Kinderforscher an der TUHH

Große Abschlussveranstaltung für Beteiligte und Interessierte - Airbus unterstützt das Projekt mit 30.000 Euro

17.01.2014

v.r.n.l.: Julia Husung und Gesine Liese (KINDERFORSCHER AN DER TUHH), TUHH-Präsident Garabed Antranikian, Sonja Voltjes (Airbus), Philip Lawaczeck (Airbus), Prof. Andreas Liese (TUHH)
v.r.n.l.: Julia Husung und Gesine Liese (KINDERFORSCHER AN DER TUHH), TUHH-Präsident Garabed Antranikian, Sonja Voltjes (Airbus), Philip Lawaczeck (Airbus), Prof. Andreas Liese (TUHH)
Foto: TUHH/Geringer

Die Stars des Abends waren die KINDERFORSCHER AN DER TUHH. Ziel des Projekts ist es, Jungen und Mädchen von Alltagsbeobachtungen ausgehend über Experimente an die universitäre Forschung heranzuführen. Vor großem Publikum präsentierten 94 Schülerinnen und Schüler der 3. und 4. Klasse aus fünf Hamburger Grundschulen ihre Forschungsergebnisse.

Herzlich hieß TUHH-Präsident Professor Garabed Antranikian die jungen Nachwuchswissenschaftler willkommen: "Unsere Schüler von heute sind die Ingenieure von morgen. Deutschland braucht Ingenieure und Ingenieurinnen, um die großen Herausforderungen unserer Zeit wie beispielsweise die Energieversorgung zu lösen." Weil auch Airbus von dem Projekt begeistert ist, überreichten zwei Hamburger Vertreter des Flugzeugherstellers ein Modell des A 380 als symbolische Spende an die Kinderforscher. „Wenn Kinder und Jugendliche sich schon früh für Naturwissenschaft und Technik begeistern, ist das die beste Nachwuchsförderung für entsprechende Studiengänge und Berufswege. Airbus freut sich sehr, das Projekt Kinderforscher mit einer Summe von 30.000 Euro unterstützen zu können", so Frank Müller, Standortpersonalleiter Hamburg von Airbus.

Im Anschluss präsentierten die Dritt- und Viertklässler engagiert und professionell ihre Forschungsergebnisse, resultierend aus Besuchen in 13 TUHH-Instituten, dem DLR School LAB und der Bibliothek der TUHH. In diesem Jahr dazu gekommen sind das Institut für Thermofluiddynamik, geleitet von Prof. Dr.-Ing. Heinz Herwig, sowie das Institut für Mehrphasenströmungen unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Michael Schlüter.

Louis Wähnert, Kinderforscher der ersten Stunde.
Louis Wähnert, Kinderforscher der ersten Stunde.
Foto: TUHH/Geringer

Eingeladen zu der Nachwuchsveranstaltung hatten Gesine Liese und Julia Husung. Sie betreuen die Kurse und konzipieren das Unterrichtsmaterial. Ihr Anliegen ist, Denkanstöße zu geben und dadurch Kinder in die zu Lage versetzen, aus reiner Neugier selbständig am Thema weiter zu arbeiten.

Dazu Prof. Dr. Andreas Liese, Initiator und Koordinator dieses Projektes an der TUHH: „Mit dem Projekt Kinderforscher möchten wir Kinder die Welt der Naturwissenschaft und Technik selbst erleben lassen und als für sie erstrebenswertes Ziel darstellen. Durch den Einsatz von Alltagsmaterialien für die Experimente in allen Kursen der Kinderforscher, ermöglicht das den Schülerinnen und Schülern zu Hause weiter zu experimentieren."

Am Ende des Projekts stehen Antworten auf Fragen wie "Woraus besteht ein Computer?", "Wie werden Strömungslinien sichtbar?", "Warum fliegen Flugzeuge?" oder "Was macht eine Brücke stabil?". Die Jungforscher sind sich einig: "Der TUHH-Forscherkurs hat wirklich sehr viel Spaß gemacht!"

Vor der Präsentation stellten die Kinder im Foyer und den umliegenden Seminarräumen des AUDIMAX I Mitmachexperimente vor.

Folgende Schulen beteiligten sich in diesem Jahr an dem Forscherprojekt: Schule Alsterredder, Brecht-Grundschule, Schule Kerschensteinerstraße, Schule Am Kiefernberg und Schule In der Alten Forst. Auch die Schule Am Falkenberg nahm an der Abschlussfeier teil, die wie elf weitere Schulen dieses Jahr über den KINDERFORSCHER-Experimentierkistenverleih den Kurs an ihrer Schule nachhaltig fortgesetzt hat. Ermöglicht wurde dieses für viele Schulen durch die „Andreas August Friedrich Nissen und Alwine Schulze-Nissen Stiftung“.

Im Jahr 2007 startete KINDERFORSCHER AN DER TUHH in Kooperation mit der Beratungsstelle besondere Begabungen (BbB) im Lehrerinstitut (LI) Hamburg. Die KINDERFORSCHER bieten inzwischen Projekte für über 850 Schüler und Schülerinnen an 30 Schulen jährlich an. Für weiteres Wachstum sind Mitstreiter immer herzlich willkommen.

Auch Louis Wähnert (16), Schüler der 11. Klasse im Harburger Heisenberg Gymnasium, besuchte die Abschlussveranstaltung. Er ist ein KINDERFORSCHER der ersten Stunde. Seine erste Begegnung mit Gesine Liese und Julia Husung hatte er 2006/2007 während des Kinderforscher-Projekts an der Grundschule In der Alten Forst. "Ich habe dann 2008 an dem ersten Kinderforscher-Projekt an unserem Gymnasium teilgenommen. Als Schüler in der 8. und 9. Klasse unterrichtete ich die Kinderforscher die Schülerinnen und Schüler der fünften Klasse.“ Besonders beeindruckt hätten ihn Besuche in den TUHH-Instituten für Geotechnik, Biotechnologie und Lasertechnologie." Ohne die Kinderforscher hätte ich die TUHH wahrscheinlich nie kennengelernt, nie das Audimax gesehen und kein Interesse für Physik und Biologie entwickelt", so Louis. Bereits in der 9. Klasse absolvierte er ein Praktikum bei der Daimler AG in Harburg und im vergangenen Herbst ein freiwilliges Praktikum bei Airbus. Seitdem sieht er bei dem Flugzeughersteller seine berufliche Zukunft. "Vielleicht werde ich Ingenieur, - wenn alles klappt."

See also: http://www.kinderforscher.de


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