Zwei auf einen Schlag: TU Hamburg wählt zwei neue Vizepräsidenten

30.09.2011

Professor Viktor Sigrist, Vizepräsident Strukturentwicklung
Professor Viktor Sigrist, Vizepräsident Strukturentwicklung
Foto: TUHH/Institut für Massivbau

Neuer Vizepräsident für die Forschung an der TU Hamburg-Harburg (TUHH) ist Professor Jürgen Grabe. Vizepräsident für das neu geschaffene Amt Strukturentwicklung ist Professor Viktor Sigrist. Beide Wissenschaftler wurden auf Vorschlag des Präsidenten der TUHH, Prof. Dr. Dr. h.c. Garabed Antranikian, einstimmig vom Akademischen Senat der TUHH in diese Ämter gewählt und vom Hochschulrat bestätigt. Ihre Amtszeit beginnt am 1. Oktober und beträgt drei Jahre.

Damit hat die TUHH drei Vizepräsidenten: Professor Dieter Krause für die Lehre (seit Mai), Professor Jürgen Grabe für Forschung und Professor Viktor Sigrist für Strukturentwicklung. Das Amt des Vizepräsidenten für Strukturentwicklung ist neu und soll auch die von Präsident Garabed Antranikian geplante Schwerpunktbildung an der TUHH mit den Zentren für „Green Technology“ sowie für Medizintechnik unterstützen. Auch die Gestaltung des Zentrums für Lehre fällt in diesen Aufgabenbereich.

„Ich freue mich sehr auf diese neue Aufgabe. Wir sind in der Forschung auf dem richtigen Weg, unsere Stellung im Bund der technischen Universitäten zu stärken”, sagt Professor Jürgen Grabe. Und sein Amtskollege für Strukturentwicklung, Professor Viktor Sigrist sagt über sein neues Amt: „In der Leitung der Technischen Universität Hamburg als Vizepräsident mitwirken zu können, ist eine Herausforderung. Meine Aufgabe wird es vorrangig sein, die Weiterentwicklung der Universität auf organisatorischer, baulicher und inhaltlicher Ebene voranzutreiben.“

Professor Grabe tritt die Nachfolge von Hermann Rohling an, der seit 2005 dieses Amt begleitete und in seiner Amtszeit unter dem damaligen Präsidenten der TUHH, Professor Edwin Kreuzer, die inhaltliche Ausrichtung der Forschung an der TUHH durch die Bildung neuer Forschungsschwerpunkte gestaltete. Jürgen Grabe forscht und lehrt an der TUHH seit 1998 als Leiter des Instituts Geotechnik und Baubetrieb. Der Wissenschaftler ist einer der führenden Experten für Geotechnik. Sein Spezialgebiet sind Ufereinfassungen von Häfen und Gründungen von Bauwerken, zum Beispiel von Windkraftanlagen im Meer. Professor Grabe ist Sprecher des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Graduiertenkollegs „Seehäfen für Container-Schiffe zukünftiger Generationen“, in dessen Zentrum die Modernisierung von Hafenanlagen steht. Die Bodenmechanik und -dynamik sowie der Grund- und Spezialtiefbau, der Strom-und Hafenbau, die Marine Geotechnik und Pfahlgründungen sind Schwerpunkte der Forschung seines Instituts.

Professor Jürgen Grabe, Vizepräsident Forschung
Professor Jürgen Grabe, Vizepräsident Forschung
Foto: TUHH/Institut für Geotechnik und Baubetrieb

Professor Grabe ist unter anderem Mitglied der Akademie der Wissenschaften, Vorsitzender des Ausschusses „Ufereinfassungen“ der Hafentechnischen Gesellschaft, im Vorstand des „WindEnergieZirkel Hanse e.V. und in der „Deutschen Gesellschaft für Geotechnik“ aktiv. An der TUHH übt er derzeit das Amt des Studiendekans „Bauwesen“ aus. Professor Grabe studierte Bauingenieurwesen in Hannover, promovierte mit summa cum laude an der Universität Karlsruhe über „Flächendeckende dynamische Verdichtungskontrolle“ und ging danach in die Industrie: Der promovierte Bauingenieur war von 1992 bis 1998 im Ingenieurbüro IGB in Hamburg als Projektleiter, danach bei BAUER Spezialtiefbau als Bauleiter und zuletzt bis zur Rufannahme an die TUHH als Leiter der Zweigstelle Hamburg tätig.

Bauingenieur wie Professor Grabe ist auch Professor Sigrist, der seit 2002 an der TU Hamburg Leiter des Instituts für Massivbau ist. Seine Forschungsgebiete erstrecken sind unter anderem auf die Grundlagen des Stahl- und Spannbetonbaus, den Entwurf und die Bemessung von Brücken und Hochbauten sowie das Überprüfen und Beurteilen bestehender Tragwerke. Der gebürtige Schweizer studierte zunächst an der Hochschule für Technik und Architektur in Luzern, danach an der ETH Zürich, wo er auch seine Promotion ablegte. Bevor er 2002 den Ruf an die nördlichste technische Universität Deutschlands annahm, war Professor Sigrist Mitinhaber und Geschäftsleiter eines Ingenieurbüros in Luzern. Neben seiner universitären Tätigkeit nimmt er auch heute noch Planungs- und Beratungsaufgaben wahr.

Professor Sigrist ist stellvertretender Sprecher des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanzierten Graduiertenkollegs „Kunst und Technik“. Der 51-jährige Wissenschaftler ist national und international in seinem Fachgebiet durch eine Reihe von Ämtern und Mitgliedschaften engmaschig vernetzt, beispielsweise im Deutschen Ausschuss für Stahlbeton, der Gesellschaft für Ingenieurbaukunst oder der International Association of Bridge and Structural Engineering. Eine herausragende Rolle spielt er in der International Federation for Structural Concrete, für die er als Vorsitzender verschiedener Kommissionen an der Entwicklung internationaler Bemessungsstandards mitwirkt. An der TUHH ist er Leiter der Studienreformkommission Bauwesen, stellvertretender Sprecher des Forschungsschwerpunktes „Bauwerke im und am Wasser“ sowie Mitglied der Kunstinitiative.


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