Interdisziplinarität - Theorie und/oder Praxis?

Über Konstruktion und Schönheit referiert im dritten Teil der Ringvorlesung der Bauingenieur Prof. Dr. Joseph Schwartz

12.11.2013

Konstruktion und Schönheit.
Konstruktion und Schönheit. Foto: Joseph Schwartz

Im Rahmen der sechsteiligen Ringvorlesung "Interdisziplinarität - Theorie und/oder Praxis?" des Graduiertenkollegs Kunst und Technik an der TUHH referiert am Dienstag, 12. November, um 19 Uhr im Ditze-Hörsaal (Schwarzenbergstraße 95, Raum 0.16) der Schweizer Bauingenieur Prof. Schwartz:

"Wie entstehen Bauwerke, bei denen nicht klar ist, ob die architektonische Idee oder das Tragwerkskonzept zuerst vorhanden waren?" In seinem Vortrag geht Schwarz dieser Frage nach und stellt die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Architekt und Bauingenieur in den Vordergrund. Ausgehend von der geschichtlichen Entwicklung seit der Aufspaltung der beiden Disziplinen wird in einem kritischen Rückblick - unter Berücksichtigung sowohl wissenschaftlicher als auch praktischer Aspekte - auf das Zustandekommen der heutigen unbefriedigenden Situation betreffend interdisziplinärer Projektierung und Ausführung von Bauwerken eingegangen. Der Referent illustriert, wie von ihm gelebte Ansätze in Wissenschaft, Lehre und Praxis es ihm ermöglicht haben, einige herausragende Bauwerke erfolgreich mitzugestalten.

Joseph Schwartz ist seit Februar 2008 ordentlicher Professor für Tragwerksentwurf am Departement Architektur der ETH Zürich.

Er studierte an der Abteilung für Bauingenieurwesen der ETH Zürich und promovierte mit einer Arbeit über die Bemessung von Mauerwerkswänden und Stahlbetonstützen unter Normalkraft, welche mit der Silbermedaille der ETH ausgezeichnet wurde. Weiter beschäftigte er sich mit Spannungsfeldern zur Bemessung von Stahlbetontragwerken

Seit 2002 führt er ein eigenes Ingenieurbüro mit Sitz in Zug und arbeitet eng mit mehreren führenden schweizerischen Architekten zusammen.

Das Ziel des auslaufenden Graduiertenkollegs "Kunst und Technik" besteht darin, ingenieur- und geisteswissenschaftliche Forschungsgebiete durch übergeordnete Fragestellungen zusammenzuführen. Das gemeinsame Forschungsinteresse richtet sich auf die Bedeutung von Material und Form in Kunst und Technik. Die Forschung im Kolleg soll sowohl interdisziplinär als auch transdisziplinär angelegt und zwischen naturwissenschaftlich-technischen und künstlerisch-geisteswissenschaftlichen Disziplinen eine Verständigung schaffen. Folgende Disziplinen sind an dem Kolleg und der Gestaltung der Ringvorlesung beteiligt: Kunstgeschichte, Bauingenieurwesen/Massivbau, ArchitekturVolkskunde/Kulturanthropologie und die Materialwissenschaft.

Gastgeber des Abends ist Prof. Dr. Viktor Sigrist, Leiter des TUHH-Instituts für Massivbau und Vize-Präsident Strukturentwicklung. Er engagiert sich als stellvertretender Sprecher des Kollegs und ist innerhalb dessen zuständig für den Bereich Bauingenieurwesen/Tragwerksbau.

Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenfrei.

Siehe auch: http://www.tuhh.de/t3resour ... erten_ring_plakat_final.pdf


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