Und wieder eine Auszeichnung für die Blue Engineering AG

Die studentische Arbeitsgemeinschaft erhält den 1. Harburger Nachhaltigkeitspreis

18.11.2013

Die Vertreter der Blue Engineering AG Thomas Richter, Christian Hoffmann, Lisa Bremer und Christoph Drewitz (v.l.n.r) zwischen Rolf de Vries, Vorsitzender des Fördervereins HARBURG21 (1.v.l) und Thomas Völsch, Bezirksamtsleiter Harburg (1.v.r.)
Die Vertreter der Blue Engineering AG Thomas Richter, Christian Hoffmann, Lisa Bremer und Christoph Drewitz (v.l.n.r) zwischen Rolf de Vries, Vorsitzender des Fördervereins HARBURG21 (1.v.l) und Thomas Völsch, Bezirksamtsleiter Harburg (1.v.r.)
Foto: TUHH/Bittcher

Am 13. November 2013 haben Thomas Völsch, Harburger Bezirksamtsleiter, und der Vorsitzende der Bezirksversammlung Harburg Manfred Schulz den 1. Harburger Nachhaltigkeitspreis in der Technischen Universität Hamburg (TUHH) an drei Preisträger verliehen.
Der mit 1.500 Euro dotierte Preis ging zu gleichen Teilen an die Blue Engineering AG an der TUHH, an die Katholische Schule Harburg und die Staatliche Handelsschule mit Wirtschaftsgymnasium Harburg (H10). Eine unabhängige sechsköpfige Jury aus namhaften Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung hatte aus insgesamt 18 Bewerbern die drei Preisträger ausgewählt.
Ausgezeichnet wurde die Blue Engineering AG der TUHH - eine Gruppe Studierender und Doktoranden - für ihr außergewöhnliches Angebot von "Workshops und Vorträgen zur ökologischen und sozialen Verantwortung im Ingenieursberuf". Diese Arbeit soll die Hochschulöffentlichkeit und Interessierte für die Verantwortung des Ingenieurs sensibilisieren, indem sie ethisch-moralische und ökologische und soziale Fragestellungen in den Mittelpunkt stellt.

Groß war die Überraschung auf Seiten der AG-Teilnehmer. Hatten sie doch erst vor wenigen Tagen den TUHH-Motivationspreis entgegengenommen. "Wir sind ebenso erstaunt wie begeistert, dass wir so kurz hintereinander ausgezeichnet werden", sagt Christoph Drewitz (24), Masterstudent Elektrotechnik. "Auch weiterhin werden wir alles daran setzen, dass jeder Studierende, der die TUHH verlässt, sagen kann: Ich bin mir meiner sozialen und ökologischen Verantwortung als Ingenieurin oder als Ingenieur bewusst." In Deutschland einmalig und vorbildlich sind die Seminare von Studierenden für Studierenden der Blue Engineering AG, die sich mit Themen wie "Ökologie und soziale Aspekte in Ingenieurberufen" auseinandersetzten. "Studierende sollten möglichst früh für ihre soziale und ökologische Verantwortung sensibilisiert werden.
Die meist rein technischen Inhalte des Grundlagenstudiums sind nur ein Ausschnitt der Ingenieurarbeit. Das Blue Engineering-Seminar soll hier gezielt ergänzen. Die bereits erwähnten sozialen, ökologischen und ökonomischen Faktoren sind hierbei genauso wichtig, wie die Geschichte des Ingenieurberufs und des ethisch "korrektes" Handelns", heißt es auf der Website der AG. Mit bis zu 27 Teilnehmern und Teilnehmerinnen sind die Seminare regelmäßig ausgebucht.

Angklung Hamburg Orchestra
Angklung Hamburg Orchestra
Foto: TUHH/Bittcher

Dazu Thomas Richter (21) drittes Semester GES: "Generell sind sechs AG-Mitglieder am Seminar beteiligt und benutzen unterschiedliche didaktische Methoden. Bei uns kommt so gut wie kein Frontalunterricht vor. Stattdessen möchten die Teilnehmer ermutigen das jeweilige Thema aktiv kennenzulernen und gemeinsam zu hinterfragen. Die Seminare sind eine Abwechslung von gängigen Vorlesungen und Übungen, in denen interdisziplinäres, selbstständiges und kreatives Lernen und Denken im Vordergrund stehen." Mit Ende des Seminars erhält jeder Teilnehmer zwei Credit Points.
"Die Blue Engineer wollen eine dauerhafte Bewegung in Richtung nachhaltige Entwicklung anstoßen, die - an Dozenten weitergegeben - auch in die Vorlesungen gelangen sollen. Zur Verbreitung unserer Ideen und Anliegen verlegen wir "The Blue Engineer", unsere eigene studentische Zeitung", sagt AG-Mitglied Tsen Miiu Tran (26), Masterstudent der Flugzeugsystemtechnik. Was die AG sich wünscht, ist ein eigener Raum, über den sie immer verfügen kann: "Dann könnten grüne Projekte im noch viel größeren Stil verwirklicht werden."

Mit dem Preis ehrt die Bezirksversammlung Harburger Bürger und Organisationen, die in ehrenamtlicher oder hauptamtlicher Tätigkeit vorbildliche innovative Projekt im Bezirk Harburg auf den Weg bringen und die drei Nachhaltigkeitsdimensionen Ökologie, Soziales und Ökonomie berücksichtigen.
Das abendfüllende Programm wurde von dem Angklung Hamburg Orchestra und seinen Bambusklängen begleitet. Initiator und Kooperationspartner für den Harburger Nachhaltigkeitspreis ist HARBURG21. Diese Initiative steht für die Lokale Agenda 21 und das NachhaltigkeitsNetzwerk im Raum Harburg.

blue-engineer@tuhh.de

http://www.blue-engineering.org


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