Premiere: Doktoranden-Workshop an der TU Hamburg-Harburg

14.12.2011

Vortragende des 1. Workshops des FSP "Integrierte Biotechnologie und Prozesstechnik"
Vortragende des 1. Workshops des FSP "Integrierte Biotechnologie und Prozesstechnik"
Foto: TUHH/Jupitz

Je größer die Forschergruppe, desto notwendiger ist es, entsprechende Strukturen zu schaffen, die die Kommunikation und die Vernetzung der daran Beteiligten fördern: So entstehen Ideen, aus denen Innovationen werden. Dieser Kerngedanke liegt dem 1. Workshop für Doktoranden und Postdocs der TUHH zugrunde, zu dem der Forschungsschwerpunkt „Integrierte Biotechnologie und Prozesstechnik“ für morgen einlädt.

85 Doktoranden und Postdocs sowie 15 Professoren aus neun Instituten der TUHH werden die Gelegenheit nutzen, sich institutsübergreifend mit Kollegen über ihre Forschungsarbeit auszutauschen. Gemeinsames Ziel aller ist es, den Weg für einen nachhaltigen Umgang mit den begrenzten Rohstoffen zu ebnen. Was kann ich von anderen lernen, wo kann ich andere mit meinem Wissen unterstützen, ist der rote Faden dieses Workshops zur „green technology“, dem neuen Leitgedanken der TUHH.

Initiator des Treffens ist der Sprecher des Forschungsschwerpunktes, Professor Andreas Liese: „Wir wollen auf diese Weise den interdisziplinären Austausch untereinander im Forschungsschwerpunkt zwischen den 100 Verfahrenstechnikern, Biologen, Biotechnologen und Chemiker stärken.“ Koordinatorin des Workshops ist die Privatdozentin Dr.

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops
Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops
Foto: TUHH/Jupitz

Monika Johannsen. „Wir versprechen uns von diesem Treffen auch neue Ideen für die institutsübergreifende Forschung“, sagt die Wissenschaftlerin.

Zehn Doktoranden und Postdocs werden an diesem Tag Vorträge halten, darunter Dr. Lutz Hilterhaus sowie Eveline Hassenklöver. Die Doktorandin erforscht ein energieeffizientes Verfahren zur Herstellung von Instantprodukten im Lebensmittelbereich per Sprühtrocknung „Dabei setzen wir lebensmitteltaugliche Gase wie Kohlendioxid oder Stickstoff zur gezielten Beeinflussung wichtiger Produkteigenschaften ein, um quasi maßgeschneiderter Produkte in nur einem Prozessschritt herstellen zu können," sagt Hassenklöver vom Institut für Thermische Verfahrenstechnik, AG Wärme- und Stofftransport. Dr. Lutz Hilterhaus wird in seinem Vortrag neue analytische Methoden vorstellen. „Diese erlauben die schnelle Etablierung multi-enzymatischer Prozesse“, sagt der Nachwuchswissenschaftler am Institut für Technische Biokatalyse. Aktuelle Ergebnisse der Wissenschaft im Forschungsschwerpunkt (FSP) – einer von acht an der TUHH – wird außerdem in Wort und Bild auf 75 Postern vermittelt.

Unter dem Dach des FSP forschen mittlerweile 15 Arbeitsgruppen aus neun Instituten des Studienbereichs Verfahrens- und Chemietechnik, die in diversen Forschungsprojekten – grundlagen – und anwendungsorientiert – zusammenarbeiten. Mit der Koordination der zwei vom Bundesforschungsministerium geförderten Cluster „BIOKATALYSE2021 – Nachhaltige Biotechnologie auf neuen Wegen” und „BIORAFFINERIE2021 – Energie aus Biomasse“ sowie des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Schwerpunktprogramms „Poröse Medien mit definierter Porenstruktur in der Verfahrenstechnik – Modellierung, Anwendung, Syn­these” und der Teilnahme an der Landesexzellenzinitiative Hamburg mit dem Cluster „Fundamentals for Synthetic Biological Systems - SynBio“ verfügt der Forschungsschwerpunkt bereits über Leuchtturmprojekte.

„Zum Gelingen der zahlreichen Forschungsvorhaben trägt auch die exzellente Infrastruktur an der TUHH bei“, sagt Monika Johannsen mit Verweis auf eine TUHH-spezifische Situation: “Wir bilden in der Wissenschaft die gesamte Prozesskette ab vom Gen bis zum komplexen Verfahren im Technikumsmaßstab. Dadurch können wir umweltfreundliche Entwicklungen besonders schnell in angewandte Technologien überführen.“


TUHH - Pressestelle

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