Doktoranden und Postdocs im Mittelpunkt

Workshop des Forschungsschwerpunkts (FSP) "Integrierte Biotechnologie und Prozesstechnik bietet Jungwissenschaftlern eine Plattform

01.03.2013

Poster bieten die Möglichkeit, wissenschaftliche Arbeiten visuell darzustellen.
Poster bieten die Möglichkeit, wissenschaftliche Arbeiten visuell darzustellen. Foto: TUHH

Doktoranden, Doktorandinnen und Postdocs eine Plattform zu bieten, auf der sie ihre wissenschaftlichen Arbeiten in Wort und Bild präsentieren und zur Diskussion stellen, das ist das Ziel des 2. Workshops des Forschungsschwerpunkts (FSP) "Integrierte Biotechnologie und Prozesstechnik". Der Workshop findet heute, 1. März, von 9 bis 17 Uhr im Haus der TuTech Innovations GmbH, Harburger Schloßstraße 6, statt. Er wird den interdisziplinären Austausch im Forschungsschwerpunkt zwischen 100 Verfahrenstechnikern, Biologen, Biotechnologen und Chemiker stärken und die Vielfalt der Forschungsvorhaben innerhalb der Hochschule publik machen. Initiator des nunmehr zweiten des Treffens ist der Sprecher des Forschungsschwerpunktes, Professor Andreas Liese: "Das Besondere an dem jährlich stattfindenden FSP Workshop ist, dass hier die interdisziplinäre Kommunikation gelebt wird. Ein Hauptaugenmerk liegt auf der Diskussion der wissenschaftlichen Poster für die allein drei Stunden vorgesehen sind. Hier haben die Doktorandinnen und Doktoranden die Gelegenheit ihr Thema mit Biologen, Chemikern und Ingenieuren zu diskutieren, sowohl von der praktischen als auch von der theoretischen Seite. Gleichzeitig handelt es sich bei der Posterpräsentation um einen Biete/Suche-Markt, bei dem jeder Mitarbeiter Technologien und Methoden anbietet und sucht, welches zu einer engen Vernetzung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit führt."

Organisatorin des Workshops ist Forschungskoordinatorin Dr. Monika Johannsen: "Unser FSP-Workshop erfreut sich insbesondere bei den Doktorandinnen und Doktoranden großer Beliebtheit. Er bietet "Newcomern" die Möglichkeit sich eine institutsübergreifende Übersicht über alle laufenden Forschungsarbeiten im Forschungsschwerpunkt zu verschaffen und von den "alten Hasen" zu lernen."

In dem ganztägigen Workshop des Forschungsschwerpunktes Integrierte Biotechnologie und Prozesstechnik geben Doktoranden und Postdocs Einblick in ihre aktuelle Forschung.
In dem ganztägigen Workshop des Forschungsschwerpunktes Integrierte Biotechnologie und Prozesstechnik geben Doktoranden und Postdocs Einblick in ihre aktuelle Forschung. Foto: TUHH


Gemeinsames Ziel aller ist es, die Forschung auf dem Gebiet der Integrierten Biotechnologie und Prozesstechnik den Weg zu einem nachhaltigen Umgang mit den weltweit begrenzten Rohstoffen zu ebnen; und Verbesserungen in den Bereichen wirtschaftlicher Wertschöpfung und damit der Wettbewerbsfähigkeit sowie der Beschäftigungssituation in der Deutschen Industrie zu erreichen. 85 Doktoranden und Post-Doktoranden sowie 18 Professoren aus zwölf Instituten der TUHH werden die Gelegenheit nutzen, sich institutsübergreifend mit Kollegen über ihre Forschungsarbeit auszutauschen - auch vor dem Hintergrund, sich für einen nachfolgenden Karriereweg in der Wissenschaft zu qualifizieren. Die jungen Wissenschaftler werde ihre Arbeiten mündlich im Vortrag formulieren oder visuell auf Postern. Letztlich gilt es, Inhalt und Darstellung in Einklang zu bringen. "Die Inhalte können noch so neu und relevant sein, werden sie doch nur dann vermittelt, wenn das Poster die Aufmerksamkeit der Betrachter auf sich zieht und wenn es den Betrachtern gelingt, die Inhalte schnell zu erfassen", sagt Dr. Monika Johannsen. Denn auch für die Wissenschaft gilt: Gelungene Kommunikation ist eine Kunst. Die beiden Poster, denen es gelingt, die größte Aufmerksamkeit der Workshop-Teilnehmer auf sich zu ziehen und Inhalte optimal zu vermitteln, werden mit einem Buchpreis belohnt.

Sechs Doktoranden/innen und Postdoc-Wissenschaftler werden Vorträge halten.Hinzu kommen Berichte zu den Zukunftsthemen des Forschungsschwerpunkts aus den Bereichen "Biokatalysatoren - Wechselwirkungen zwischen Funktion und Präparation" und "Molekulare Methoden in der Verfahrenstechnik". Die Zukunftsthemen werden geleitet und im Workshop vorgestellt von den Postdocs Dr. Lutz Hilterhaus (Biokatalysatoren) und Dr.-Ing. Sven Jakobtorweihen (Molekulare Methoden). Es folgen Berichte zu sechs bilateralen FSP-Projekten. Der Workshop als Plattform für den Forschungsaustausch zeigt zudem, wie gut die interdisziplinär ausgerichteten Jungwissenschaftler Präsentations- und Kommunikationstechniken beherrschen. Darüber hinaus ist der Forschungsschwerpunkt im Allgemeinen so angelegt, dass neben dem wissenschaftlichen Austausch die Nachwuchsforscher in das bestehende Netzwerk mit kleinen und mittleren Unternehmen, aber auch Großunternehmen aus Chemie und Life Sciences einbezogen werden; so dass nicht im Elfenbeinturm geforscht wird, sondern praxisrelevante Aufgabenstellungen mit hohem industriellen Umsetzungspotential in Angriff genommen und bearbeitet werden.

Info: Postdocs sind junge Wissenschaftler die nach Beendigung einer Promotion den Doktorgrad erlangt haben und nun an einer Universität oder einem Forschungsinstitut befristet angestellt sind. Während dieser Zeit arbeiten sie an Forschungsprojekten, wobei die Stelle des Post-Doktoranden meist durch Drittmittel finanziert wird.


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