Forschernachwuchs an der TUHH zeigt sich kreativ und fantasievoll

Beim Regionalwettbewerb 2014 "Jugend forscht" und "Schüler experimentieren" präsentieren 138 Schülerinnen und Schüler 67 Projektarbeiten

22.02.2014

Geballte Kraft der Jungforscher.
Geballte Kraft der Jungforscher. Foto: Bittcher/TUHH

Der Experimentierlust waren auf dem sechsten Regionalwettbewerb Hamburg Elbe 2014 "Jugend forscht" und "Schüler experimentieren" keine Grenzen gesetzt. Dieser stand unter dem Motto "Verwirkliche Deine Idee". 138 Jungforscherinnen und Jungforscher präsentierten anlässlich der Preisverleihung des diesjährigen Forschungswettbewerbs 67 Projektarbeiten aus den Gebieten Biologie, Chemie, Physik, Technik, Geo- und Raumwissenschaften sowie Arbeitswelt im Audimax I der TUHH. Dabei waren sie unter anderem mit Thermokameras auf der Suche nach Wärmelecks, ließen sich beim Designentwurf für ein Windrad von der Form eines menschlichen DNA-Strangs inspirieren, spürten dem Knoblauchgestank nach oder betrieben Bienenschutz auf biologische Art.

Professor Dr.-Ing. Jürgen Grabe, Vizepräsident für Forschung an der TUHH, begrüßte die zahlreichen Gäste, darunter Eltern, Lehrer, Jurymitglieder und Verteter der Hamburger Behörde. Grabe zeigte sich beeindruckt von den kreativen und fantasievollen Forschungsarbeiten: "Die Gesellschaft braucht solche Ideen und Forscher euresgleichen, die helfen, unsere Zukunft zu gestalten. Ich habe unter den Experimenten interessante Anwendungen gesehen, die durchaus auch für die TUHH ansprechend sind."

Malte Renius, Wettbewerbsleiter für den Regionalwettbewerb Elbe: "Zahlreich und erfreulich sind in diesem Jahr vor allem die vorgestellten Arbeiten in der Technik und zwar in beiden Sparten "Jugend forscht" und "Schüler experimentieren". Das freut mich als Leiter des Regionalwettbewerbs besonders für die TUHH und unser Partnerunternehmen Unify. Bemerkenswert ist ebenfalls, dass trotz des ausgeprägt technischen Schwerpunkts, das Verhältnis zwischen teilnehmenden Mädchen und Jungen ausgewogen ist." Keine Arbeiten wurden zum Bedauern der Organisatoren in den Bereichen Mathematik und Informatik eingereicht.

Neu war auf dieser Veranstaltung die Verleihung eines Publikumspreises, gestiftet von der Unify GmbH & Co.KG. Innerhalb der Fachgebiete werden 1. bis 3. Preise und Sonderpreise vergeben soweit genügend preiswürdige Arbeiten im jeweiligen Fachgebiet angetreten sind. Malte Renius: "Bei Jugend forscht bedeutet ein 1. Preis automatisch auch die Qualifikation für die nächst höhere Wettbewerbsrunde. Die ersten Preisträger nehmen bereits am 4. April am Landeswettbewerb teil, der bei Airbus ausgetragen wird. Die Sieger des Landeswettbewerbs treten dann schließlich auf dem Bundeswettbewerb an." Erstmalig wurde in diesem Jahr ein Publikumspreis verliehen. Dabei waren die Jungforscher aufgerufen, das für sie beste Forschungsprojekt zu wählen.

Dass auch das Interesse der Wirtschaft am diesem Wettbewerb groß ist, zeigt das Engagement von Andreas Kaska, Patenbeauftragter Unify GmbH & Co.KG: "Bereits zum dritten Mal haben wir gemeinsam mit der TUHH diesen Wettbewerb ausgerichtet. Nachwuchsgewinnung und -qualifizierung sind aufgrund des demografischen Wandels auch für die Unternehmensentwicklung von immer größerer Bedeutung. Uns ist bei den Teilnehmern nicht allein das Mitmachen wichtig, sondern vor allem ihr Durchhaltevermögen von der ersten Idee für ein Experiment bis hin zur Vorstellung ihrer Arbeit vor der Jury." Darüber hinaus wird auch der Publikumspreis von Unify gestiftet.

Der Lübecker Versicherungsmakler MARTENS & PRAHL sponserte den Jungforschern und -forscherinnen ein reichhaltiges Frühstück.

Den 1.Preis in der Kategorie "Jugend forscht Technik" nahmen Rebecca Bohlmann und Jaqueline Richter-Stuwe (11. Klasse) vom Gymnasium Oberalster entgegen. In ihrer Arbeit "Lebende Wände - die thermodynamische Wirkung von Moos", beschäftigten sich die Schülerinnen mit der Frage, ob eine Bepflanzung von Außenwänden mit Moos, Einfluss auf die Innentemperatur von Gebäuden hat. Herausgefunden haben sie, dass Moos ein guter Temperaturpuffer ist und außerdem schalldämpfend wirken.

Der 1. Preis in der Kategorie "Jugend forscht Chemie" ging ebenfalls an das Gymnasium Oberalster. Das Projekt von Juliane Wüllenweber und Katharina Schnäckel (11. Klasse) trägt den Titel "Vitaminbombe Rohkost". Dabei gingen die Schülerinnen der Frage nach, ob und inwiefern durch das Kochen von Gemüse das Vitamin C verloren geht. Ziel der Forscherinnen ist es, eine optimale Zubereitungsweise zu finden, um möglichst viel Vitamin C im Gemüse zu erhalten.

Erste Preise im Bereich "Schüler experimentieren" errangen im Bereich Biologie:

Juliane Martens und Oskar Felix Martens (8. Klasse) vom Gymnasium Buckhorn mit "Das Wasserflaschenprojekt" sowie Fabienne Bannier und Maleen Hüttmann (4. Klasse), Grundschule Brockdorffstraße, mit ihrer Arbeit "Welche Mittel machen Rosen haltbar?"

Bereich Chemie:

Robin André Thomar, Leonard Berenbrok, Jan Niklas Heck (8. Klasse) vom Gymnasium Oberalster mit "Mehr als nur ein Saft - Welche Pflanzensäfte eigen sich am besten für Grätzelzellen",

Bereich Technik:

Henrik Behrens und Philip Barisic (9. Klasse) vom Gymnasium Buckhorn mit der Arbeit "Aufgesaugt! Saugeinrichtung zum Einsammeln von Federbällen" sowie Alexander Gundermann (7. Klasse) vom Gymnasium Oberalster mit dem Projekt "Verbessertes Laserpointer-Mikroskop".
Auch der Publikumspreis ging an Alexander Gundermann für dessen beeindruckendes Projekt.

Den mit 1000 Euro dotierten Schulpreis 2014 erhielt das Gymnasium Süderelbe. Gestiftet hat den Preis die CTS Gruppen- und Studienreisen GmbH.

Weitere Informationen auf :

http://www.tuhh.de

http://www.jugend-forscht.de

http://www.unify.com


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