Wärmebildkamera von der Henri Benthack Stiftung gespendet

TUHH-Prof. Frank Schmidt-Döhl "Damit wird die Bauingenieurausbildung für die Studierenden noch attraktiver"

17.12.2012

Einen Blick durch die Wärmebildkamera wirft Klaus Lühmann, Vorstandsvorsitzender der Henri Benthack Stiftung.
Einen Blick durch die Wärmebildkamera wirft Klaus Lühmann, Vorstandsvorsitzender der Henri Benthack Stiftung.
Foto: TUHH

Auch Universitäten wie die Technische Universität Hamburg brauchen Zuwendungen. Jetzt ermöglicht eine Spende der Henri Benthack Stiftung über 10.000 Euro die Einführung von Bauingenieurstudierenden in den aktuellen Stand der Technik: Das Institut für Baustoffe, Bauphysik und Bauchemie investierte in eine
Wärmebildkamera, mit deren Hilfe Studierende eigene Messungen ausführen, die Ergebnisse auswerten und in einen Zusammenhang zur späteren Berufspraxis bringen können.

"Wir möchten mit unserem Engagement die Studierenden erreichen und fördern. Die Wirtschaft braucht immer mehr hochqualifizierte Techniker. Die TUHH erfüllt diese Aufgabe in hervorragender Weise", sagte Klaus Lühmann, Vorstandsvorsitzender der Henri Benthack Stiftung. Die Stiftung ist zudem Mitglied in der Stifterversammlung zur Förderung der TUHH.

"Dank der großzügigen Spende können wir die Studierenden einerseits in den aktuellen Stand der Technik einführen und andererseits mehr Praxisbezug im Studium herstellen. Damit wird die Bauingenieurausbildung für die Studierenden noch attraktiver. Ich bin sehr froh darüber und danke der Henri Benthack Stiftung herzlich", so Professor Frank Schmidt-Döhl, Leiter des Instituts für Baustoffe, Bauphysik und Bauchemie.

Die Bautätigkeiten in den entwickelten Ländern liegen heute und zukünftig größtenteils im Bereich des Bauens im Bestand. Wissenschaftler im Fachgebiet beschäftigen sich schwerpunktmäßig mit der Entwicklung von Maßnahmen zur Energieeinsparung bei Gebäuden. Ein wichtiger Aspekt hierbei ist die Erfassung des Bauwerkszustandes mit Wärmebildkameras. Die von der Kamera erstellten Infrarotbilder zeigen schnell und zuverlässig Anomalien und Schäden an Gebäudehüllen oder Innenräumen. Materialien und Bauteile werden vollkommen zerstörungsfrei durch ein bildgebendes Verfahren geprüft. Energieverluste, Wärmebrücken und Leckagen können berührungslos geortet werden. So gilt die "Bauthermografie" als effektives, einfach durchzuführendes und preiswertes Untersuchungsverfahren zur Kontrolle des wärme- und feuchteschutztechnischen Zustands von Baukonstruktionen und der Ausführungsqualität von baulichen Maßnahmen.

Im Kreis von Studierenden und Lehrenden überreicht Klaus Lühmann, Vorstandsvorsitzender der Henri Benthack Stiftung eine Wärmebildkamera an Professor Frank Schmidt-Döhl, Leiter des Instituts für Baustoffe, Bauphysik und Bauchemie. 
Im Kreis von Studierenden und Lehrenden überreicht Klaus Lühmann, Vorstandsvorsitzender der Henri Benthack Stiftung eine Wärmebildkamera an Professor Frank Schmidt-Döhl, Leiter des Instituts für Baustoffe, Bauphysik und Bauchemie. 
Foto: TUHH

Bei dem heute üblichen hohen Standard des baulichen Wärmeschutzes stellen Fragen zu Wärmebrückenwirkungen, das heißt den dadurch entstehenden Wärmeverlusten ein zentrales Thema in der Ausbildung dar. Studierende können beispielsweise prüfen, ob Thermografie-Messungen bei den aktuell vorliegenden Randbedingungen sinnvoll sind. Welche Grenzen und Anwendungsbedingungen sind zu beachten, um aussagekräftige Ergebnisse zu erhalten? Durch diese und weitere Fragen lernen die Studierenden in der Übung "Materialprüfung, Bauzustands- und Schadensanalyse" im Master-Studium zunächst die Grundlagen und die Grenzen des Messverfahrens kennen.

"Ein tolles Verfahren", bestätigt Dr.-Ing. Gernod Deckelmann, Oberingenieur am Institut für Baustoff, Bauphysik und Bauchemie. "Am Ende des Masterstudiengangs sollten die Studierenden in der Lage sein, Aufnahmen der Wärmebildkamera zu interpretieren, zu bewerten und die Anwendungsgrenze derartiger Bilder der neuen Generation einzuschätzen."

Über die Henri Benthack Stiftung

"Eine Investition in die Jugend und in die Zukunft der Baubranche." Dieses Ziel hatte Gerdi Benthack vor Augen, als sie zusammen mit ihrer Tochter Sigrid Schölzel im Jahr 2005 die Henri Benthack Stiftung gründet. Ebenso wird hier die Philosophie des gleichnamigen Baustoff-Fachhandelsunternehmens Henri Benthack in unterschiedlichen Projekten verwirklicht. Die Stiftung hatte zuvor ein Mikroskop für die Untersuchung von Baustoffen sowie zwei Versuchsstände im Institut für Wasserbau. Darüber hinaus hat sie durch Zuwendungen die Ringvorlesung "Vom Nützlichen und Schönen" sowie die Stiftung zur Förderung der TUHH unterstützt. Aus den jährlichen Zinserträgen wird seit diesem Jahr die sogenannte Pfingst-Exkursion von Bauingenieurstudierenden gefördert.

Text: Saskia Kapels


TUHH - Public Relations Office

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