Interdisziplinärer Workshop "Maritime Systeme"

TUHH Ingenieure stellten den aktuellen Stand ihrer Promotionsarbeiten vor

24.03.2015

Mit Dynamik in die Zukunft: Promovierende aus dem Workshop "Maritime Systeme"
Mit Dynamik in die Zukunft: Promovierende aus dem Workshop "Maritime Systeme" Fotos: TUHH/Brinkmann

Der fachliche Austausch über die Grenzen von Fächern und Instituten hinweg stand Anfang März im Mittelpunkt des sechsten Interdisziplinären Workshops "Maritime Systeme" an der Technischen Universität Hamburg (TUHH). Ausgerichtet wurde der Workshop von dem TUHH-Institut für Elektrische Energiesysteme und Automation unter Leitung von Prof. Dr. Günter Ackermann.

Acht Ingenieure stellten in sieben Vorträgen den aktuellen Stand ihrer Promotionsarbeiten vor. Die Schwerpunkte lagen beispielsweise in der Schiffskonstruktion, der Schiffssicherheit, den elektrischen Energiesysteme, der Strukturdynamik und der Mechanik. „Dieser Workshop ist entstanden, um vornehmlich wissenschaftlichen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen innerhalb des Forschungsschwerpunkts „Maritime Systeme“ die Gelegenheit zu geben, sich auszutauschen und einen Überblick über die laufenden Promotionen zu verschaffen“, sagte Olaf Jacobsen, Oberingenieur am TUHH-Institut für Elektrische Energiesysteme und Automation.

Der fachliche Austausch über die Grenzen von Fächern und Instituten zog viele Interessierte an  
Der fachliche Austausch über die Grenzen von Fächern und Instituten zog viele Interessierte an  

Eine Arbeit aus diesem Institut trägt den Titel „Simulation schiffstechnischer Anlagen unter Verwendung des FMI-Standards“. Autor Christoph Thiem promoviert im Rahmen des von der EU geförderten Projekts JOULES (Joint Operation for Ultra Low Emission Shipping, (www.joules-project.eu). Innerhalb dieses Forschungsprojekts werden Möglichkeiten untersucht, die zu einer deutlichen Reduktion von Treibhausgas und Schadstoffemissionen von Schiffen beitragen können. Ziel ist es, in den kommenden Jahren mit Hilfe der Simulation die Energiesysteme von Schiffen so zu optimieren, dass die eingesetzte Brennstoffenergie um 25 Prozent, langfristig sogar auf 50 Prozent reduziert werden kann. Gelingen kann dies unter Einsatz des sogenannten FMI-Standards (Functional Mock-up Inderface). Jacobsen: „Der FMI-Standard wird eingesetzt, um einen werkzeugunabhängigen Modellaustausch zwischen den Projektpartnern zu ermöglichen und dabei gleichzeitig den Schutz von geistigem Eigentum zu gewährleisten."
Der Workshop bündelte Kompetenzen aus den Bereichen Konstruktion und Festigkeit von Schiffen, Entwerfen von Schiffen und Schiffssicherheit, Elektrische Energiesysteme und Automation, Mechanik und Meerestechnik. Die vorgestellten Arbeiten beschäftigten sich unter anderem mit Themen wie der „Optimierung von RoRo-Deck Strukturen in der frühen Entwurfsphase“ oder auch der „Regelung dieselelektrischer Schiffsantriebe bei schnell veränderlichen Propellerbelastungen“.
Verantwortlich für die Organisation des Workshops war Forschungskoordinator Dr.-Ing. Sven-Brian Müller.


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