Nutzungsfläche gilt zunächst für 20 Jahre. Die Anmietung ist Teil des Wachstumskonzepts der TUHH, das im vergangenen Jahr vom Hamburger Senat verabschiedet worden war. Der Senatsbeschluss gilt vorbehaltlich der Befassung durch die Bürgerschaft.

Katharina Fegebank, Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung: „Der Hamburg Innovation Port ist als künftige Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft in der Hansestadt ein idealer Standort für die TUHH – gerade hinsichtlich der Wachstumsziele in Forschung und Wissenstransfer. Hier entsteht ein lebendiger, innovativer und kreativer Ort, von dessen Impulsen und Synergien nicht nur der Süderelberaum, sondern die gesamte Metropolregion Hamburg profitieren wird. Ich bin sehr gespannt auf die künftigen Projekte und Entwicklungen, die von den Einrichtungen rund um die TUHH am HIP angestoßen werden.“

Prof. Dr. Ed Brinksma, Präsident der TU Hamburg: „Das ist der Startschuss für die Umsetzung eines neuen Hafen-Campus der TUHH. Mit den Umzügen des Instituts für Abfallressourcenwirtschaft und der Neugründung eines Zentrums im Bereich der Informationstechnologien werden wir im HIP unsere Wachstumspläne weiter umsetzen.“

Mit der Anmietung zusätzlicher Flächen für die TUHH im HIP ONE ist ein zentraler Schritt im Rahmen des Wachstumskonzepts der Universität getan, das im vergangenen Jahr vom Senat verabschiedet worden war. In der ersten Phase von 2018 bis 2022 ist u. a. eine schrittweise Budgetsteigerung von 25 Prozent vorgesehen, was insgesamt einen Anstieg um 19 Millionen Euro in den kommenden fünf Jahren bedeutet. Ziel ist es, sowohl die Kapazitäten im Bereich der Ingenieursausbildung der Hochschule als auch ihre Schlagkraft in Forschung, Entwicklung und Technologietransfer zu erhöhen. In diesem Zusammenhang sollen 17 neue Professuren besetzt werden.

Die so anfallenden Flächenbedarfe der Hochschule werden u.a. durch die Anmietung im Hamburg Innovation Port abgedeckt. Außerdem liegt der Standort in der Nähe des bestehenden Campus der TUHH – die enge Verbindung zwischen den Einrichtungen der Hochschule ist somit weiterhin gewährleistet. Neben der TUHH sind bereits innovative Wirtschaftsunternehmen Mieter im HIP ONE

Hamburg Innovation Port (HIP)

Das von dem privaten Investor HC Hagemann initiierte Bauprojekt an der Blohmstraße 15 im Harburger Binnenhafen bietet Entwicklungs- und Büroflächen, Labore sowie Co-Working-Spaces für Forschungseinrichtungen und Technologieunternehmen.

In dem Gebiet des Harburger Binnenhafens sind bereits jetzt Lehr-, Forschungs-, und Transfereinrichtungen ansässig – dazu gehört die TUHH ebenso wie der Dienstleister im Wissenstransfer TUTECH, das derzeit ebenfalls im Bau befindliche neue Fraunhofer-Center für Maritime Logistik (CML) oder der Hamburger Standort des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).

Der HIP umfasst das Gebäude HIP ONE mit 6.000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche, an dessen Fertigstellung sich direkt der Bau des HIP TWO mit 20.000 Quadratmetern anschließt. Insgesamt entstehen im Hamburg Innovation Port 60.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche in den nächsten fünf Jahren.

Insgesamt wurde für den Hamburg Innovation Port ein ganzheitliches, aber sehr flexibles Energiekonzept entwickelt, um das Thema „Nachhaltiges Bauen“ bestmöglich umzusetzen. Mit einem effizienten sommerlichen und winterlichen Wärmeschutz wird der Energiebedarf gegenüber den gesetzlichen Anforderungen deutlich reduziert. Zum Konzept gehören reversible Luft-Wasser-Wärmepumpen, die Photovoltaik-Strom nutzen, der vor Ort auf dem Dach generiert wird. Zudem reduzieren sie klimaschädliche Emissionen. Eigenstromnutzung aus regenerativen Quellen erhöht die Unabhängigkeit vom Netzstrom und ermöglicht für den selbst erzeugten Anteil konstante Energiekosten. In diesem Neubau wird der Anspruch an zukunftsfähige Gebäude realisiert und dem Ziel der Stadt Hamburg nach einer deutlichen Reduzierung der CO2-Emissionen entsprochen. Der HIP ist somit ein Paradebeispiel für nachhaltiges Bauen.

Text: BWFG


TUHH - Pressestelle

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