Festakt zur Amtseinführung der neuen Vizepräsidenten

01.11.2011

von links nach rechts: Frau Grabe-Soetebier, Professor Grabe, Frau Schnyder Sigrist, Professor Sigrist, Professor Antranikian, Frau Krause, Professor Krause
von links nach rechts: Frau Grabe-Soetebier, Professor Grabe, Frau Schnyder Sigrist, Professor Sigrist, Professor Antranikian, Frau Krause, Professor Krause
Foto: TUHH/Gilbert

Mit erstmals drei neuen Vizepräsidenten an der Spitze stellt sich die Technische Universität Hamburg-Harburg den vielfältigen Herausforderungen auf dem Weg zu einer modernen, international sichtbaren Spitzenuniversität. Zur offiziellen Amtseinführung der neuen Vizepräsidenten am 1. November waren mehr als 200 Gäste ins Audimax II gekommen. "Wir sind mit diesem neuen Team bestehend aus drei hochmotivierten Kollegen bestens gerüstet, unsere Ziele in Forschung, Lehre sowie der damit einhergehenden Strukturentwicklung an der TU Hamburg-Harburg voranzubringen", sagte Präsident Prof. Dr. h. c. Garabed Antranikian. Das Credo der neuen Führungsmannschaft mit Unichef Antranikian an der Spitze und den Vizes Jürgen Grabe, Dieter Krause sowie Viktor Sigrist: Hamburgs Technische Universität in ihrer Attraktivität steigern und stärker nach außen sichtbar machen.

Zu Beginn des zweistündigen Festaktes im Audimax wurde der an der TUHH mit sechs Jahren am längsten amtierende Vizepräsident, Hermann Rohling, verabschiedet. "Kompetent und geradlinig, zuverlässig und unkompliziert, so hat Hermann Rohling die Forschungsaktivitäten der TU Hamburg-Harburg als Vizepräsident mitgeprägt“, sagte Ex-Präsident, Prof. Dr.-Ing. habil., Prof. E.h. Edwin Kreuzer, in seiner Laudatio. Rohling, der wie Kreuzer über den zweiten Bildungsweg in der Wissenschaft Karriere machte, war als Vizepräsident für die Forschung maßgeblich an der Neuausrichtung der Forschungsschwerpunkte beteiligt, einer Weichenstellung von zentraler Bedeutung für die TUHH. „Hermann Rohlings hervorragende Reputation in der Wissenschaft und seine langjährigen Erfahrungen in der Koordination nationaler und internationaler Forschungspartnerschaften“ hätten diese wichtige wissenschaftliche Schwerpunktsetzung gefördert und beschleunigt, sagte Kreuzer.

Professor Krause, Professor Kreuzer, Professor Antranikian, Professor Sigrist, Professor Grabe und Professor Rohling (von links)
Professor Krause, Professor Kreuzer, Professor Antranikian, Professor Sigrist, Professor Grabe und Professor Rohling (von links)
Foto: TUHH/Gilbert

Nachfolger Hermann Rohlings ist der gebürtige Hamburger Jürgen Grabe. Der seit Oktober amtierende Vizepräsident plädierte für ein "ausgewogenes" Verhältnis zwischen grundlagenorientierter und anwendungsorientierter Forschung. Auch künftig seien die Höhe der Drittmittel sowie die Anzahl der Promotionen wichtige Indikatoren für den Erfolg. Grabe kündigte die Gründung einer Graduiertenschule für Doktoranden und Postdocs sowie die weitere Verbesserung der Rahmenbedingungen für besonders erfolgreich agierende Institute an. Wichtig sei die Vernetzung mit externen Institutionen gerade auch im Hinblick auf die Entwicklung des neuen Centers for Green Technology sowie des Zentrums für Life Science/Medizintechnik an der TUHH. Professor Grabe leitet seit 1998 das Institut für Geotechnik und Baubetrieb an der TUHH und verfügt über vielfältige Erfahrungen in der Gremienarbeit, zum Beispiel als Sprecher eines Graduiertenkolleges und Studiendekan.

Neu ist das Amt des Vizepräsidenten für Strukturentwicklung, das seit Oktober Professor Viktor Sigrist innehat: „Ich beschäftige mich einerseits mit der universitären Infrastruktur, andererseits generell mit den Strukturen und Abläufen der akademischen Selbstverwaltung.“ Mit diesen Worten definierte der promovierte Bauingenieuraus dem schweizerischen Luzern, der seit 2002 das Institut für Massivbau leitet, seine neue Aufgabe. Weiter sagte er: „Bei Fragen der Weiterentwicklung lasse ich mich von zwei Grundsätzen leiten; etwas plakativ lässt dies sich wie folgt formulieren: Veränderung nicht ohne Not und wenn, dann hin zu Vereinfachungen!“

Für die Lehre an der TU steht seit Mai Vizepräsident Dieter Krause. „Aus Studienanfängern qualifizierte Ingenieure zu machen und aus diesen Absolventen wiederum begeisterte Alumnis, das ist mein Ziel für die kommende drei Jahren“, sagte der promovierte Maschinenbauer, der es zudem als seine Aufgabe versteht, frühzeitig Kinder für Technik zu begeistern. Krause kündigte weitere Maßnahmen an, um „einerseits frühzeitig und andererseits langfristig Studierende in ihrer Entwicklung zu fördern und zu fordern.“Gerade auch die neue Lehrmethode des Project Based Learning, die sukzessive eingeführt werde, stärke die Motivation und den Erfolg im ingenieurwissenschaftlichen Studium. Die Etablierung einer Sommerakademie für hervorragende Masterstudierende sowie interdisziplinär strukturierte Projekte für Erstsemester nannte der gebürtige Franke, der seit 2005 das Institut für Produktentwicklung und Konstruktionstechnik leitet, als weitere Ziele seiner Amtszeit.

Zur musikalischen Umrahmung des Festaktes trug JazzINGtett Harburg bei. Das aus den TUHH-Professoren Stefan Krüger und Wolf-Rainer Grigat sowie den Ingenieuren Christian Scharfetter und Gerald Bartels bestehende musikalische Quartett hatte seinen zweiten öffentlichen Auftritt. Im Anschluss an den Festakt lud der Präsident seine Gäste zu einem Empfang in die Mensa ein.


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