TUHH-Ringvorlesung "Nachhaltige Mobilität"

Eröffnungsvortrag am Freitag, 4. April, mit Prof. Marian Paschke vom Institut für Seerecht und Seehandelsrecht der Universität Hamburg

01.04.2014

Prof. Dr. Dr. h. c. Marian Paschke.
Prof. Dr. Dr. h. c. Marian Paschke.
Foto: privat

"Nachhaltige Mobilität" - unter diesem Titel informiert ab Freitag, dem 4. April, eine elfteilige Ringvorlesung an der Technischen Universität Hamburg / TUHH. Sie findet jeweils freitags von 14:30 Uhr bis 16:00 Uhr an der TUHH im Hörsaal 0506, Gebäude K/Denickestraße 15, statt und wendet sich sowohl an Experten, Studierende als auch interessierte Bürger und Bürgerinnen. Der Eintritt ist frei. Veranstalter der Vorlesungsreihe ist der TUHH-Forschungsschwerpunkt "Klimaschonende Energie- und Umwelttechnik" in Zusammenarbeit mit dem Energieforschungsverbund Hamburg. Verantwortlich für die Organisation ist das TUHH-Institut für Umwelttechnik und Energiewirtschaft (IUE).

"Die Mobilität ist eines der wesentlichen, wenn nicht das Kennzeichen unserer modernen Gesellschaft. Dies gilt nicht nur für die individuelle Mobilität, sondern auch für den Güterverkehr auf der Straße, auf dem Wasser und in der Luft. Noch nie im gesamten Verlauf der Menschheitsgeschichte wurden so viele Menschen und Güter global bewegt - mit steigender Tendenz", sagt Prof. Martin Kaltschmitt, Leiter des IUE. Er beschäftigt sich unter anderem mit alternativen Kraftstoffen, ist Mitglied der Akademie der Wissenschaft in Hamburg und engagiert sich dort in der Arbeitsgruppe Energie und Ressourcen. Lediglich etwa sechs Prozent der in Deutschland eingesetzten Kraftstoffe für den Straßenverkehr seien auf Basis erneuerbarer Energien hergestellt. Noch basierten die dafür eingesetzten Antriebskonzepte größtenteils auf erdölbasierten Kraftstoffen wie Schiffsdiesel, Kerosin für den Lufttransport sowie Benzin- und Dieselkraftstoffe für den Straßentransport, so Kaltschmitt

Programm der Ringvorlesung
Programm der Ringvorlesung
Grafik: TUHH

Nach der EU-Kommission sollen bis 2020 zehn Prozent des Energiebedarfs für den Verkehrssektor aus erneuerbaren Energien bereitgestellt werden. Dies umfasst neben den Biokraftstoffen auch den Einsatz elektrischer Energie und Wasserstoff, die aus regenerativen Energien hergestellt werden. "Werden diese Optionen in den Massenmarkt Mobilität eingeführt, hat dies erhebliche technische Konsequenzen. Erforderlich werden beispielsweise neue Antriebs- und Energiespeichertechnologien für Fahrzeuge", sagt Kaltschmitt.

Die hohe Belastung des Straßennetzes lässt sich jedoch nicht durch den Einsatz alternativer Antriebe und Kraftstoffe und effizientere Fahrzeuge lösen. Deshalb muss auch über optimierte Verkehrssysteme nachgedacht werden. Dies umfasst u. a. Ansätze zur Verkehrsvermeidung wie die intelligente Steuerung von Verkehrsflüssen, Carsharing oder dem intermodaler Verkehr, beim dem ein Transportgefäß - wie etwas ein Container - per Eisenbahn, Lastkraftwagen und Schiff transportiert wird. Kaltschmitt: "Vor diesem Hintergrund ist es das Ziel dieser Ringvorlesung, derartige Aspekte für den Luft-, Schienen- und Straßenverkehr – und bei letzterem sowohl hinsichtlich der Kraftstoffe, der Fahrzeuge und der Mobilitätskonzepte – darzustellen."

Den Eröffnungsvortrag am Freitag, 4. April, hält Prof. Dr. Dr. h. c. Marian Paschke vom Institut für Seerecht und Seeehandelsrecht der Universität Hamburg. Der Rechtswissenschaftler informiert über " Mobilität heute und morgen – Welche Leitplanken gibt der Gesetzgeber national und international vor?"Beispielsweise bestehe, so Paschke, auf internationaler Ebene derzeit nur eine geteilte Zuständigkeit für die Begrenzung der Emissionen und auch "das nationale Recht in Deutschland zeigt derzeit das Bild eines Flickenteppichs regulatorischer Vorgaben für die Verkehrsträger im Hinblick auf die Ziele eines nachhaltigen, klimaschützenden Verkehrs."

http://www.tuhh.de/iue

Siehe auch: http://www.tuhh.de/t3resour ... r2014/Ringvorlesung2014.pdf


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