Messtechniker erhält Honorarprofessur an der TUHH.

Feierliche Verleihung des Titels an Dr.-Ing. Roland Harig

10.07.2013

Während seiner Antrittsvorlesung erklärte Prof. Harig u.a. die Funktionsweise der Infrarotspektroskopie.
Während seiner Antrittsvorlesung erklärte Prof. Harig u.a. die Funktionsweise der Infrarotspektroskopie. Foto: TUHH/Bittcher

Für seine Arbeit im Bereich der Lehre und Forschung am Institut für Messtechnik, hat die Technische Universität Hamburg (TUHH) Dr.-Ing. Roland Harig eine Honorarprofessur verliehen. Damit reiht er sich in eine Riege aus insgesamt 19 Honorarprofessuren, die bis heute an der TUHH verliehen wurden.

In seiner Eröffnungsrede würdigte TUHH-Präsident Professor Garabed Antranikian die Bedeutung der Arbeit von Honorarprofessoren in der Lehre und verwies auf die Parallelen zu den Forschungsschwerpunkten der TUHH.. Professor Harig sei ein Botschafter der TU, der durch seine "Expertise von außen dazu beiträgt, dass wir effizienter werden". Auch Professor Dieter Gollmann, Leiter des Instituts für Sicherheit in verteilten Anwendungen, würdigte in seiner Laudatio die Leistungen des Messtechnikers: "Die Arbeit am Institut für Messtechnik geht weit über die enge Sicht des Ingenieurs hinaus", sagte er in seiner Rede. Zudem habe sie eine sehr evidente Wirkung in der Welt. Im Anschluss an die Laudatio stellte Professor Harig seine Arbeit auf dem Gebiet der abbildenden Fernerkennung von Gefahrstoffen im Rahmen eines Vortrags vor und ging dabei insbesondere auf die Infrarotspektroskopie ein, eine von mehreren angewandten Methoden, um Gefahrstoffe per Fernerkennung festzustellen. Eine wesentliche Rolle spielt dabei das System SIGIS2, ein scannendes Infrarot-Gasvisualisierungssystem, das von der Firma Bruker Optik - mit Professor Harig als Leiter der Fernerkennung und Gasanalytik - entwickelt wurde. Das System überträgt per Video ein Bild von einer bestimmten Umgebung und analysiert diese dabei 16mal pro Sekunde auf 50 verschiedene toxische Gefahrstoffe. Potenziell gefährliche Gaswolken werden dann mit einer halbtransparenten Überlagerung auf dem Bildschirm angezeigt. Dies ermöglicht unter anderem eine einfachere Rekonstruktion der Quelle. Auch auf Vulkanen kommt das Gerät zum Einsatz, um die Emissionen und den Eintrag des Vulkans in die Atmosphäre zu messen.

Von links: Prof. Dr. Dieter Gollmann, Prof. Dr.-Ing. Roland Harig, TUHH-Präsident Prof. Garabed Antranikian und Prof. Dr.-Ing. Gerhard Matz.
Von links: Prof. Dr. Dieter Gollmann, Prof. Dr.-Ing. Roland Harig, TUHH-Präsident Prof. Garabed Antranikian und Prof. Dr.-Ing. Gerhard Matz. Foto: TUHH/Bittcher

Bereits seit 1997 ist Professor Harig am Institut für Messtechnik tätig, zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter und ab 2004 auch als Juniorprofessor. 2010 erhielt er einen Lehrauftrag für den Bereich Messtechnik, in dem er sich besonders der Gasmesstechnik und der Fernerkundung von Gasen widmete. Während seiner Zeit an der TUHH gründete er ein eigenes Unternehmen, das sich auf die Ferndetektion und Visualisierung von Gasen und Flüssigkeiten mittels Infrarotspektroskopie konzentrierte. Nehmen seiner Tätigkeit im Bereich der Lehre und der Forschung, engagiert er sich in der Schutzkommission des Bundesinnenministeriums. Zudem ist er Mitglied im wissenschaftlichen Beirat der Kommission "Reinhaltung der Luft VDI und DIN" sowie der Arbeitsgruppe "Fernmessverfahren der Kommission "Reinhaltung der Luft VDI und DIN".


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