Von der Biomasse zur Bioenergie: TU forscht in neuem Biogasbetrieb

19.08.2011

von links nach rechts: Prof. Kaltschmitt, Prof. Kuchta und Heiner Schönecke
von links nach rechts: Prof. Kaltschmitt, Prof. Kuchta und Heiner Schönecke
Foto: TUHH/Jupitz

Noch besteht erheblicher Forschungsbedarf, um aus Biomasse Bioenergie zu gewinnen. Um die immer wieder auftretende Abweichung zwischen den Ergebnissen aus Laborversuchen und dem Betrieb von Praxisanlagen künftig zu verringern, haben die Technische Universität Hamburg und die Ardestorfer Bioenergie GmbH & Co KG eine Kooperation geschlossen. Der entsprechende Vertrag wurde von Professor Martin Kaltschmitt sowie Heiner Schönecke unterzeichnet.

Ziel sind betriebsbegleitende Messungen an der neuen Anlage im niedersächsischen Ardestorf unweit von Buxtehude. Geplant sind Untersuchungen über den Substratgehalt mit dem Ziel, den anaeroben Abbauprozess besser verstehen und damit auch effizienter steuern zu können. Geprüft wird ferner die Zusammensetzung der Fermente im Biogasreaktor. „Der durch Biokatalysatoren induzierte Biomasseabbau unter Freisetzung von Biogas kann umso effektiver realisiert werden, je homogener Substrat sowie Bakterien verteilt sind und je gleichmäßiger die Temperatur ist“, erklärt der Leiter des Instituts für Umwelttechnik und Energiewirtschaft, Professor Kaltschmitt. Zu diesem Zweck werden Mess-Stutzen in den Reaktor eingebaut, mit denen sowohl die Zusammensetzung des Substrats als auch die Temperatur und die Strömungsgeschwindigkeit im Reaktor gemessen werden kann. „Auf diese Weise erhalten wir genauere Kenntnisse über die tatsächlichen Zustände im Reaktor“, sagt Kaltschmitt.


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