Radar an Bord erhöht den Schutz für Fußgänger

Abschlussveranstaltung des EU-Projekts ARTRAC – Advanced Radar Tracking and Classification for Enhanced Road Safety

28.11.2014

Ein Radarsystem schützt Fußgänger im Straßenverkehr
Ein Radarsystem schützt Fußgänger im Straßenverkehr Foto: TuTech

Dank der Ergebnisse des EU-Projekts ARTRAC können nun auch Fahrzeuge der Golf-Klasse vollautomatisch die Kollision mit Fußgängern verhindern. Was bislang eine kostspielige Ausstattung für Fahrzeuge der Oberklasse war, kann demnächst kostengünstig in der Mittel- und Kompaktklasse angeboten werden. Unter der Leitung von Professor Hermann Rohling (TUHH) entwickelten acht Partner aus fünf europäischen Ländern ein neues Radarkonzept für PKW und LKW, mit dem es nun möglich ist, Fußgänger und andere ungeschützte Verkehrsteilnehmer zu erkennen und gegebenenfalls automatisch Brems- oder Ausweichmöglichkeiten einzuleiten. Damit konnte das Projektziel eines wesentlich verbesserten Fußgängerschutzes im Straßenverkehr vollständig erreicht werden. Unter den Partnern befanden sich auch die Volkswagen AG und Fiat. ARTRAC wurde mit einer Gesamtförderung von 2,8 Millionen Euro von der Europäischen Union finanziert. Bei der Präsentation vor der Arbeitsgruppe „Vulnerable Road Users“ in Brüssel zeigten sich die Teilnehmer beeindruckt vom Erfolg des Projektes.

Die technische Abschlusspräsentation fand zuvor auf dem VW Testgelände in Ehra vor geladenen Gästen aus der Zulieferer- und Fahrzeugindustrie statt. Mit automatischen Notbremsungen und automatischen Lenkmanövern konnte der Einsatz des neuen Radarsystems zur Fußgängererkennung eindrucksvoll vorgeführt werden. Prof. Rohling: „ARTRAC verfolgte das Ziel eines wesentlich verbesserten Fußgängerschutzes im Straßenverkehr. Dazu wurde im Projektverlauf ein völlig neues 24 GHz Radarsystem und Radarkonzept entwickelt und als Prototyp gebaut.“ Rohling weiter: „Das ARTRAC Projekt wurde von der TuTech koordiniert. Die umfangreiche Erfahrung im Hause TuTech, repräsentiert durch Monica Schofield und Axel Wegner, hat das Projekt zu einem wirklichen Erfolg gemacht. Bereits die richtige Positionierung der Projektidee in einem der EU Direktorate war eine wichtige Hilfe und Unterstützung für das Projekt. Die Zusammenarbeit zwischen TuTech und weiteren sieben Projektpartnern war stets ausgezeichnet. Die Dramaturgie der Abschlusspräsentation wurde von der TuTech erfolgreich entwickelt und realisiert.“

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