TUHH auf der Hamburger Bildungsmesse „Einstieg“ vertreten

Ingenieure und Studierende werben für neue Studiengänge

24.02.2012

Beratung und Information aus erster Hand: Prof. Wolfgang Mackens wirbt für die Technomathematik
Beratung und Information aus erster Hand: Prof. Wolfgang Mackens wirbt für die Technomathematik
Foto: TUHH 2012/Bendlin

Auf Hamburgs größter Bildungsmesse „Einstieg“ präsentiert sich Freitag und Sonnabend, 24. und 25. Februar, auch die Technische Universität Hamburg-Harburg. Erwartet werden in Halle 6 der Hamburg Messe 38.000 Besucher. Sie können sich bei 340 Unternehmen, Hochschulen und Institutionen über Studien- und Ausbildungsangebote informieren.
Am Messestand H 23 werden Lehrende und Studierende interessante und neue Studiengänge der TU vorstellen. Darunter der achtsemestrige Bachelor-Studiengang GES Plus sowie die Technomathematik. In GES_Plus werden auf hohem Niveau die Grundlagen der Ingenieurwissenschaften gelegt. GES steht für General Engineering Science, das "Plus" weist auf den Förderer hin: den Deutschen Akademischen Austauschdienst, der vierjährige Bachelor-Studiengänge mit einem integriertem Auslandsjahr unter dem Namen "Bachelor Plus" fördert.

Mit diesem internationalen Angebot wendet sich die nördlichste Technische Universität Deutschlands an Studierende der Ingenieurwissenschaften, die bereits in ihren ersten Studien-jahren Auslandserfahrungen sammeln möchten. Erst ab dem fünften Semester erfolgt die Spezialisierung in einer der klassischen Disziplinen: Elektrotechnik, Verfahrenstechnik, Informatik-Ingenieurwesen, Maschinenbau, Bauwesen. Die Vorlesungen und Seminare finden in den ersten beiden Semestern in englischer Sprache statt, und dienen ebenso der Vorbereitung auf den Auslandsaufenthalt im dritten Studienjahr.

GES ist das englischsprachige Pendant zum Studiengang Allgemeine Ingenieurwissenschaften (AIW) an der TUHH, der 1994 an den Start ging und seitdem leistungsorientierte Studenten aus ganz Deutschland nach Hamburg zieht. Durch fächerübergreifende Kenntnisse lernen die angehenden Ingenieure schon im Studium, an den Schnittfeldern verschiedener Bereiche Lösungen für immer komplexere technische Probleme zu entwickeln. Das Auslandsjahr setzt sich zusammen aus einem sechsmonatigen Studienaufenthalt an einer Universität sowie einem mit Unterstützung des NIT Northern Institute of Technology Management vermittelten Praktikums in einem internationalen Unternehmen des Gastlandes.

Für das GES_Plus-Programm werden Aufenthalte angeboten in: Frankreich (Université de Technologie de Compiègne), Singapur (National University of Singapore und Nanyang Tech-nological University), Spanien (Universidad Politécnica de Madrid), China (Nanjing Univer-sity of Aeronautics and Astronautics sowie die Southwest Jiao Tong University in Chengdu) und Schweden (Chalmers University of Technology, Göteborg). Für den Auslandsaufenthalt stellt der DAAD Stipendien zur Verfügung. Der achtsemestrige Studiengang GES_Plus startet zum Wintersemester 2012/13 mit bis zu 20 Studenten.

Technomathematik ist ein Mathematik-Studiengang mit Nebenfach Ingenieurwissenschaft und mit Vermittlung praktischer Informatikkenntnisse, die bei der Umsetzung der mathematischen Resultate auf Rechnern helfen. Schon in der dreisemestrigen Grundausbildung lernen die Studierenden, wie Mathematik und Technik zusammenwirken. Die beiden Ingenieurfächer Elektrotechnik und Mechanik werden mit den klassischen Mathematik-Startvorlesungen Analysis und Lineare Algebra verwoben unterrichtet. "Miteinander" statt "Nebeneinander" ist die Devise des Hamburger Studienganges, vonder sich seine Planer schnellere schnellere Einstiege in beide Wissenschaften erhoffen. Die parallele Ausbildung durch Informatikdozenten in Programmiertechniken findet ebenfalls sogleich Anwendungen in den anderen Vorlesungen. Die Programm-Entwicklungsumgebung MATLAB wird dort von der ersten Woche an in Vorlesungen und Übungen verwendet. Nach dem dritten Semester setzen die Dozenten der Technomathematik ganz auf Kreativität und Eigenständigkeit ihrer zukünftigen Studierenden. Im Rahmen vorgegebener Studienumfänge in den drei kooperierenden Disziplinen können sich die zukünftigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihr Studium weitgehend selbst zusammenstellen und somit früh lernen, eigene Gedanken einzubringen. Sie sollen später ja nicht altes Wissen reproduzieren, sondern sich neuen heute noch ganz unbekannten Aufgaben stellen können. Natürlich werden sie bei ihren Entscheidungen von allen Dozenten gut beraten. An den Bachelor schließt sich in der Regel ein viersemestriges Masterstudium an. Dies kann ein normales Mathematik-Master-Studium sein oder auch ein theoretisch orientiertes Ingenieurstudium. Besonders naheliegend wäre natürlich die Fortsetzung mit dem gemeinsamen Technomathematik-Master-Studiengang von Universität Hamburg und TU Hamburg-Harburg.

Unter dem Motto: "dual@tuhh - Jetzt auch in fünf Fächern dual an der TUHH studieren", präsentiert sich das von NORDMETALL geförderte duale Studienprogramm der Koordinierungsstelle Infotronik/Mechatronik. Professor Sven-Ole Voigt mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bietet nicht nur Informationen über die dualen Studienmöglichkeiten an, sondern zeigt auch Beispiele aus aktuellen Forschungsarbeiten zum Thema Robotik. Mit dabei sind fußballspielende Roboter und "Nao", ein humanoider Roboter, der mit neuesten Fertigkeiten aufwartet, die ihm die dual Studierenden beigebracht haben.

Neben der Vorstellung neuer Studiengänge präsentieren TU-Studierende mit dem „Autonomen Rennwagen“ vergnügliches aus dem praktischen Universitätsleben. Er ist das Resultat eines Projektpraktikums für Studierende der Elektrotechnik im vierten Semester am Institut für Nachrichtentechnik. Der mit einer Sensorik ausgestattete Wagen kann nicht nur autonom die Rennstrecke einer Carrerabahn abfahren. Auch tut er dies wesentlich schneller als der von gut geschulten Studierenden oder Messebesuchern fern gesteuerte Rennwagen. „In der Regel siegt das autonome Fahrzeug, denn ungeübte Fahrer machen Fehler. Beispielweise steuern sie den Wagen mit einer zu hohen Geschwindigkeit in die Kurve, so dass er rausfliegt“, sagt Thomas Meyerhoff, Doktorand am Institut für Nachrichtentechnik, der gemeinsam mit seinem Kollegen Matthias Kronauge interessierte Abiturienten am TU-Stand berät und in die Technik des autonomen Rennwagens einführt.


TUHH - Pressestelle
Martina Brinkmann
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