Professor Knutzen ist der neue Vizepräsident für die Lehre an der TU Hamburg

Ingenieur und Lehrer in einer Person

25.04.2012

Professor Sönke Knutzen
Professor Sönke Knutzen
Foto: TUHH/Institut für Technik, Arbeitsprozesse und Berufliche Bildung

Neuer Vizepräsident für die Lehre an der TU Hamburg-Harburg (TUHH) ist Professor Sönke Knutzen. Auf Vorschlag des Präsidenten der TUHH, Prof. Dr. Dr. h.c. Garabed Antranikian, hat der Akademische Senat heute den 46-jährigen Ingenieur für Elektrotechnik und ausgebildeten Berufsschullehrer in das Amt des Vizepräsidenten für die Lehre gewählt. Das elfköpfige Gremium - sechs Professoren, zwei Studierende, zwei wissenschaftliche Mitarbeiter sowie ein Vertreter der Technischen Verwaltung - folgte einstimmig diesem Vorschlag.

"Ich freue mich auf die intensive Zusammenarbeit mit den Studierenden und Lehrenden", sagt der neue Vizepräsident. Angesichts des demografischen Wandels, den raschen und stetigen technologischen Entwicklungen sowie dem steigenden internationalen Wettbewerb stünden Universitäten vor einer besonderen Herausforderung. Einmal erworbene Kenntnisse und Fertigkeiten reichten immer weniger aus, um in der Arbeitswelt ein Erwerbsleben lang zu bestehen. Noch stärker als bisher sollen die angehenden Ingenieurinnen und Ingenieure auf diese Entwicklung vorbereitet werden, damit sie sich im Berufsleben selbstverantwortlich weiterentwickeln und weiterbilden können. "Der Weg dahin führt über die Vermittlung forschungsorientierten Wissens einerseits und andererseits der Förderung ingenieurbezogener Fertigkeiten und Kompetenzen", sagte der neue Vizepräsident, der offiziell am 1. Mai sein Amt antreten wird. Seine Amtszeit beträgt drei Jahre.

Prof. Dr. Sönke Knutzen tritt die Nachfolge von Prof. Dr.-Ing. Dieter Krause an, der krankheitsbedingt auf eigenen Wunsch nach einjähriger Amtszeit zurückgetreten ist. Nach dem Hamburger Hochschulgesetz werden die Vizepräsidenten der TUHH vom amtierenden Präsidenten vorgeschlagen und vom Akademischen Senat bestätigt.

Knutzen will in seinem neuen Amt vor allem zur Modernisierung des ingenieurwissenschaftlichen Studiums beitragen. Dabei liegt sein Fokus im Ausbau mediengestützter Lernformen sowie dem "Problem-Based-Learning", einer von TUHH-Präsident Garabed Antranikian eingeführten Methode, die die Eigeninitiative stärkt, die Teamarbeit fördert und im Studium einen Praxisbezug herstellt. Der promovierte Wirtschafts-und Sozialwissenschaftler steht zudem an der Spitze des noch im Aufbau befindlichen Zentrums für Lehre und Lernen an der TUHH. Für seine Innovationen in der Lehre setzt er stark auf die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten. "Ich möchte engagierte Lehrende und Lernende einladen, all diese Aufgaben gemeinsam mit mir weiterzuentwickeln," sagt der Hochschullehrer.

Wie man Wissen, auch komplizierte Materie vermittelt, hat der Ingenieur und promovierte Sozialwissenschaftler von der Pike auf gelernt. Sönke Knutzen absolvierte zunächst nach seinem Fachabitur eine Ausbildung zum Elektroinstallateur. Anschließend studierte er Elektrotechnik an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften, der damaligen Fachhochschule Hamburg, und schloss als Diplomingenieur ein weiteres Studium zum Berufsschullehrer an, das er an der Universität Hamburg sowie an der TUHH mit dem ersten Staatsexamen absolvierte. Von 1996 bis 2001 war Knutzen wissenschaftlicher Mitarbeiter im Arbeitsbereich "Prozesstechnik und Berufliche Bildung" an der TUHH, dem heutigen Institut für "Technik, Arbeitsprozesse und Berufliche Bildung". 2001 legte er an der TUHH seine mit sehr gut bewertete Promotion über die Steigerung der Innovationskompetenz des Handwerks ab. Im gleichen Jahr gehörte der studierte Lehrer und Ingenieur zu den Gründern der Hamburger Agentur "alive! Media solutions", die sich auf die Herstellung von Print-und Multimediaprodukten sowie der Entwicklung von e-learning-Lösungen spezialisiert. 2003 erhielt Dr. rer. pol. Sönke Knutzen an der TUHH eine Juniorprofessur für Gebäudesystemtechnik und Medientechnik am Institut für Technik, Arbeitsprozesse und Berufliche Bildung unter damaliger Leitung von Prof. Dr.-Ing. Joseph Pangalos, dessen Nachfolge Knutzen 2009 antrat. Schwerpunkt seiner Forschung ist die berufbezogene Qualifikationsforschung sowie das mediengestützte Lernen.

Für Rückfragen:
TU Hamburg-Harburg
Institut für Technik, Arbeitsprozesse und Berufliche Bildung
Prof. Dr. rer. pol. Sönke Knutzen
Tel.: 040/ 42878-3715
E-Mail: s.knutzen@tuhh.de


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