TUHH-Studierende sind Europameister im Rudern

Gemeinsam mit Sportlern aller Hamburger Hochschulen gewannen sie zwei Gold- und zwei Bronzemedaillen

25.09.2013

Frauen-Doppelvierer: Svenja Völkner (5. v.l oben), Irene Zapp (8. v.l. oben)

Frauen-Doppelvierer: Svenja Völkner (5. v.l oben), Irene Zapp (8. v.l. oben)

Foto: Svenja Völkner

Bei den 8. Europäischen Hochschulmeisterschaften im Rudern Anfang September im polnischen Poznan errangen Studierende der Technischen Universität Hamburg zwei Bronze- und zwei Goldmedaillen. Insgesamt waren mehr als 400 Aktive aus 14 Nationen nach Poznan gereist, um in 19 Bootsklassen für ihre Uni den europäischen Meistertitel zu erringen. Deutschland stellte mit insgesamt 72 Aktiven und 13 Betreuerinnen und Betreuern von über 28 verschiedenen Hochschulen aus dem ganzen Bundesgebiet die größte Delegation. Die Ruderer der TUHH waren gemeinsam mit Sportlern aller Hamburger Hochschulen als Wettkampfgemeinschaft im Frauendoppelvierer, Frauenachter, Leichtgewichts-Männerdoppelvierer und Leichtgewichts-Männerachter am Start.

Während des ganzen Wochenendes zeigte Poznan sich mit makellosem Spätsommerwetter von seiner schönsten Seite, lediglich der starke Gegenwind machte den Ruderern zu schaffen. Aus Hamburger Sicht begann die Regatta mit dem Frauenachter, in dem Ann-Kristina Breide für die TU ruderte. In einem grandiosen Finale erkämpfte sich der Hamburger Achter über die 2000m lange Strecke die Bronzemedaille hinter den Universitäten aus Newcastle (GB) und Lorraine (FRA). Im Frauendoppelvierer traten Svenja Völkner und Irene Zapp für die TUHH an. Auch bei ihnen ging es im Finale um die Medaillen. Die Gegnerinnen aus Polen ließen in ihrem Heimatland nichts anbrennen und ruderten direkt vom Start einen Vorsprung heraus. Die Hamburgerinnen kämpften mit den Britinnen um die Silbermedaille, mussten dann aber dem starken Gegenwind Tribut zollen und fielen auf den dritten Rang zurück. Im Ziel bedeutete dies die zweite Bronzemedaille für Hamburg hinter den Universitäten aus Bydgoszcz (POL) und London (GB).

Männer-Achter Rennen: Konstantin Steinhübel (4. v.l), Ingo Voigt (5.v.l), FInn Brose (8. v.l.)
Männer-Achter Rennen: Konstantin Steinhübel (4. v.l), Ingo Voigt (5.v.l), FInn Brose (8. v.l.)
Foto: Svenja Völkner

Die Männer starteten in der Kategorie der Leichtgewichte. Das bedeutete, zwei Stunden vor jedem Rennen auf die Waage zu gehen und 70kg Mannschaftsdurchschnittsgewicht nachzuweisen. Konstantin Steinhübel und Ingo Voigt waren gemeinsam im Doppelvierer und mit Finn Brose im Achter für die TUHH im Einsatz. Steinhübel hatte wenige Tage zuvor während der Ruder-WM in Südkorea einen hervorragenden fünften Platz im Leichtgewichts-Doppelzweier belegte.

Da im Achter keine andere Hochschule gemeldet hatte, durften die Hamburger "Dünnbeine" in der offenen Gewichtsklasse antreten; mussten aber, um den Titel zu gewinnen zu jedem der Rennen das Gewicht nachweisen und weniger als 12 Sekunden hinter dem Sieger ins Ziel fahren. Nachdem im Vorlauf der direkte Einzug ins Finale mit einem dritten Platz verpasst wurde, nutzten die Hamburger ihre zweite Chance. Dank großartiger mannschaftlicher Geschlossenheit überspurteten sie im Endspurt des Qualifizierungsrennens die Mannschaften aus Zürich (SUI) und Bydgoszcz(POL). So war die Finalteilnahme gesichert. Das Finale selbst geriet zum Krimi. Einen Rückstand von 500 Metern zur Streckenhälfte holten die "Dünnbeine" nicht nur auf: Der früh eingeleitete Endspurt führte zuerst zum Überholen der Mannschaft aus St. Petersburg, ehe der deutsche Schwergewichts-Männerachter von der RWTH Aachen noch vor der Ziellinie abgefangen werden konnte. Mit zehn Sekunden Abstand zum Sieger wurde in diesem Schwergewichts-Feld der vierte Platz belegt, was mit der Goldmedaille im Leichtgewichts-Männerachter belohnt wurde.

Ebenfalls am letzten Tag der Meisterschaften sicherte sich das Team "Hamburger Leichtgewichts-Doppelvierer" die Goldmedaille mit mehreren Längen Vorsprung vor den Verfolgern. In der Abschlusszeremonie wurde Deutschland als Gesamtsieger gekürt wurde.

Weitere Infos: http://www.rowing2013.eusa.eu/ http://www.adh.de/


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