Experte für sauberes Trinkwasser: Prof. Dr. Mathias Ernst von der TU Hamburg-Harburg

17.08.2012

Prof. Dr.-Ing. Mathias Ernst
Prof. Dr.-Ing. Mathias Ernst
Foto: privat

Dr.-Ing. Mathias Ernst ist neuer Leiter des Instituts für Wasserressourcen und Wasserversorgung an der Technischen Universität Hamburg-Harburg (TUHH). Der Experte für Trinkwasser tritt die Nachfolge von Prof. Dr.-Ing. Knut Wichmann an. In seiner Antrittsvorlesung unter dem Motto "Effiziente und sichere Wasserversorgung: eine Herausforderung weltweit" gab Ernst einen Überblick über sein Fachgebiet.

Der Schwerpunkt seiner Forschung an der TU in Hamburg sind technische Verfahren der Wasseraufbereitung und -versorgung. Das Institut beschäftigt sich mit dem nachhaltigen Wasserressourcenmanagement von Grund- und Oberflächenwässern. Dabei geht es auch um chemische und mikrobiologische Untersuchungen von Wasser sowie der Sicherung der Wasserqualität.

Vor seiner Berufung an die TU Hamburg war der promovierte Umweltschutzingenieur neun Jahre Geschäftsführer des Innovationszentrums "Wasser in Ballungsräumen", einem fakultätsübergreifenden Forschungsverbund der TU Berlin. In dieser Zeit leitete der heute 46-jährige eine Reihe von Forschungsprojekten auf nationaler sowie internationaler Ebene zu Fragen der weitergehenden, das heißt über biologische Verfahren hinausgehenden Behandlung von Kommunalabwasser, zur künstlichen Grundwasseranreicherung sowie zur Spurenstoffproblematik in Grundwässern. Ernst arbeitete dabei unter anderem in deutsch-chinesischen und deutsch-israelischen Projekten, finanziert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie der EU.

Der gebürtige Bremer studierte an der TU Berlin technischen Umweltschutz mit dem Schwerpunkt Wasserreinhaltung und promovierte anschließend zum Thema "Abwasserwiederverwendung mittels Membrantechnik und künstliche Grundwasseranreicherung." Zwischen 2001 und 2003 forschte er am Forschungszentrum Anjou Recherche (Veolia Water) in der Nähe von Paris über ein neues Verfahren im Wasserreycling für die Industrie. Seine dort entwickelte Technik zur Erhöhung der Oxidationskraft von Ozon durch den Einsatz katalytisch wirkender Feststoffe, die mit einer Membran vom Wasser abgetrennt werden, wurde patentiert.

Mathias Ernst ist verheiratet und Vater von zwei Söhnen im Alter von zehn und elf Jahren.

Für Rückfragen:
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Institut für Wasserressourcen und Wasserversorgung
Prof. Dr.-Ing. Mathias Ernst
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E-Mail: mathias.ernst@tuhh.de


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