Internationaler Kongress biocat2012

Verleihung des Biocat Award an Bord der Louisiana Star

06.09.2012

Professor Garabed Antranikian im Kreis der glücklichen Preisträgern des Biocat-Award 2012: Wolfgang Kroutil, Jeffrey Moore und Pierre Monsan
Professor Garabed Antranikian im Kreis der glücklichen Preisträgern des Biocat-Award 2012: Wolfgang Kroutil, Jeffrey Moore und Pierre Monsan Fotos: TUHH/Brinkmann

Im Mittelpunkt des sechsten "International Congress on Biocatalysis" (biocat) an der Technischen Universität Hamburg stand der Austausch von über 350 Wissenschaftlern aus 19 Nationen über aktuelle Themen der Biokatalyse. Doch weil ähnlich den Hochleistungssportlern auch Wissenschaftler nach Tagen geistiger Höchstleistung kreative Pausen benötigen, hatte Professor Garabed Antranikian als Vorsitzender des biocat-Kongresses seine Kollegen zu einer Fahrt auf der "MS Lousiana Star" im Hamburger Hafen eingeladen. Also raus aus dem Audimax und rauf auf den imposanten Schaufelraddampfer, der an den Landungsbrücken auf die Vertreter aus Forschung Wissenschaftler wartete.

Im eleganten Flair amerikanischer Südstaaten genossen die internationalen Gäste auf dem Schiff die aufregende Hafenatmosphäre, den wasserseitigen Anblick der schönsten Stadt Deutschlands, ein spektakuläres Buffet sowie die zwanglose Unterhaltung mit weltweit bedeutenden Wissenschaftlern aus dem Bereich der Biotechnologie.

Der Höhepunkt des geselligen Abends an Bord war die Verleihung des Biocat-Awards. Seitdem Professor Antranikian den Kongress im Jahr 2002 initiierte, hat sich "biocat" im zweijährigen Rhythmus zu einem hochrangigen internationalen Forum etabliert. Ausgezeichnet werden Wissenschaftler, Persönlichkeiten und Vertreter der Wirtschaft für ihre herausragenden Forschungsleistungen. Der Preis gilt in der Szene als eine der wichtigsten Auszeichnungen auf dem Gebiet der Biotechnologie.

Über 350 Wissenschaftler aus 19 Nationen genossen die Fahrt auf der "Lousiana Star" durch den Hamburger Hafen
Über 350 Wissenschaftler aus 19 Nationen genossen die Fahrt auf der "Lousiana Star" durch den Hamburger Hafen

Ausgezeichnet wurden in diesem Jahr:

  • Professor Wolfgang Kroutil (Universität Graz) in der Kategorie "Wissenschaftliche Forschung"
  • Professor Jeffrey Moore in der Kategorie "Industrielle Forschung"
  • Professor Pierre Monsan in der Kategorie "Lebenswerk"

"Für unseren Wissenschaftsbereich ist es außerordentlich wichtig, dass es diesen Preis gibt, denn Gesellschaft wie auch Politiker müssen auf unsere Arbeiten aufmerksam gemacht werden", sagt Wolfgang Kroutil, außerordentlicher Professor am Institut für Chemie der TU Graz. "Kroutil ist einer der Shooting-Stars aus der jungen Generation unserer Gemeinschaft", so Antranikian. Der Grazer und sein Team fanden heraus, wie man Enzyme aus der Natur dazu bringt, Kunststoffbausteine für Polyamide (Kunststoffe) herzustellen.

Wie alle Kongress-Teilnehmer weiß er um die Vorteile einer interdisziplinären Zusammenarbeit, wie sie in der Biotechnologie praktiziert und von Prof. Antranikian maßgeblich gefördert wird. "Die Zeiten, als Wissenschaftler im stillen Kämmerlein experimentierten, liegen hinter uns. Wir alle schauen, was die anderen Kollegen machen und praktizieren die Quervernetzung", sagt Kroutil. Der 40-Jährige publizierte mehr als 120 wissenschaftliche Artikel und ist Coautor von elf Patenten.

Als Schlüsseltechnologie ist die Biotechnologie für viele Wirtschaftszweige inzwischen zu einem wesentlichen Innovationstreiber geworden. Ob Medizin, Industrie, Ernährung, Energie oder Landwirtschaft - die Nachfrage nach biobasierten Innovationen ist groß. Vor dem Hintergrund der Energiewende in Deutschland und dem zunehmenden Kostendruck auf öffentliche Gesundheitssysteme sind neuartige Lösungen gefragter denn je. Die Produkte, Verfahren und Dienstleistungen aus den Laboren der Biotechnologie-Unternehmen werden deshalb immer aufmerksamer registriert.


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