Forschungslabor für Mikroelektronik HELIOS an TUHH und UHH mit 5,15 Millionen Euro gefördert

05.02.2019

Foto: TUHH

Im Rahmen der Hightech Strategie 2025 stellt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) deutschlandweit insgesamt 50 Millionen Euro für Investitionen in die Mikroelektronik-Forschung an Hochschulen bereit. Das Forschungslabor Mikroelektronik Hamburg für die Co-Integration von Elektronik und Photonik – kurz ForLab HELIOS – der Technischen Universität Hamburg (TUHH) und der Universität Hamburg (UHH) erhält eine Fördersumme von 5,15 Millionen Euro. Die Projektlaufzeit beträgt drei Jahre.
Der Parlamentarische Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung Thomas Rachel überreicht am 05.02.2019 in Aachen Förderurkunden an zwölf Forschungslabore Mikroelektronik Deutschland (ForLab).


Ob intelligente Implantate und Sensoren, neuromorphe Mikrochips für Sprach- und Mustererkennung oder neuartige optische Kryptografieverfahren in der Datensicherheit: Die Co-Integration von Mikroelektronik und Photonik erschließt neuartige Anwendungsfelder mit großer Querschnitts- und Breitenwirkung in der Medizintechnik, Messtechnik und bei der optischen Datenübertragung und Signalverarbeitung bis hin zu optischen Computern.

Mit dem ForLab HELIOS entsteht ein vernetztes Labor für Optoelektronik, also die Co-Integration von Elektronik und Photonik. Perspektivisch können dadurch Kosten und Entwicklungszeiten für neuartige optoelektronische Anwendungen drastisch reduziert werden. Durch diese Co-Integration werden photonische Systeme elektronisch steuerbar und können direkt auf dem Chip ausgewertet werden. Dadurch werden integrierte Schaltkreise wesentlich schneller und energieeffizienter. Die Investitionen sind entlang des Gesamtentwicklungsprozesses geplant: von Entwurf und Modellierung über Fabrikation, Integration und Verkapselung bis hin zu Test, Charakterisierung und Rückkopplung. Dies wird den Standort Hamburg in der Forschung, Entwicklung und Ausbildung sowie Nutzen von photonisch-elektronisch integrierten Systemen stärken und international konkurrenzfähig halten.

Die Vertreterinnen und Vertreter der zwölf Forschungslabore Mikroelektronik Deutschland (ForLab)bei der Übergabe der Förderurkunden in Aachen.
Die Vertreterinnen und Vertreter der zwölf Forschungslabore Mikroelektronik Deutschland (ForLab)bei der Übergabe der Förderurkunden in Aachen.
Foto: VDI/VDE

Prof. Dr. Hoc Khiem Trieu, Koordinator des ForLab HELIOS: „Als interdisziplinäres Team der TUHH und UHH freuen wir uns darauf, gemeinsam das zukunftweisende Thema der Co-Integration von Photonik und Elektronik voranzutreiben und stehen Interessenten aus Wissenschaft und Industrie gerne mit Rat und Tat zur Seite.“

Thomas Rachel, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung, MdB, betonte die wichtige Rolle der Hochschulen für die Zukunftsfähigkeit des deutschen Innovationssystems: „Mit den Forschungslaboren Mikroelektronik Deutschland investieren wir in die Zukunft: technologische Souveränität im Zeitalter der Digitalisierung braucht eine Spitzen-Ausstattung für Spitzen-Forschung nicht allein in der Wirtschaft, sondern auch in der Wissenschaft. Wichtig sind uns dabei der Zugang auch kleiner und mittlerer Unternehmen zu einer modernen Forschungsinfrastruktur und eine Ausbildung der Nachwuchskräfte, die den steigenden Anforderungen gerecht wird. Wir wollen ein lebendiges Ökosystem schaffen, in dem neue Ideen und neues Wissen schnell nutzbar gemacht werden und in unserem Alltag ankommen.“

ForLab HELIOS und Forschungslabore Mikroelektronik Deutschland
Die Kompetenzen in der Mikroelektronik, Photonik, Systemintegration, Materialwissenschaft und Nanostrukturierung an der Technischen Universität Hamburg (TUHH) und der Universität Hamburg (UHH) werden synergetisch in ForLab HELIOS gebündelt.

In der forschungsintensiven Mikroelektronik stellen Hochschulen einen zentralen Innovationsfaktor dar. Forschung auf internationalem Spitzenniveau soll durch Investitionen in modernste Geräte und Anlagen an Hochschulen verstärkt ermöglicht werden. Zwölf „Forschungslabore Mikroelektronik Deutschland“ sollen neue Forschungsfelder für die Mikroelektronik der Zukunft erschließen und den wissenschaftlichen Nachwuchs mit hochmoderner Ausstattung ausbilden. Die „Forschungslabore Mikroelektronik Deutschland“ vernetzen sich untereinander und mit externen Partnern für einen besseren wissenschaftlichen Austausch und stärkere Kooperation.

Koordinator ForLab HELIOS
Technische Universität Hamburg (TUHH)
Prof. Dr. Hoc Khiem Trieu
Eißendorfer Str. 42
21073 Hamburg
Tel + 49 42878-4398
E-Mail: trieu@tuhh.de
www.tuhh.de


TUHH - Pressestelle
Jasmine Ait-Djoudi
E-Mail: jasmine.ait-djoudi@tuhh.de
Tel.: +49 40 428 78 3458
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