Abschlussveranstaltung der KINDERFORSCHER an der TUHH

21.06.2011

Staatsrat Holger Lange (v.l.n.r.), Vizepräsident Dieter Krause, Gesine Liese und Professor Andreas Liese
Staatsrat Holger Lange (v.l.n.r.), Vizepräsident Dieter Krause, Gesine Liese und Professor Andreas Liese

Recherchieren, experimentieren, präsentieren! Was zum Aufgabengebiet eines Forschers gehört, lernen die KINDERFORSCHER an der Technischen Universität Hamburg-Harburg (TUHH) bereits in ihrer Schulzeit: So präsentierten bei der gestrigen Abschlussveranstaltung Schüler aus acht Hamburger Schulen im Audimax I die Ergebnisse ihres Kurses „Experimentieren pur“. In den Wochen zuvor haben die neun-bis elfjährigen Jungen und Mädchen in ihren Schulen zu Fragen aus der Physik, Biologie, Chemie und Technik recherchiert und experimentiert.

Unter den mehr als 500 Gästen dieser von TUHH-Vizepräsident Dieter Krause eröffneten Abschlussveranstaltung war auch Staatsrat Holger Lange, Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, sowie die Bürgerschaftsabgeordnete Birgit Stöver (CDU) als Vertreter der Politik. Zur Zeit wird das Projekt von der Schulbehörde finanziert. Angesichts des Ingenieur- und Fachkräftemangels in Deutschland wird immer deutlicher, dass nur durch gemeinsame Anstrengungen von Schule, Politik und Wirtschaft Schüler frühzeitig für Naturwissenschaften und Technik begeistert werden können, um dann später diese Berufe zu ergreifen.

Auszeichnung der Initiative Kinderforscher an der TUHH

Die Robert Bosch Stiftung prämiert bundesweit im Rahmen von „Verantwortung Unternehmen“ (www.verantwortung-unternehmen.org) anlässlich des 150. Geburtstages ihres Gründungsvaters 150 Vorbilder für gesellschaftliches Engagement – KINDERFORSCHER AN DER TUHH ist hierfür ausgewählt worden. Ausgezeichnet werden Menschen, die sich in besonderer Weise für andere einsetzen, die Initiative ergreifen, Ideen entwickeln, Zeit und Geld opfern und andere mitreißen. Die Initiative KINDERFORSCHER AN DER TUHH betrachtet es als ihre Aufgabe, eine technisch- naturwissenschaftliche Nachwuchsförderung in Hamburg aufzubauen – nachhaltig und unabhängig vom jeweiligen Elternhaus.

Schülerinnen und Schüler bei Ihrer Abschlusspräsentation im Audimax I der TUHH.
Schülerinnen und Schüler bei Ihrer Abschlusspräsentation im Audimax I der TUHH.
Foto: C. Schnabel, TUHH

Die Initiative wurde 2006 am Institut für Technische Biokatalyse unter Leitung von Professor Andreas Liese gegründet. Angeführt von der Mathematik- und Chemielehrerin Gesine Liese sowie der Ingenieurin Julia Husung, entstand im Herbst 2006 das erste Grundschulprojekt für die Begabtenförderung: ein dreimonatiger Nachmittagskursus „Experimentieren und Forscher“, bei dem Schüler im Wechsel an der Schule und in Instituten der TUHH experimentieren. 2008 folgte das Projekt „Lernen durch Lehren“, bei dem Neuntklässler Fünft- und Sechstklässler unterrichten und 2010 der Kursus „Experimentieren Pur“ als Experimentier-Kursus an Schulen in Kombination mit TU-Besuchen.

Der Kursus „Experimentieren pur“

Der Kursus „Experimentieren pur“ stellt Schulen komplette Unterrichtseinheiten inklusive Unterrichtsmaterial zur Verfügung. Dadurch werden diese in die Lage versetzt, diesen Experimentier-Kursus ohne zusätzliche Vorbereitung und unabhängig von ihren naturwissenschaftlichen Kenntnissen und Erfahrungen durchzuführen. Eine Vorlesung mit Experimenten an der TUHH sowie das Kennenlernen des DLR_School_Lab gehören ebenfalls zu diesem „Experimentieren pur“-Programm, das in Hamburg zum zweiten Mal vormittags im Rahmen des Unterrichts stattfand. Daran beteiligt waren Schulen nördlich und südlich der Elbe.

Ziel der Initiative KINDERFORSCHER AN DER TUHH ist es, die Schulen beim Aufbau naturwissenschaftlicher Programme zu unterstützen. Schulen, die an einem der oben angeführten Kurse teilgenommen haben, können sich das Experimentier-Material ausleihen und in Eigenregie den Kursus durchführen. Von diesem Angebot machen immer mehr Schulen Gebrauch.

Gesine Liese, Konzeption KINDERFORSCHER AN DER TUHH:
„Wir wollen die Neugier an der Forschung wecken und Spaß am entdeckenden Lernen entwickeln. Wer einmal erfolgreich einen Versuch durchgeführt hat, traut sich auch zukünftig, neue Fragestellungen experimentell zu erschließen.“

Mehrina Bohne, Kursusleiterin Schule Alsterredder:
„Der Forscherkurs hat Spaß gemacht! Vielen Dank für das tolle Material, die lückenlose Vorbereitung und das Engagement!“

Karin Retzmann, Kursusleiterin Schule Arnkielstraße:
„Wir möchten gerne im nächsten Schuljahr das Experimentieren in der Grundschule als Nachmittagsangebot in unserem Ganztagsangebot anbieten. Dazu möchten wir die Materialien bei Ihnen bestellen. Wir sind begeistert von der tollen Organisation und Zusammmenstellung.“

Zijada Agic und Tobias Cordes, Schule Weusthoffstraße:
„Wir haben als gestandene Naturwissenschaftslehrer viele neue Anregungen für den Unterricht bekommen.“


TUHH - Pressestelle

Fax: +49 40 428 78 2366