Neu an der TUHH: Professor Görschwin Fey

Antrittsvorlesung am 14. Februar, 16 Uhr

05.02.2018

Görschwin Fey
Görschwin Fey
Foto: TUHH-Foto AG

Görschwin Fey wollte schon immer wissen, wie Dinge funktionieren. Und während Physik einem die ganze Welt erklärt, wie er sagt, war es doch die Informatik, die ihn besonders anzog. Schon in seiner Jugend hat Fey seinen ersten Heimcomputer, den Commodore 16 („der erste Computer bei Aldi“), mehr als Versuchsobjekt gesehen denn als Möglichkeit, Boulder Dash auf dem alten Schwarz-Weiß-Röhrenfernseher zu spielen. „Schon damals habe ich mir die Programmierung ganz genau angeschaut.“

Fey ist neuer Professor am Institut für Eingebettete Systeme der Technischen Universität Hamburg (TUHH). Am 14. Februar, 16 Uhr, lädt er zur Antrittsvorlesung.

Görschwin Fey studierte in Halle an der Saale Informatik und wurde 2006 an der Universität Bremen promoviert. Sein Forschungsinteresse gilt der Entwurfsautomatisierung elektronischer Systeme im Allgemeinen und dem Aspekt der Korrektheit im Speziellen. Ein Punkt, der erst kürzlich im Zusammenhang mit den Sicherheitslücken Spectre und Meltdown diverser namhafter Prozessor-Hersteller Schlagzeilen machte. „Dabei ging es nicht um die klassische Verschlüsselungstechnik, sondern darum, dass beim Entwurf übersehen wurde, dass es einen Seitenweg gibt, den jeder per Software ausnutzen könnte“, erklärt Fey. Ein Fehler, der sich nicht einfach durch ein Update beheben lasse, da nicht die Software sondern die Hardware betroffen sei. „Was falsch ist bleibt also falsch. Deswegen ist der Aspekt der Korrektheit für mich so interessant.“

Rechner für die Raumfahrt gebaut

Von 2012 bis 2017 leitete Görschwin Fey die Abteilung Avioniksysteme am Institut für Raumfahrtsysteme des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Dort werden Rechner für Raumfahrsysteme entworfen und zusammengebaut. „Dabei ging es nicht mehr nur um die Frage, warum etwas korrekt funktioniert. Dort ging es auch darum, dass die Rechner unter schwierigsten Umgebungsbedingungen korrekt funktionieren“, erklärt Fey. „Dafür muss jedes Detail betrachtet werden, von der Auswahl der Bauteile für die Stromversorgung bis hin zur Chip-Auswahl.“ Eine spannende Aufgabe, doch Fey fehlte die Verbindung zur Lehre und zur Grundlagenforschung. Gerade diese Bezüge waren es dann auch, die ihn und seine Familie von Bremen nach Harburg zogen. „Außerdem hat die Politik zuletzt verkündet, Hamburg wolle Informatik-Topstandort werden“, sagt Fey. „Das ist meiner Ansicht nach genau die richtige Einstellung. Da bin ich gerne dabei.“

Was: Antrittsvorlesung Professor Görschwin Fey: „Entwurfsautomatisierung für eingebettete Systeme“
Wann: 14. Februar 2018, 16 Uhr c. t.
Wo: Technische Universität Hamburg, Gebäude A, EG, Raum 0.13 1/2


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