Studierende der TU Hamburg am Start der 13. Deutschen Betonkanu-Regatta

25.06.2011

Die Kanuten der TU Hamburg-Harburg Arne Seemann (von links), Maximilian Leber, Christian Kock, Elena Stein, Oliver Chyra, Marvin Krüger, Sina Prior.
Die Kanuten der TU Hamburg-Harburg Arne Seemann (von links), Maximilian Leber, Christian Kock, Elena Stein, Oliver Chyra, Marvin Krüger, Sina Prior.

Zum ersten Mal beteiligen sich Studierende der Technischen Universität Hamburg-Harburg (TUHH) an der 13. Deutschen Betonkanu-Regatta. Mit ihren selbst gebauten Kanus und viel Selbstbewusstsein wird die zehnköpfige Crew am Sonnabend, 25. Juni, in Magdeburg an den Start gehen. Die angehenden Bauingenieure treten auf dem Salbker See gegen 100 Teams aus mehreren europäischen Ländern an. Die TUHH-Boote sind etwa 75 Kilogramm schwer, 5 Meter lang und 72 Zentimeter breit – und aus hochfestem Beton.

Mehr als zehn Monate haben die sieben Studenten und drei Studentinnen an ihren Kanus „Mr. Crab“ und „Krabbenkutter“ gearbeitet, Testläufe und Trainings auf der Außenmühle, der Alster des Hamburger Südens, inklusive. Dass ein Boot aus Beton keinesfalls zum Untergang verurteilt ist, vielmehr im nassen Element erstaunlich an Tempo gewinnen kann, wenn Konstruktion und Material eine optimale Liason eingehen, wollen die Hamburger in Magdeburg unter Beweis stellen. „Ein Boot aus Beton ist eine Herausforderung sowohl bezüglich des Entwurfs als auch des Materials“, sagt Oliver Chyra. Der 31-jährige Promovent am Institut für Massivbau hat sich gemeinsam mit zehn weiteren Bauingenieurstudenten vorgenommen, die Premiere auf dem Salbker See mit einem besonders schnellen und zugleich manövrierbaren Kanu zu starten.

Zunächst wurde in Kooperation mit dem Institut für Baustoffe, Bauphysik und Bauchemie ein spezieller Beton entwickelt, der wasserundurchlässig, hochfest und zudem extrem leicht ist. Die nächste Hürde war das Fertigungsverfahren: Die nur zehn Millimeter dicken Bootswände sollten eine spiegelglatte Oberfläche erhalten, denn auch damit, so das Kalkül der Studenten, müsste sich die Geschwindigkeit der Kanus erhöhen.

Die Regatta wird alle zwei Jahre von der Deutschen Zement- und Betonindustrie zwischen Teams aus Studenten und Berufsschülern veranstaltet. Die Herausforderung besteht sowohl im sportlichen Wettkampf als in der Konstruktion der Kanus.

Für die TUHH-Kanuten geht es bereits am Freitag los: Dann fahren Sie mit „Mr. Crab“ und „Krabbenkutter“ auf die Autobahn via Mageburg. Morgen werden dort die Kanus auf dem Salbker See zur Schau gestellt, und am Sonnabend beginnt um 8 Uhr der offizielle Wettbewerb.


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